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Montag, 26. Juni 2023

Wer AfD wählt, wählt den Arbeitsdienst.

CDU-Vize Linnemann fordert Zwangsarbeit für SGB II – Leistungsbeziehende

CDU-Vize Linnemann fordert die Einführung einer Jobpflicht für Bürgergeldbeziehende. Es wird gefordert: Wer nach bis zu sechs Monaten keine Anstellung finde müsse Jobs durch Kommunen zugeteilt bekommen. Dazu Linnemann: „Es geht ja nicht um Zwangsarbeit“.
Mehr dazu auf RND: https://t1p.de/7go6c

Bemerkung dazu: Auch die AfD fordert Arbeitspflicht für SGB II – Leistungsbeziehende, hier befindet sich Linnemann in trauter inhaltlicher Gemeinsamkeit. Zu der von Linnemann geforderten Arbeitspflicht sagt dieser: Wer den Job nicht annehme, müsse dann gezwungen werden, das Bürgergeld müsse gekürzt und es sollten Sach- statt Geldleistungen vergeben werden. Laut CDU-Vize Linnemann sei das keine Zwangsarbeit. Die allgemeine Definition von Zwangsarbeit lautet aber, wenn Menschen unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen ihren Willen gezwungen werden eine Tätigkeit durchzuführen. Sanktionen, Sachleistungen und sogar Kostenersatz sind definitiv Drohungen mit einem empfindlichen Übel.
Ansonsten hat Linnemann offensichtlich die aktuell gültige Rechtslage nicht im Blick, denn dieses formuliert bereits seit 17 Jahren die Arbeitspflicht von SGB II – Leistungsbeziehenden, so § 2, 10, 31 SGB II: Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar und regelt in § 30 ff SGB II, wenn nicht, ist diese Person zu sanktionieren.

Aus einem Mailverteiler. Zu den gesellschaftlichen "Problemlösungen" von rechts (Hartz 4 verdanken wir freilich der SPD, nicht zu vergessen) gehört nach wie vor nicht etwa die Bekämpfung der Armut, sondern der Armen. Hat doch seinerzeit wunderbar geklappt mit dem Reichsarbeitsdienst. Eine billige Armee von Fronarbeitern. Die unter anderem die Drachenzähne gebaut haben. So als Kreigsvorbereitung. Daß Arbeitsdienst für die AfD zum Programm gehört, schreiben sie ganz offen und jeder Arbeitslose  kann es nachlesen. Und wer immer noch AfD wählt ..... 

Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.

Montag, 17. Februar 2020

Noch was zu den K Gruppen und dem Rest.

Was ist eigentlich gegen die ML Sekten der 70er Jahre zu sagen? An Kritik dieser Vereine herrscht mittlerweile kein Mangel. Es wurden etliche Bücher verfasst, auch von ehemals Beteiligten und die Geschichte ihres Scheiterns ist auch dementsprechend dokumentiert. 
Doch betrachten wir die Story einmal aus der Perspektive des Aufbaus und der Organisation. Sie haben sich doch alle Mühe gegeben und nach Lenins Vorlage den Verein aufgebaut. What‘ s wrongabout, so könnte man provokativ fragen. Oder, woran sind sie denn nun gescheitert? 
Der Dogmatiker kennt die Antwort. Natürlich, weil sie mit dem Maoismus von rechten Weg abwichen oder weil es in erster Linie Studentenparteien waren. Oder, so würde es ein Vertreter der echten Partei (Natürlich seiner eigenen) ausdrücken, sie scheiterten an ihren kleinbürgerlichen Widersprüchen. 
Andere würden sagen (haben es schon seinerzeit) Lenins Vorlage zu kopieren war der Grundfehler. Den hatten aber die meisten Kommunistischen Parteien im Programm, nur in der dritten Welt änderten sie eigenmächtig die Dogmen, sehr zum Missfallen der Hüter der Flamme. All diese Debatten wurden geführt, doch sie geben keine Antwort, was die Kommiparteien im Westeuropa und vor allem im deutschsprachigem Raum zumeist nach 68 entstanden, nun scheitern ließ.
Lag es etwa an der falschen Typographie der Parteizeitung? Könnte man ja genauso gut fragen. 
Tatsächlich waren diese Vereine in ihrer Struktur, Organisation und Ideologie mehr oder weniger gelungene Kopien der Weimarer KPD und gaben sich alle Mühe, dem Original möglichst nah zu kommen. Wollten sie ja schließlich neu aufbauen. Sie gaben sich viel Mühe und tatsächlich hätte so ein Verein durchaus erfolgreich sein können. In der richtigen Zeit eben, wenn es nicht darauf ankommt, ob irgendwelche Mängel oder Fehler nicht aufgearbeitet wurden oder ob es Theoriedefizite gibt. Darauf kommt es in einer Krisensituation nicht an, wie aus der Geschichte bekannt ist. Zum passenden Zeitpunkt eben, in einer Krisensituation, in der die Staatsmacht nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktioniert. 
Freilich sind sie dann nicht die einzigen, die sich um die Macht kloppen. Doch solche Situationen sind eher selten und in den 70ern war davon weit und breit nichts zu sehen. So gab es für kommunistische Politik nur wenige Möglichkeiten, meist irgendwo zwischen Reformismus oder Sektierertum. Für letzteres entschieden sich die K-Gruppen, umso besser konnten sie der DKP Verrat vorwerfen, die aber auch nicht viel erfolgreicher war.
Immer noch wird von einigen Unentwegten und Bewahrern der reinen Lehre, das Erklärungsmuster einer mittlerweile recht verständnislos gewordenen linken Öffentlichkeit  vorgestellt und als Erklärung angeboten.
Diese und jene Fehler wurden begangen, dies und jenes nicht zu Ende diskutiert. Von dieser und auch dieser Position hätte man sich trennen müssen, einschließlich und besonders ihrer kleinbürgerlichen Vertreter. Ja dann …. was? Wären die Massen nur so in die Partei geströmt? Wäre alles ganz anders gekommen? Stünde dann die Mauer noch? So Fragen bewegen die Menschen im Internet, aber wie. 
Nur ein Teil der K-Gruppen, insbesondere die KPD/AO produzierte nach der Auflösung einiges an Literatur, die eher von der psychischen Ebene ausging und danach Erklärungsansätzen suchte. Eben auf Grundlage der früher so verachteten subjektiven Ebene. Soll heißen, wer schafft es wie lange und mit welchen Argumenten weiterzumachen und entgegen jeder Vernunft an das Endziel zu glauben. Wer springt wann ab und sieht die Sinnlosigkeit dieser Politikform ein? Eine Frage der Psyche und auch der Machtposition. Wer hat was zu verlieren? Und sei es nur eine selbstgeschaffene Pseudoheimat. Da waren die Resolutionen auf der Ebene der ML Ideologie nur vorgeschoben aber nicht der wirkliche Grund.
Schaut man sich rückblickend an, was seinerzeit so aus dem Boden gestampft wurde, es gab eine Organisationsstruktur, aber wie sie im Lehrbuch steht. Von oben nach unten. Es gab Ortsgruppen, Unterorganisationen, sog. Massenorganisationen (nur die Massen machten sich rar) und weitere Unterorganisationen für etliche Bereiche und jede Zielgruppe. Auch wenn nicht viel dahinter steckte. Und natürlich gab es eine Parteipresse, von der Parteizeitung bis zum Betriebsblatt. Radio und Fernsehen waren noch in der Hand des Staates und Internet, nun ja, soweit war die Technik noch nicht. Aber sonst waren sie medial durchaus präsent. Also, woran lag s?
Etwa an dem Prinzip; Begeisterung für das Projekt, Ernüchterung, Absprung der Hellen, Durchhalten der Spinner. 
So könnt man s abhandeln und so geht’s nicht nur bei ML Sekten zu. Nachdem viele in diese Vereine geströmt waren, ließ der Zustrom naturgemäß irgendwann nach und diese Vereine begannen in ihrer selbstgeschaffenen Struktur zu erstarren. So wird man endgültig zur Sekte, wenn man es nicht schon vorher war. Und dann schaffte es der Rest der durchhielt oder eine Machtposition besaß es, diese Parteiwelt noch Jahrelang in Betrieb zu halten, bis es entweder zur Spaltung oder zur Auflösung kam oder bis die Erosion nur noch einige tragische Gestalten übrigließ, die vergessen hatten das Licht auszumachen.
In der DKP etwa, konnte man alt werden. Wurden sie auch, die unbedingt die reine Lehre erhalten wollten. Anderswo hatten sie vergessen das Licht auszuschalten und so gelang es den letzten aufrechten Kämpfern, ihren Verein ins Netz zu stellen und einigen zu erstaunten Ausrufen Anlass zu geben, meist von der Sorte, was, die gibt’s noch? Zu dumm auch. 89 entstand kein Machtvakuum etwa wie 1918 und so konnten die verbliebenen Gruppen die Gelegenheit nicht nutzen, wenn es je eine war.
Der Zusammenbruch der DDR, was für eine Gelegenheit, sollte man doch meinen. Doch von den K Gruppen war zu der Zeit nicht mehr genug übrig um da zu intervenieren.War auch besser so, sie hätten sich eher zur Lachnummer gemacht. 
Und aktuell? Die Versuche die kommunistische Theologie im Internet wiederauferstehen zu lassen, hat eher resigniertes bis mitleidiges Desinteresse auch bei ehemals Beteiligten gefunden. Die Welt mit Marx und Lenin erklären zu wollen, scheiterte bereits an der Entkolonialisierung, als die daran Beteiligten (sie waren sogar Teil der kommunistischen Bewegung  bzw. von dieser inspiriert) nicht fragten, ob nicht erst eine Arbeiterklasse geschaffen oder es nicht zuerst eine bürgerliche Revolution geben müßte. Frisch an der Macht erklärten sie ihr Land für sozialistisch und irgendwann …. nun ja, s war n Versuch wert. Hätte ja klappen können ;-)) doch von dem hat man sich mittlerweile verabschiedet und sogar die großen Hoffnungsträger wie Vietnam und China haben sich von der Ideologie weitgehend verabschiedet. Übriggeblieben sind die Parteimacht und ein bizarrer Rest in Nordkorea. 
Und was fangen wir damit an? Klar, man kann dogmatische Parteien auf Basis der kommunistischen Theologie  und des Vorbilds der russischen KP gründen. Nur kommst damit hier nicht weit. Man unterscheidet sich kaum noch von einer religiösen Sekte und benötigt eben diese Denkmuster und Psychowracks, um den Verein in Betrieb zu halten. Doch das ist ohnehin ein Thema für sich.
Doch nochmal zum Ansatz. Hätte man mit so einen Verein die Macht übernehmen können? Der Dogmatiker sagt nein, denn erstmalmuß eine Theorie her und dies und jenes ….. also erst brauchen wir die perfekte Parteiorganisation, von allen kleinbürgerlichen, revisionistischen,utopistischen, sponaneistischen, reformistischen und sonstigen ….istischen Elementen gereinigt. Was n Unsinn, aber genauso denken sie. Und weil dies seinerzeit versäumt wurde, brach der Ostblock zusammen. Vertreten sie allen Ernstes.
Und was sagt die Erfahrung der Geschichte? Genau das ist ja passiert und in der richtigen Situation reicht es eine Organisation zu haben, die den Winterpalast stürmt. So etwa. Da fragt niemand, ob schon die kleinbürgerlichen Elemente rausgesäubert sind. Hebt man sich für später auf, wenn s um die Verteilung der Macht geht.

Seh ich Gespenster? Hier der Gegenbeweis. Hier melden sich die letzten Aufrechten zu Wort.

50 Jahre KPD/ML – der revolutionäre Kampf geht weiter
Am 31. Dezember 1968 – genau 50 Jahre nach der Gründung der KPD – wurde in Hamburg die Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten, KPD/ML von den Genossen Ernst Aust, Klaus Schalldach, Werner Heuzeroth, Günter Ackermann, Ezra Gerhardt u. a. aus verschiedenen Regionen Deutschlands gegründet.
Diese Gründung war notwendig geworden, nachdem sich die KPD/DKP dem modernen Revisionismus Chruschtschows verschrieben hatte und eine innerparteiliche Diskussion in deren Organisationen durch die Zensur der DKP-Führung unmöglich geworden war.
Die Gründung der KPD/ML war in etwa zeitgleich mit dem Aufschwung der außerparlamentarischen Opposition (APO), auch 68er genannt.
Viele der jungen Genossen der APO, Studenten, Schüler und Lehrlinge erkannten im Laufe ihrer antiautoritären Praxis, daß um etwas zu erreichen,es eine Organisation braucht und die Wurzel aller Mißstände die Ökonomie, der Kapitalismus ist. Sie begeisterten sich an den jungen Roten Garden der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ in China und ihren Losungen „Rebellion ist berechtigt“ und „die Haupttendenz ist Revolution“.
Der KPD/ML gelang es damals viele dieser jungen Leute in der Partei, der Jugendorganisation Rote Garde und Umfeld zu organisieren.
Das hatte aber auch einige Nachteile und Schwächen, denn es kam viel Unreifes in die Organisation. viele Schwankungen und Spaltungen. Doch der Vorteil überwog. Man konnte innerhalb kurzer Zeit ein nationales Kadernetz aufbauen, ohne das viele Aktionen nicht möglich gewesen wären wie z.B. der Kieler Lehrlingsstreik, die Schlacht am Karlstor beim Antikriegstag 1972 zur Olympiade in München usw.
Auch in den Betrieben war die KPD/ML präsent. An allen größeren Betrieben wurden Betriebszeitungen herausgegeben. Streiks organisiert und Betriebszellen organisiert. Bei Betriebsratswahlen wurden viele RGO-Betriebsräte (z. B. BASF) gewählt.
Die Gründung der KPD/ML fiel jedoch nicht nur zeitgleich mit der neuen Jugendbewegung zusammen, sondern war auch die Zeit des auslaufenden „Wirtschaftswunders“. Die Arbeiterklasse erlebte in den 20 Jahren seit Gründung der BRD einen ständigen Wirtschaftsaufschwung. Die Arbeitszeiten wurden immer kürzer, der Urlaub immer länger, der Lohn immer mehr. Der Facharbeiter konnte sich ein Häuschen und ein Auto leisten. Reformen hatten damals noch einen positiven Klang und man strebte die 35-Stunden-Woche an.
Ältere werden sich erinnern. Jüngere dürfen die alten Zeitungen nachlesen. Seinerzeit klang das in der Parteipresse aber etwas anders. Da hörte es sich an, als lebten die Arbeiter nach wie vor im Elend des Manchesterkapitalismus.
Die Arbeiter erkannten die KPD/ML und andere kommunistischen Gruppen zwar als Vertretung und Opposition an, aber an Revolution dachte keiner, denn es ging ja immer nur aufwärts. Die Massenarbeitslosigkeit und die offenen Krisenzeichen entwickelten sich erst in den 80er und 90er Jahren unter Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder.
Dies frustrierte viele intellektuelle Kleinbürger in der KPD/ML und anderen ML-Organisationen, die „Haupttendenz ist Revolution“ als baldige Revolution in wenigen Jahren begriffen. Echte Revolutionäre dagegen haben einen langen Atem und rechnen mit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten.Wie viele Jahre Abstand gab es zwischen dem Bauernkrieg 1524 – 1525 und der Revolution 1948/49. der Novemberrevolution 1918 ?
Kommunisten denken in Jahrhunderten. Allerdings ist die eigene Lebenszeit etwas begrenzt um so lange auf das Paradies zu warten.
Alle diese Revolutionen kamen sprunghaft und unerwartet.
Diese ungeduldigen Kleinbürger suchten nun nach schnellem Erfolg in Ökologismus, Feminismus, Reformismus und Karrierismus. Mit der Methode des Personenkults wurde der Parteigründer Ernst Aust („Für Ernst Aust – Hoch die Faust!“) isoliert und man vereinigte sich hinterrücks mit den Trotzkisten der GIM für eine Gewerkschaftskarriere in der VSP und machte später Karriere in der PDS/Die Linke.
Die Rest-KPD/ML zerfiel weiter in größenwahnsinnigen Sektierertum einerseits und im neoliberalen „Regenbogen“-Mainstream der „bunten-weltoffenen Gesellschaft“ andererseits.
Nur wenige Genossen blieben bei der Stange.
Und die verfassen solche Erklärungen. ;-)))
Die weitere Entwicklung der kapitalistischen Welt bestätigte jedoch die Erkenntnisse des Marxisten-Leninismus. Zerfall der Nachkriegsordnung, der EU, weltweite Zunahme von Kriegen, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen selbst in den imperialistischen Monopolen, Verschuldung, Wohnungsmangel, Drogensucht, neuerdings sogar wieder Sinken der Lebenserwartung, weltweite Völkerwanderung. Zukunftsängste statt Fortschrittsglaube.
Die soziale Frage tritt wieder in den Vordergrund. Diesmal wird nicht eine Jugend- und Studentenrevolte den Ton angeben, sondern die Arbeiterklasse und vor allem die revolutionäre Arbeiterjugend werden die Hauptkraft im Klassenkampf sein und das ganze Volk gegen die bourgeoise Diktatur der Kapitalistenklasse führen. Dazu wird eine stählerne bolschewistische Partei gebraucht.
Was wär der Mensch ohne seine Träume?
Die Erfahrungen der KPD Ernst Thälmanns, der KPD/ML Ernst Austs und anderer Genossen werden in dem Wiedererstarken einer revolutionären kommunistischen Partei in Deutschland einfließen.



Montag, 23. November 2015

Plakate aus Nord Korea

Was wäre das Leben doch grau und düster ohne die bunten Propagandaposter aus Nordkorea. Plakatmaler in Nordkorea müßt man sein. Zumindest hätte man stets genug Farbe und Papier. Ob man von anderen auch genug hätte steht hier nicht zur Debatte und auch nicht, ob man als Plakatmaler nicht etwas ungesund lebt. Für den Fall das dir mal der Pinsel in Richtung Sarkasmus abrutscht oder jemand etwas falsch versteht. Nun ja, man kann eben nicht alles haben wollen. Gut, wollen möglicherweise schon, aber kriegen tut man s eher doch nicht.
Doch das soll hier nicht weiter stören, erfreuen wir uns an den farbenfrohen Werken der Plakatkunst die uns freundlicherweise auf der offiziellen Webseite zur Erbauung vorgestellt werden. Wo sonst geht es noch so heroisch zu, wo sonst wird der Alltag derart heldenhaft gemeistert? Und wo werden noch auf altbewährter Art die Frontstrategien auf der Landkarte eingezeichnet und bereits die Einheitsfeier graphisch dargestellt?
In einer Zeit der Posterproduktion aus dem Rechner mit Bildbearbeitung, stellt diese Plakatkunst noch solide Handwerk dar. Man muß schon Fan sein.
PS: Natürlich unterliegen auch Propagandaposter dem Copyright, im Falle einer Rezension ist eine Doku erlaubt.




Korea Posterwoche in Ponyville

Donnerstag, 31. Juli 2014

My little Gazapony Disaster

Hat der Gazakrieg mittlerweile sogar Ponyville erreicht? Es scheint so und ob Celestias Aufrufe zur Mäßigung die Lage beruhigen werden? Wir werden sehen. Stellvertreterkriege sind selten produktiv, denn das eigentliche Problem ist weit weg und kann schlecht vor Ort gelöst werden. Aber man könnte zynisch werden. Für etliche Zeitgenossen scheint der neue Gazakrieg ein Geschenk des Himmels. Wie das? Für ausgewiesene Dogmatiker und Vertreter festgefügter Welt und Feindbilder waren die vergangenen Jahre etwas ärgerlich. Der Aufstand in der arabischen Welt stellte die gewohnten Fronten infrage, die Menschen schienen für einen Moment begriffen zu haben, daß weder Israel das Problem ist, noch der Islam die Lösung aller Probleme bereithält. Man glaubte für einen kurzen Moment, ob Tunis, Libyen oder am Nil, die Menschen sind im 21. Jahrhundert angekommen. Der Bürgerkrieg in Syrien, der mit der Zeit immer ungenießbarer wurde machte die Parteinahme auch nicht gerade leichter. Und dann noch die Ukraine? Nun wurde es endgültig konfus. Nun blickte man ja gar nicht mehr durch, oder man griff zu alten Denkmuster zurück. Wer links ist, steht nun auf der Seite Russlands, weil sozialistisch? Schon lange nicht mehr. 
In dieser Zeit der Konfusion platzt auf einmal der Gazakrieg und schon kennt sich jeder wieder aus. Jeder hat eine Meinung und weiß, wo die Grenzen zwischen gut/böse verlaufen. Endlich stimmt das Weltbild wieder, auch das der Moslemfundamentalisten.
Das Jungvolk migrantischer Herkunft, das sich auf der Straße austobte, ist zwar nie in Gaza gewesen, und wenn man es ihnen anbieten würde, da hinziehen? Never. Aber hier lässt sich gut ne Hassdemo veranstalten und einige verblödete Linke, die mitmachen, lassen sich auch noch auftreiben. Und vor allem im Netz darf getobt werden. Man muß nicht lange nachdenken, alles was man schreibt, ist ja nicht neu und man konnte die entsprechenden Debatten bereits vor zehn oder fünfzehn Jahren lesen. Man muß nur die alten Argumente abrufen und alles ist wieder wie in alten Zeiten.
Und vor allem muß man nicht drüber nachdenken, mit wem man sich in eine Reihe stellt. Sollte man als Linker möglicherweise doch mal tun. Denn wo Fundamentalisten an der Macht sind, haben Linke wenig Nachsicht zu erwarten. 

Was nun folgt, scheint echt aus der Kiste Realsatire gegriffen.
Der Überrest, der unter dem Namen KPD/ML firmiert, hat uns was zum Thema mitzuteilen. Es liest sich wie eine Ergänzung zum Thema Realitätsverweigerung, den Beteiligten ist es freilich bierernst.

DEUTSCHE SEKTION
IN AKTION

SOLIDARITÄTS-
DEMONSTRATION FÜR DIE PALÄSTINENSISCHE REVOLUTION
IN AUGSBURG
Auch wir beteiligten uns gestern in Augsburg am Rathausplatz an der Kundgebung mit ca 1000 vorwiegend türkisch und palästinensischen Protestlern.


Ein Dorn im Auge waren die vielen türkischen Nationalflaggen. Wir dachten erst, das wär 'ne Kundgebung von türkischen Nationalisten und Antikommunisten, wollten erst umkehren, blieben aber dennoch bis zum Schluss. Ne palästinensische Fahne tragen ist in dem Kontext ok ,weil es sich um einen gerechten Befreiungskampf handelt. Man kann nicht den Zionismus bzw. Imperialismus des israelischen Staates bekämpfen, wenn man gleichzeitig den türkischen Imperialismus propagiert, denn beide werden vom US-Imperialismus gesponsert und kontrolliert, um weltimperialistischen Einfluss in der Nahost-Region zu kriegen.  ..............

Tia, da kann man sich zwar nicht aussuchen mit wem man demonstriert, aber man könnte konsequent sein und die Demo verlassen. Nicht daß die paar Pfeifen groß aufgefallen wären.

.............Auch sollte man Religion und Proteste/Klassenkämpfe von einander trennen. Es wurde zu viel "Alla Akbar" gerufen. Im Gaza und Westjordanland haben die Proleten keinen Bock, sich in den Himmel zu hungern. Auch ist die religiöse Ausrichtung ungeeignet für die Sensiblisisierung von Kollegen, Bekannten und andern Leuten, sich für diese Proteste und Klassenkämpfe zu begeistern. ....

Na schau mal an, das Alah u akbar Geschrei ist auch den Kommispinnern nicht entgangen. Kein Grund von diesem Pack Abstand zu halten? Offenbar nicht, dafür lässt sich was von Gazaproleten herbeihalluzinieren und worauf sie keinen Bock haben. Mal davon abgesehen, "kein Bock" ist auch etwas veraltet und wird nur von Pseudoprolos benutzt, die damit auf Prolet und Jugendsprache machen. Was nichts dran ändert, daß auch die KPD/ML weder die Prolos im Gaza gefragt hat, noch besonders viel über sie weiß.

Vom Protest kamen Rufe und Sprechchöre wie
"Kindermörder Israel, Israel Terrorist, free Palästine !! etc"

Da möchte man doch von Herzen mitgrölen.

.......Vom Protest aus gab es ein gemischtes Publikum. Es waren nicht alles reaktionäre, nationale oder religiöse Leute , sondern auch normale, die sich über die aktuellen Massaker einfach empörten.  Wir waren vielleicht die einzigen solidarischen Deutschen dort, der Rest Türken und Palästinenser etc ..........

Die einzigen deutschen antiimperialistischen Mitstreiter? Na da könnt ihr aber stolz auf euch sein.

Es bleibt aber festzuhalten, daß es eine gute Veranstaltung war, weil viele auf die Straße gegangen sind.


Na das sind ja ganz neue Maßstäbe für eine gute Veranstaltung. Etwa von der Art, Leut esst mehr Scheiße, Millionen Fliegen können nicht irren.

Spartakusfahne mit Hammer, Sichel und Gewehr war auch präsent, begleitete nicht nur die Proteste, sondern legte Wert auf die (welt)proletarische Ausrichtung in den Befreiungsbewegungen allgemein, insbesondere dem Befreiungskampf in Palästina

Damit sind wir der Weltrevolution einen großen Schritt nähergekommen und wer dran zweifelt, ist ein imperialistisches Zionistenschwein. Ähm, wie war das nochmal mit der Realitätsverweigerung?

Abschließend noch die übliche Parolensammlung

Es lebe der heldenhafte Befreiungskrieg des palästinensischen Volkes!

Brecht den blutdürstigen zionistisch-faschistischen Kriegsverbrechern und Völkermördern das Genick!

Erst ein vom Imperialismus befreiter, sozialistischer Naher Osten wird ein Naher Osten des Friedens sein!

Greift zu den revolutionären Waffen und vertreibt die Feinde des palästinensischen Volkes!

Es lebe der proletarische Internationalismus und die revolutionäre anti-imperialistische Weltfront im Kampf für ein freies, unabhängiges und sozialistisches Palästina!

Es lebe die sozialistische Weltrevolution!

Es lebe Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha!

Montag, 5. Mai 2014

Krim Possible

Das ist ja fast so wie 79 als sich China und Vietnam prügelten. Na gut, das waren zwei sozialistische Staaten. Diesmal haben beide Seiten mit Sozialismus schon lange nichts mehr zu tun. Also kein Grund für die rumreiche KPM hier zu intervenieren. Oder doch? Krim Sekt? Ist das ein Argument? Für Krimsektierer allemal. Aber was hat die KPM mit der Ukraine zu tun? Wenn sich die ruhmreiche DKP da einmischen will, na deren Problem. Und wenn die noch ruhmreichere Linke meint auch was dazu vermelden zu müssen, ok sei ihnen unbenommen. Der Krimsekt ist freilich ein unschlagbares Argument, da bleibt auch die zweite Vorsitzende KP nicht trocken. War der gut? *fg* Notfalls holt sie sich noch Krimhilde zu Hilfe. Echt jetzt? Nein, so tief muß auch die KPM nicht sinken, aus dem Krim Sekt durch den Putin uns zieht, auch noch zu trinken.

Sonntag, 5. Januar 2014

AK - 47



Die AK 47 ist aus der Geschichte der Linken nicht wegzudenken. Sie hat Kultstatus und diente als Vorlage zahlreicher Plakate oder als Bestandteil der Vereinsgraphik vieler Gruppen. Freilich hatte kaum jemand von den Linken je eine AK besessen, geschweige sie benutzt. Trotzdem ist sie als Ikonographie Teil linker Alltagsgeschichte geworden, vor allem durch die typische Biegung des Kurvenmagazins. Sicher ist diese Waffe nicht nur in antikolonialen Unabhängigkeitskämpfen oder von Befreiungsbewegungen gebraucht worden, ebenso von Organisationen denen es allenfalls um Rohstoffkontrolle und Geld geht und die ohne Bedenken Kindersoldaten einsetzen, da die AK bereits von Kindern bedient werden kann. Gefragt ist diese Waffe ebenso bei reaktionären Islamisten, soll auch nicht verschwiegen werden. Eine Waffe ist eben nur ein Werkzeug und weder links noch rechts.
Sogar in die Welt der Writer hat sie es geschafft. Eine Crew nennt sich AK 47, was in dem Fall für Art Crime steht.
Der Tod des Konstrukteurs Michail Kalaschnikow ist daher auch für die KPM ein Anlass für eine Gedenkmarke.

Montag, 29. Juli 2013

Schild und Schwert der Partei

Graphisch betrachtet sollte die Plakatproduktion der KPM der Neuzeit entsprechen, doch sie darf auch traditionelle Elemente enthalten. Die Auseinandersetzungen zu dieser Frage sind oft etwas schwierig doch in diesem Fall reichte eine Sitzung bei der auch zwei Jägermeister geopfert wurden bis die zweite Vorsitzende von dieser Idee überzeugt war. Eigentlich hat es KP nicht so mit Waffen. Schon klar, die Waffe der Kritik kann nicht die Kritik der Waffen ersetzen, oder war es umgekehrt?
Notfalls verlässt sie sich auf einen gutgezielten Tritt und ihre Handkante, hat im Notfall noch immer geholfen. Ok, das war jetzt gelogen, gegen die erste Vorsitzende hilft das nicht immer, besonders wenn sie meint, die schlagfertigeren Argumente zu besitzen.
Aber wie gesagt, KP hat es nicht so mit Waffen und schon gar nicht mit archaischen Waffen aus dem finstersten Mittelalter. Doch was tut man nicht alles für eine gelungene Werbung. Und in der Tat, in der Auseinandersetzung mit Bonnies AA und Brig Flag diesen Halbalphabeten hat sich KP stets als Schild und Schwert der Partei erwiesen, oder gelegentlich auch als Schwert und Schild der Partei und dies sollte auch hier seinen graphischen Ausdruck finden.
Auch KP ist der Spruch, von der Feder die mächtiger als das Schwert sein soll, vertraut. Davon hat die erste Vorsitzende auch schon mal gehört und eine eindeutige Meinung. Wer das ernst nimmt, soll zum Beweis mit der Feder gegen ihre Spitzhacke antreten. Dann wäre es aber mal ganz schnell vorbei mit solchen konterrevolutionären Sprüchen. Bekanntlich kommt die politische Macht nicht aus der Feder, sondern aus den Gewehrläufen. Ok, der Autor dieses Satzes hatte es selbst mehr mit der Feder als mit dem Gewehrlauf bzw. ließ das mit dem Gewehrlauf andere erledigen. Doch ganz so dogmatisch sieht die erste Vorsitzende das nicht, zumal sie auf der Höhe der Zeit ist und heute kommt die Macht nicht unbedingt aus den Gewehrlauf sondern aus Rechneranschluß und Glasfaserlauf. Nun ja, für eine Neuauflage lässt sich ja der Gedanke abspeichern, wir ersetzen die Feder gegen die Tastatur. Strg und Alt sind mächtiger als das Schwert? Das wollen wir doch mal sehen. Alt Grrrrr sag ich da nur. Doch der Gedanke ist ausbaufähig, der Schild taugt schon mal als Metaper für den Firewall und das Schwert ersetzen wir gegen den USB? Ok, daran arbeiten wir noch.
Trotzdem, KP mit Feder und Schild? Wie würde denn das aussehen und die erste Vorsitzende als Feder und Schild der Partei? Das könnt Bonnie so passen, das wär für ihr AA - Info ein gefundenes Fressen.
Shego ist jedenfalls der festen Überzeugung, das die Spitzhacke mächtiger als die Feder ist, Stalin war ebenfalls dieser Ansicht und meinte, man müsse es Trotzki notfalls einhämmern. Irgendwer muß diese Aussage etwas falsch verstanden haben, das war nun wirklich nicht Stalins Schuld.
Doch zurück zur Plakatgestaltung, die folgt stets historischen Traditionslinien und auch der ersten Vorsitzenden ist der Leitsatz der Stasi (RIP) noch geläufig. Wenn schon die Stasi nicht mehr zu retten ist, dann doch wenigstens ihr plakativer Spruch und der passt hervorragend für die KPM. Die Message dieser Graphik ist auch klar verständlich. Wer glaubt seine Feder sei mächtiger als das Schwert, nur zu. Versuch mal mit der Feder an dieser Furie vorbeizukommen.

Sonntag, 28. Juli 2013

Parteiplakat

Aktionseinheit

Leicht war es nicht und viele haben nicht geglaubt, das es gelingen würde, aber die Aktionseinheit zwischen KPM und AAM steht. Das dem schwierige Verhandlungen vorausgingen, dies kann sich jeder vorstellen, der die Trinkfestigkeit der zweiten Vorsitzenden kennt und bekanntlich muß sich Bonnie nicht dahinter verstecken. Da hält die erste Vorsitzende noch allemal mit und wenn sie gelegentlich mal ausrastet, dann wundert sich der Insider schon, das die Verhandlungen erfolgreich verliefen und sogar Bonnie noch fototauglich auf s Bild kam, man hatte schon anderes befürchtet. Vor allem sie selbst hatte Bedenken und das nicht zu Unrecht. Doch nachdem sie die Verhandlungen halbwegs unbeschadet überlebt hatte, dachte sie, das Fotoshooting mit der ersten Vorsitzenden wird auch noch zu schaffen sein. Doch ganz so easy ging das nicht über die Bühne, Bonnie stellte der ersten Vorsitzenden schwierige Bedingungen. Wir wollen deine Hände sehen. Das war nun wirklich respektlos, doch da man schon so weit gekommen war, es sollte nicht an Bonnies Paranoia scheitern. Nun haben wir also alle Beteiligte friedlich vereint auf dem Plakat zur Aktionseinheit vorliegen und das ist doch schon mal ein vielversprechender Anfang.
Vereint geht eben vieles leichter, doch wollen wir es mal nicht übertreiben. Mit etlichen Vorstellungen kann sich Bonnie nicht so recht anfreunden, auch wenn die zweite Vorsitzende entschärfend meint, vieles davon ist nicht ganz so ernst gemeint. Das würde Bonnie der zweiten Vorsitzenden sogar abkaufen, nicht aber der ersten Vorsitzenden, von der sie meint, der trau ich alles zu aber ich trau ihr nicht überm Weg.


Freitag, 26. Juli 2013

Graphikgestaltung

Frauen im revolutionären Kampf, das ist stets ein bedeutendes Propagandamotiv in der revolutionären Bewegung und daher auch für die KPM von Bedeutung. Hat ja seine Tradition in der Kunstgeschichte, man erinnere sich an das Leinwandpic, das die französischen Revolution in einem Bild komprimiert: "Die Freiheit führt das Volk an." Hier war Marianne noch zivil gewandet. Genau genommen nicht die französische Revolution, kann aber auch so gesehen werden. Tatsächlich geht es um die Julirevolution von 1830. Zwar haben wir einiges aus der Geschichte vorliegen, aber Frau in Uniform, das kommt nicht gerade ästhetisch rüber. Und wenn man da etwas nachhilft, dann haben diese Pics mit der Realität nur noch wenig zu tun.
Bereits das Leinwandbild hatte war eine Allegorie und hatte nie den Anspruch ein Bilddokument darstellen zu wollen, selbst wenn es so eine Szene durchaus gegeben haben könnte.
Man erinnert sich an das Covergirl der Palästinenser, das waren noch säkulare Zeiten. Heute würden die Islamisten ausrasten, das steht unter Unzuchtsverdacht. Solche Plakate wird es bei denen nicht geben, allenfalls bei ihren Gegnern und da tragen die Frauen eher Protestplakat als Waffe. Bekanntlich waren sogar die revolutionären Frauengraphiken aus Nordvietnam nicht gerade der Burner. Eigentlich sah man ja nur die traditionell gekleideten Landfrauen mit Gewehr, so etwa auf den Briefmarken der DDR.
Seltsam genug, da mußte erst die gute alte Jane Fonda nachhelfen und sich an die Flag setzen. Noch Jahrzehnte später bekam sie als Hanoi Jane die Fänge für. Schließlich wurde mit dieser Waffe auf amerikanische Bomber geschossen. Das ist anzunehmen, allerdings nicht zum Zeitpunkt dieser gestellten Aufnahmen da gab es sicher keinen Luftangriff. Zudem hätte die gute Hanoi Jane nicht mal gewußt wie man das Teil abfeuert und ob sie überhaupt geladen war. Also, ein rein gestelltes Propagandapic und darüber regen sich die Leut noch Jahre nach Kriegsende auf? Daran erkennt man die Macht der Bilder und ein solches Medium kann auch die KPM nicht unbeachtet lassen, auch linke Propaganda kann nicht auf Schlüsselgraphiken verzichten, das ist wie in der Werbung. Sex sells, wie es ja immer heißt. Doch warum ist das für die KPM ein Thema? Die Parteivorsitzenden mit Gewehr, das ist nicht unbedingt die Botschaft die man rüberbringen will. Wir sind die KPM und nicht die Waffenlobby. Das geht in Europa noch durch, in Middleton könnte diese Symbolik falsch verstanden werden.
Nein wirklich, ein Plakat mit ner AK 47 würde hier weniger als Propaganda für den bewaffneten Kampf verstanden, die Leut würden sich das Plakat zwar durchaus mit Interesse ansehen, aber eher nach der Adresse des Waffengeschäfts suchen, da sie auf ein günstiges Angebot automatischer Knarren hoffen. Das versuchte die erste Vorsitzende bei ihren Europatrip den Genossen klarzumachen. Es gibt eben nen unterschiedlichen Background vor dem die gleiche Graphik völlig unterschiedliche Botschaften transportieren kann. Das nur so als Einschub.
Übrigends, wenn wir schon dabei sind, zumindest die Parteisymbolik der ersten Vorsitzenden mit Spitzhacke ist innerhalb der Kommiwelt allgemeinverständlich, besonders für Trotzkisten stellt dies eine unmißverständliche Botschaft dar. Ist doch nett, das wir uns innerhalb der Kommiwelt wenigstens darauf einigen konnten, und das sogar ohne lange Verhandlungen.

Tia, die erste Vorsitzende hat eben viel mit Lara Croft gemeinsam. Doch die könnte die zweite Vorsitzende auch noch darstellen. Die ist doch die klassische Ikone der Popkultur. Aber Croft auf dem Maiplakat? Muß nicht sein, lassen wir die besser in Kambodscha nach Knochen suchen. Ähm, das war jetzt mehr als taktlos. Zumal sie da zwar nicht nach Knochen suchte, aber tatsächlich über Knochen hätte stolpern

können. Da war die Fiktion mal etwas zu nah an der Realität.
Zurück zu der Frau im Kampf. Die Plakatgraphiken von den angeblichen Kämpferinnen sind ohnehin zumeist gestellt, wenn es sich um Fotos handelt oder als Graphik geht der Erotikfaktor gegen minus 10. Da hat die KPM zwei authentische Frauen zu bieten. Zudem kommt die erste Vorsitzend mit notorischer Spitzhacke bereits martialisch genug rüber, da belässt es die zweite Vorsitzende doch eher bei der Fahne oder lässt sich relaxt im Keller der Parteizentrale ablichten.
Natürlich hat wieder Bonnie was zu meckern, von wegen was wir treiben, sei blanker Sexismus. Aber echt jetzt, die hats gerade nötig. Die AA mit ihren bürgerlichen Feminismustheorien und notorischen Sexismusgejammer. Jetzt bekommt die KPM die Fänge? An die Fundamentalisten traut sie sich nicht ran, da wären eher die Adressaten für Frauenunterdrückung. Ne, das ist ja ne fremde Kultur, denen kann man nicht neokolonialistisch westliche Werte aufzwingen. Das wissen wir besser, Bonnie glaubt selbst nicht an diesen Unfug und beim Urlaub im Gaza wird man sie sicher nicht erwischen. Davon abgesehen, die alten Parteiplakate mit Frauenbilder aus der Jahrhundertwende, das ist ja doch etwas zu retro, damit lockst heut keinen User mehr vom Rechner auf die Straße.
Aber wenn schon sexistische Plakate, KP hat Bonnie angeboten, sie darf auf das aktuelle KPM Plakat, gemeinsam mit KP und Shego. Aber echt nicht, Shego hinter meinen Rücken? Dieser Furie trau ich nicht weiter als n Molliwurf.

Freitag, 28. Juni 2013

Revolutionäre Plakatgestaltung

Die erste Vorsitzende beim Durchforsten des Parteiarchivs. Ein Ort des Grauens, aber echt jetzt. Was sich da an Politmüll angesammelt hat. Das mag sicher seinen historischen Wert haben, ist aber für die aktuelle Parteiarbeit kaum zu verwenden und schon gar nicht im Webauftritt. Damit kommt man nicht gegen Bonnies AA an. Das reicht allenfalls für Lachanfälle. In der Partei liest auch keiner Weekly Wonder? Ok, ist denen zu bürgerlich reaktionär? Schon möglich, doch genau da findet sich das Frauenbild des 21. Jahrhunderts und man muß die Leut da abholen wo sie stehen. Mit Plakaten wie hier könnt man meinen, die Partei hat freie Stellen für Putzfrauen zu vergeben. Das muß anders werden, wenn wir die Frauen nicht alle der AA überlassen wollen.  Meine Fresse, Kommunisten können sowas von Gestern sein. Nichts gegen Nostalgie, aber wenn wir nur in der Vergangenheit leben, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie alle Bonnie hinterherrennen, da kann auch der JV nicht viel ausrichten. Besonders mit dem undisziplinierten Vorsitzenden. Trotzdem ist ja nicht alles schlecht. KP hat sich ebenfalls über den Nachlass hergemacht und Bonnie von der AA konnt dem sogar was abgewinnen. Auf der Suche nacu Bildmaterial für die AA News kam das gerade recht. Als ironische Gestaltung lässt sich die alte Parteigraphik doch voll wiederverwerten. über diese Form der Kooperation zwischen der traditionsstalinistischen KPM und den wurzellosen Elementen von der AA kann man sich echt wundern, na gelegentlich kommt es schon zu seltsamen Konstellationen. Das ausgerechnet Bonnies Schwarzer Block voll auf die alte Parteipropaganda abfährt, also bei Shego und KP will da nicht so recht die große Freude aufkommen. 
Aber dafür hat sich die KPM entschlossen, dieses durchaus bedeutsame Ereignis mit einer Gedenkmarke zu würdigen. Möglicherweise ist es ja ein Schritt in die richtige Richtung. Aber nur möglicherweise.



Donnerstag, 27. Juni 2013

Perestroika

KPM Ausgabe
Die Perestroika war fraglos eine der einschneidesten Veränderungen im Ostblock und dazu erschien in der UDSSR 1988 eine Gedenkmarke, noch voll im Style des sozialistischen Briefmarkenrealismus. Graphisch wird die sozialistische Arbeit vorgestellt, an die offiziell noch geglaubt wurde. Was mit Glasnost und Perestroika begann, wurde alsbald zur gravierenden Veränderung die weder Warschauer Pakt noch Sozialismus unbeschadet überstanden. Danach war die Welt nicht mehr die gleiche wie vorher. Die KPM wurde seinerzeit wie alle anderen Parteien, voll kalt erwischt. Das war so nicht vorgesehen und dazu mußte irgendwie Stellung genommen werden. Zu der Zeit waren weder KP noch Shego in der KP. Daher lässt sich nur aus alten Parteiunterlagen und Veröffentlichungen die Konfussion dieser Zeit rekonstruieren. Die damals beteiligten Altgenossen haben dazu nicht allzuviel zu sagen, zumeist herrscht großes Schweigen. Etliche scheinen noch heute traumatisiert. Soviel lässt sich aber feststellen. Damals drohte eine Spaltung, einige wollten den Verein reformieren nach der Vorlage des großen Bruders. Andere sahen darin Revisionismus und Verrat und verschanzten sich hinter den Dogmen, die sie mit Klauen und Zähnen verteidigten. Wenn schon die SU den Bach runtergeht, dann brauchen wenigstens wir erst recht eine ideologisch reine Kommunistenpartei, soweit die Fraktion der Betonköpp. Moderate Mitglieder setzten auf Veränderung und Öffnung, der einzige Weg, die Partei vor dem Absturz in Sektierertum und Bedeutungslosigkeit zu retten. Sie verwiesen, nicht zu Unrecht, auf die westdeutsche Bruderpartei, die zwar eine Spaltung vermeiden konnte, dafür verließen die moderaten Genossen den reformunwilligen Verein und zurück blieben nur die Sektierer und Dogmatiker.
Wenigstens blieb der Name, im Gegenbsatz zu etlichen Parteien, die den Namen wechselten, sah die KPM dazu keinen Anlass. Die Dogmatiker verschanzten sich hinter der These, das kommt davon, wenn man Revisionismus und kleinbürgerliches Denken nicht entschlossen bekämpft. Einige wagten das vorher Undenkbare auszusprechen. Diese ganze Veranstaltung konnte ja nur scheitern, weil die theoretischen Vorgaben nicht von normalen Menschen mit normalen Bedürfnissen und all ihren Fehlern und Macken, auszuführen waren. Heraus kam ein Zwangssystem das mit einer befreiten Gesellschaft nur noch wenig zu tun hatte und Zwangssysteme brechen eben irgendwann zusammen. Früher wären solche Utopisten und Anarchisten achtkantig aus der Partei geflogen, diesmal gingen sie freiwillig.
Einige ihrer Ketzergedanken scheinen heute bei Bonnies AA eine neue Heimat gefunden zu haben, die beteilgten Genossen selbst, sind mittlerweile zu alt für Bonnies AA und ihre Kindergartenautonomen und liefern allenfalls den ideologischen Background.
Eine Folge der Ereignisse von 1988/89 scheint der gestiegene Alkoholverbrauch der Genossen zu sein. In den Zeitungsveröffentlichungen findet sich zwar kein entsprechender Hinweis, in internen Unterlagen dagegen schon eher. Von dezenten Verweisen und Ermahnungen an einzelne Genossen und Genossinnen ist in Sitzungsprotokollen zu lesen. In diesen Protokollen scheinen ab und an sogar Satzbau und Rechtschreibung gelitten zu haben. Da finden sich Einträge der Art, Genosse P, reiß dich zusammen. Oder, die letzten Ausführungen der Genossin W waren akustisch nicht mehr verständlich. Frage des Genossen N; weshalb soll Wodka proletarisch sein, Jägermeister dagegen kleinbürgerlich? Hat jemand darauf eine Antwort? Hinweis des Gruppenleiters zur allgemeínen Kenntnisnahme; Genossen, das Klo vollzukotzen ist konterrevolutionär und kleinbürgerlich.
Der Einwurf von Genosse F; bei Stalin hätte es sowas nicht gegeben und er verlange, das diese tollwütigen Hunde sofort erschossen werden, löste peinliches Schweigen aus. Zu heftigen Widerspruch führte die Aussage des Ortsvorsitzenden G; Lenin würde sich im Grabe umdrehen. Wenn er eines hätte, er hat aber kein Grab und wenn er sich umdrehen würde, dann gäbe es vor dem Glaskasten genug Zeugen. Der Klage der Genossin F; das wirft die kommunistische Bewegung in die Zeit Trotzkis zurück, folgte die Frage, vor dem Eispickel oder unmittelbar danach?
Das war der Anlass, Sichel gegen Eispickel auszutauschen. Das schien für etliche Genossen der Rettungsanker. Die Trotzkisten waren es gewesen. Hätte man die Trotzkisten konsequent vernichtet, wäre das alles nicht passiert. Kaum jemand nahm solche Verschwörungsgeschichten ernst, aber es half den Frust irgendwohin abzuleiten.
Nach einiger Zeit beruhigte sich die Lage wieder, der politische Alltag zwang die Partei (bzw. was davon noch übrig war) sich den neuen Verhältnissen anzupassen und die Ideologie nicht ganz so eng zu sehen. Etwas flexibel mußte man sich schon geben. Vor allem, als die Partei das Internet entdeckte und sich am Seitenbau abmühte und schnell feststellte, mit den alten Gewohnheiten von Parteiinternen Infos und gefilterten und abgesegneten Infos fürs Parteivolk plus der ganzen konspirativen Scheiße, kommt man in dieser Welt nicht mehr weit. Besonders mit der Altdogmatik, mit der man einfach nicht mehr ernstgenommen wird, kein Wunder, in einer Welt in der jeder widersprechen kann und in der man nicht so einfach wie in der Druckwelt zensieren kann.
Wenn jeder grad so veröffentlichen kann und der kleine Blog eines Exgenossen mit Insiderwissen nur einen Klick von der Parteizeitung entfernt ist, dann könnnen Einzelgenossen oft mehr bewirken als die Partei selbst.
Das war die Zeit, in der Shego und einige Jahre danach KP und Ron in die Partei kamen. Rechtzeitig für einen Generationenwechsel und die KPM ins 21. Jahrhundert zu führen.
Mit dieser Trotzkistenstory hat Shego eigentlich nichts zu tun und so dumm um daran zu glauben, kann sie gar nicht sein. Ist sie auch nicht, es ist nur ihre Neigung zu maßloser Gewalt und notorischen Ausrastern, der hier einen willkommenne Vorwand gefunden hat und besonders KP und Ron bekommen regelmäßig den Segen ab.
Das wirft die Frage auf, wie ist Shego eigentlich in die KPM geraten? Ganz so naheliegend scheint das ja nicht zu sein. Nun die Geschichte der KPM muß erst noch geschrieben werden. Da liegt vieles noch im Verborgenen.
Eine Spätfolge zeigt sich bis heute in der KPM. Das was die erste Vorsitzende als proletarische Trinkfestigkeit bezeichnet und anlässlich der Umbrüche vor 25 Jahren hat die Partei nun eine Gedenkmarke herausgebracht. Historisch nicht ganz authentisch, KP war 1988 weder in der Partei noch auf der Welt. Dafür zeigt der Entwurf KP in alltäglicher Erscheinung bei der Parteileitung und so dürfte es auch 90 in der Zentrale zugegangen sein. In einer weiteren Ausgabe darf freilich die erste Vorsitzende nicht fehlen und wenn schon, dann selbstverständlich mit Spitzhacke.

KPM Ausgabe

Originalvorlage

Mittwoch, 26. Juni 2013

Plakatgestaltung

Die KPM hat in aller Welt ihre Bruderparteien und der Begriff trifft es. Geschwister kann man sich im Gegensatz zu Freunden ja nicht aussuchen. Diese senden als Freundschaftsbekundung stets der Partei ihre neusten Poster zur aktuellen Lage. Besonders die Genossen Nord Koreas sind da erstaunlich kreativ und dummerweise haben ihre Poster zumeist die USA zum Inhalt. Nun befindet sich Middleton auch in den USA, sollte man mal meinen. Manche würden auch meinen, die USA befinden sich in Middleton. Doch geanau damit hat die KPM als Kommipartei der USA ein Problem. Man scheißt nicht das eigene Nest zu. Zumindest wollen wir es nicht übertreiben. Eine Plakatgraphik, die etwas zu sehr an den 9.11. erinnert, das ist einfach inakzeptabel. Das könnt eher zu Bonnies AA passen, doch nicht mal die würden sowas an die Wand pappen. Nicht in Tri City. Damit wär auch die AA unten durch. Ja klar, die ganze Welt hasst die Staaten, doch nicht alles was an Propagandagraphik produziert wird, ist für den heimischen Gebrauch geeignet. Mit solchen Klopapier können sie von mir aus die Wände in Teheran oder Kreuzberg tapezieren. Aber nicht in Middleton und schon gar nicht in unserer Zentrale. Darüber müssen wir mal Klartext reden. Schon gut, es ist nicht Aufgabe der KPM, die Politik der USA zu verkaufen, im Gegenteil. Nur mit Hasspropaganda, die nicht nur von links kommt, sondern auch zu Islamisten passen würde, hat die KPM nichts zu tun. Ist doch nicht unser Niveau. Aber echt jetzt. Klar, Graphik reduziert und der Plakatinhalt muß in wenigen Sekunden zu erfassen sein. Altbekannte Binsenweisheit über Plakatgestaltung. Daher muß man komplexe Zusammenhänge auf eine kleine Fläche zusammenfassen können. Deswegen muß der Inhalt trotzdem nicht nach Primitivcomic für Idioten aussehen. Ok, das Sowjetplakat hat geanu das zum Inhalt. Sicher, es gab viele Analphabethen in Russland und dies hatten auch die Graphiker zu berücksichtigen. Jenau, die Dollarschlange mal wieder. Nicht zufällig die Schlange, dabei habens doch Kommis nicht so mit Adam & Eva, doch die greifen auch mal gern auf Klischees zurück. Als wenn der Dollar für den Kapitalismus verantwortlich wäre, über derart primitives Denken könnt KP an die Decke gehen. Sicher, auf Demos trägt man keine Buchseiten sondern Transpis, auf denen kurze Losungen stehen und der Plakataufruf darf auch nicht mit Text überladen sein, niemand liest Plakate auf der Straße. Der Zwang zur Reduktion darf aber nicht zur Verfälschung komplexer Zusammenhänge führen. Sonst sind wir wieder bei der Suche nach einfachen Lösungen und nach einer Zielgruppe die an allem Übel schuld sein soll. Für etliche fragwürdige Elemente weltweit sind das natürlich die USA und das kann eine Partei Middletons nicht unterstützen. Denn wenn wieder was in ein Hochhaus kracht, dann bekommt unsere Partei den Segen ab. Etwa in der Art, seid ihr jetzt zufrieden? Habt ihr das gewollt? Und die AA hält sich wieder fein raus, wir haben doch nichts mit diesen Islamfaschisten zu tun. Nein, haben sie nicht, dafür hatten sie oft genug ebenfalls die Klischeebilder vom US Imperialismus verwendet, wenn es grad passte. Da wäre beizeiten eine Grundsatzdebatte fällig.