Rassismus: Google Chrome streicht Begriffe wie "Blacklist" und "Whitelist"
Die aktuelle Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt, die längst über die USA hinausgeht, hat auch zahlreiche IT-Firmen dazu gebracht, Stellung zu beziehen.
……. Bei Google nutzt man diesen Anlass jetzt aber auch, um seit langem benutzte Begrifflichkeiten zu hinterfragen.
So steht es im Standard zu lesen. Der Sprachkrieg um Begriffe, der bislang eher die linke Szene beschäftigte scheint Mainstreamfähig geworden zu sein. Nach den Massenprotesten nach dem Tod eines Schwarzen (darf man ja gar nicht mehr schreiben) oder PC ausgedrückt, eines Afroamerikaners (sind die Weißen neuerdings Euroamerikaner und was wären dann die Indianer? Rothautamerikaner?) scheinen die Internetanbieter vom Aktionismus gepackt und der ist selten ein guter Ratgeber.
Die Entwickler des Chrome-Browsers wollen künftig auf die Verwendung von Begriffen wie "Blacklist" oder "Whitelist" verzichten. Eine entsprechende Änderung zur Umbenennung interner Begrifflichkeiten wurde vor kurzem in den Quellcode von Chrome aufgenommen, ……. Die Argumentation der Entwickler ist dabei simpel: Die Art, wie diese Begriffe hier genutzt werden, reproduziere rassistische Stereotype.
…… Statt den bisherigen Begriffen sollen nun die Bezeichnungen "Blocklist" und "Allowlist" zum Einsatz kommen.
Da haben wir aber Glück, daß der Begriff Chrome nicht auch eine Minderheit bezeichnet. Wär ja schade um den Browser. ;-)) Nun in dem Fall kann man das mit blockierte Liste und erlaubter Liste übersetzen. Klingt in deutscher Sprache etwas sperrig. Man ist eben den Begriff Blacklist gewohnt. Ist schon fast zum Gastwort aufgestiegen. Blacklist wird mit einigen assoziiert und auch mit Menschen die auf eines solchen Liste stehen, was für die Betreffenden meist recht ungesund enden konnte. Sind es nur Handelswaren, dann mag's ja noch angehen. Da geht es eher um Warenboykott. Doch mit Neger!!! ähm sorry, mit Schwarzen!! also bitte, mit Afroamerikaner, hm besser so? Nun halt mit dunkelhäutigen Menschen aus Afrika, wird der Begriff Blacklist nicht in Verbindung gebracht. Was nun? Wem soll dieser Sprachkrieg helfen? Vermutlich den mehrheitlich weißen IT-lern die damit demonstrieren wollen, wir sind doch auch …. oder den Konzernen, die sich als fortschrittlich und integer darstellen, aber letztlich wollen sie doch nur Profit machen. Ja, auch der Kapitalismus kann fortschrittlich sein, wenn s sich auszahlt. Muß man daher nicht überbewerten.
Für die Kommentarspalten ist dies natürlich ein gefundenes Fressen. Nicht zu Unrecht. Und wenn es in dem Fall um das Schwarze geht, dann sollte man grad nach den Verteidiger des Schwarzen Meeres rufen und fragen was dann aus dem Kleinen Schwarzen wird, oder was aus Begriffen wie Schwarzes Loch oder Schwarzer Strahler werden soll. Müssen jetzt die Physikbücher geschwärzt (sic) werden?
Immer wenn es um sprachliche Begriffe geht, stellt sich die Frage, wird die Welt besser, wenn wir gesellschaftliche No Go‘s nicht mehr benennen?
Es gibt keine Rassen. Es gibt Bestrebungen den Begriff zu ächten. Kann man zwar machen, gibt es dann keinen Rassismus mehr? Entdeckt der Osten dann auf einmal seine Zuneigung für dunkelhäutige Einwanderer? Sind dann in Sachsen, künftig alle aus dem tiefsten Afrika willkommen?
Wenn sich Probleme so einfach aus der Welt schaffen ließen.
Dabei geht es genau genommen um Menschenrassen. Gegen Rassenpferde und Rassenkatzen hat bisher niemand was einzuwenden. Noch nicht, aber wer weiß? Wann wird die erste Katzenrassenschau verboten? Gibt es noch einen Wikieintrag über Hunderassen? Ja, man sieht, es artet schnell in Realsatire aus.
Kein Wort mehr über Plastikmüll und er verschwindet aus den Weltmeeren. Verbieten wir das Wort Armut, dann ist niemand mehr arm.
Versuche dieser Art gibt es nicht nur seitens der PC Anhänger und der Szenelinken, von staatlicher Seite ebenso.
(Das PC eigentlich als Kampfbegriff der Rechten in den USA benutzt wurde ist nicht der Punkt. Längst ist der Begriff zu einem Code für eine Szene geworden, die nicht mehr daran glaubt die Verhältnisse grundlegend ändern zu können, aber umso fanatischer darum kämpft, wie darüber gesprochen werden darf.)
Der Begriff Arbeitslose wurde gegen Jobsuchende ersetzt. Seither ist niemand mehr arbeitslos ;-))) und es gibt auch keine Arbeitsämter mehr. Das sind seit geraumer Zeit Jobcenter. Klingt auch viel moderner und sprachlich nicht mehr so nach verstaubtem Amtsdeutsch. Da geht man doch gern hin, weil da wird dir geholfen.
Nun schon lange davor wurde der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer eingeführt. Fabrikherr hat so den Klang von Kapitalismus und Ausbeutung. Arbeitgeber hört sich so nach Oberhirte an, der sich um seine Herde sorgt.
Und im aktuellem Fall, wenn wir die Blacklist abschaffen, dann ist den Schwarzen in den USA ungemein geholfen.
Doch wenn man das mal umdreht. Selbst bin ich ja nach diesen Kategorien weiß. Bin ich? Dazu brauch ich nicht erst den Spiegel, ein Blick auf die Hände reicht. Was ich da zu sehen bekomme lässt sich farblich gesehen vielfältig bezeichnen, nur eben nicht als weiß. Zumeist macht sich der weiße Mann (sic) nicht so viele Gedanken, wenn er so bezeichnet wird. Man fühlt sich nicht etwa rassistisch diskriminiert. Weiß ist ein Oberbegriff mit dem Europäer plus die ausgewanderte Nachkommenschaft bezeichnet werden. Lässt man sich keine grauen Haare davon wachsen, davon nicht. Ach ja, die Weißen sind ja nicht diskriminiert. Sie sind ja die Unterdrücker. Mal davon abgesehen, das die Mehrheit der Weißen nicht soviel zu bestimmen hat und Schwarze auch keine Engel sind, man darf hier an die Frauenverachtung in den Gettos erinnern oder an die Zustände in Afrika.
Doch das sollte man nicht auf linken Portalen schreiben. Da soll die Welt schwarz/weiß sein. Genau, black and white. Da gut dort böse. Differenzen sind unerwünscht. Und die Bösen, das sind die alten weißen europäisch amerikanischen Männer. Männer wohlgemerkt, Frauen ausgenommen. Ja die sind an allem schuld und wer sich weigert sich die Welt so einfach zurechtzulegen, ist Rassist. Und in diesen Kreisen wird man schneller zu Rassist als man Blacklist tippen kann.
Doch was wären wir ohne PC und Streit um die richtige Sprache? Wär‘s uns dann zu langweilig? Fehlen uns dann die Themen um die man sich fetzen kann? Oder müßten wir uns dann ernsthaft Gedanken über Rassismus machen? Und auch darüber, daß der Wahn kein Rassist sein zu wollen, genauso das Klima vergiften kann wie der ausgewiesene Rassismus? Solche Fragen zu stellen, erscheint den linken Antirassisten bereits als Ketzerei. Und wer online schon mal mit denen aneinandergeraten ist, kann ein Lied davon singen.
Doch soviel kann man bereits jetzt sagen. Das Thema wird uns noch lange beschäftigen, denn die selbsternannten Sprachwächter werden weiter nach Begriffe suchen, die Minderheiten diskriminieren. Man darf gespannt sein, welche Wortschöpfungen ihnen noch einfallen, die jeden Text unlesbar machen.
Mittwoch, 9. September 2020
Sprachenstreit
Montag, 17. Februar 2020
Noch was zu den K Gruppen und dem Rest.
Was ist eigentlich gegen die ML Sekten der 70er Jahre zu sagen? An Kritik dieser Vereine herrscht mittlerweile kein Mangel. Es wurden etliche Bücher verfasst, auch von ehemals Beteiligten und die Geschichte ihres Scheiterns ist auch dementsprechend dokumentiert.
Doch betrachten wir die Story einmal aus der Perspektive des Aufbaus und der Organisation. Sie haben sich doch alle Mühe gegeben und nach Lenins Vorlage den Verein aufgebaut. What‘ s wrongabout, so könnte man provokativ fragen. Oder, woran sind sie denn nun gescheitert?
Der Dogmatiker kennt die Antwort. Natürlich, weil sie mit dem Maoismus von rechten Weg abwichen oder weil es in erster Linie Studentenparteien waren. Oder, so würde es ein Vertreter der echten Partei (Natürlich seiner eigenen) ausdrücken, sie scheiterten an ihren kleinbürgerlichen Widersprüchen.
Andere würden sagen (haben es schon seinerzeit) Lenins Vorlage zu kopieren war der Grundfehler. Den hatten aber die meisten Kommunistischen Parteien im Programm, nur in der dritten Welt änderten sie eigenmächtig die Dogmen, sehr zum Missfallen der Hüter der Flamme. All diese Debatten wurden geführt, doch sie geben keine Antwort, was die Kommiparteien im Westeuropa und vor allem im deutschsprachigem Raum zumeist nach 68 entstanden, nun scheitern ließ.
Lag es etwa an der falschen Typographie der Parteizeitung? Könnte man ja genauso gut fragen.
Tatsächlich waren diese Vereine in ihrer Struktur, Organisation und Ideologie mehr oder weniger gelungene Kopien der Weimarer KPD und gaben sich alle Mühe, dem Original möglichst nah zu kommen. Wollten sie ja schließlich neu aufbauen. Sie gaben sich viel Mühe und tatsächlich hätte so ein Verein durchaus erfolgreich sein können. In der richtigen Zeit eben, wenn es nicht darauf ankommt, ob irgendwelche Mängel oder Fehler nicht aufgearbeitet wurden oder ob es Theoriedefizite gibt. Darauf kommt es in einer Krisensituation nicht an, wie aus der Geschichte bekannt ist. Zum passenden Zeitpunkt eben, in einer Krisensituation, in der die Staatsmacht nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktioniert.
Freilich sind sie dann nicht die einzigen, die sich um die Macht kloppen. Doch solche Situationen sind eher selten und in den 70ern war davon weit und breit nichts zu sehen. So gab es für kommunistische Politik nur wenige Möglichkeiten, meist irgendwo zwischen Reformismus oder Sektierertum. Für letzteres entschieden sich die K-Gruppen, umso besser konnten sie der DKP Verrat vorwerfen, die aber auch nicht viel erfolgreicher war.
Immer noch wird von einigen Unentwegten und Bewahrern der reinen Lehre, das Erklärungsmuster einer mittlerweile recht verständnislos gewordenen linken Öffentlichkeit vorgestellt und als Erklärung angeboten.
Diese und jene Fehler wurden begangen, dies und jenes nicht zu Ende diskutiert. Von dieser und auch dieser Position hätte man sich trennen müssen, einschließlich und besonders ihrer kleinbürgerlichen Vertreter. Ja dann …. was? Wären die Massen nur so in die Partei geströmt? Wäre alles ganz anders gekommen? Stünde dann die Mauer noch? So Fragen bewegen die Menschen im Internet, aber wie.
Nur ein Teil der K-Gruppen, insbesondere die KPD/AO produzierte nach der Auflösung einiges an Literatur, die eher von der psychischen Ebene ausging und danach Erklärungsansätzen suchte. Eben auf Grundlage der früher so verachteten subjektiven Ebene. Soll heißen, wer schafft es wie lange und mit welchen Argumenten weiterzumachen und entgegen jeder Vernunft an das Endziel zu glauben. Wer springt wann ab und sieht die Sinnlosigkeit dieser Politikform ein? Eine Frage der Psyche und auch der Machtposition. Wer hat was zu verlieren? Und sei es nur eine selbstgeschaffene Pseudoheimat. Da waren die Resolutionen auf der Ebene der ML Ideologie nur vorgeschoben aber nicht der wirkliche Grund.
Schaut man sich rückblickend an, was seinerzeit so aus dem Boden gestampft wurde, es gab eine Organisationsstruktur, aber wie sie im Lehrbuch steht. Von oben nach unten. Es gab Ortsgruppen, Unterorganisationen, sog. Massenorganisationen (nur die Massen machten sich rar) und weitere Unterorganisationen für etliche Bereiche und jede Zielgruppe. Auch wenn nicht viel dahinter steckte. Und natürlich gab es eine Parteipresse, von der Parteizeitung bis zum Betriebsblatt. Radio und Fernsehen waren noch in der Hand des Staates und Internet, nun ja, soweit war die Technik noch nicht. Aber sonst waren sie medial durchaus präsent. Also, woran lag s?
Etwa an dem Prinzip; Begeisterung für das Projekt, Ernüchterung, Absprung der Hellen, Durchhalten der Spinner.
So könnt man s abhandeln und so geht’s nicht nur bei ML Sekten zu. Nachdem viele in diese Vereine geströmt waren, ließ der Zustrom naturgemäß irgendwann nach und diese Vereine begannen in ihrer selbstgeschaffenen Struktur zu erstarren. So wird man endgültig zur Sekte, wenn man es nicht schon vorher war. Und dann schaffte es der Rest der durchhielt oder eine Machtposition besaß es, diese Parteiwelt noch Jahrelang in Betrieb zu halten, bis es entweder zur Spaltung oder zur Auflösung kam oder bis die Erosion nur noch einige tragische Gestalten übrigließ, die vergessen hatten das Licht auszumachen.
In der DKP etwa, konnte man alt werden. Wurden sie auch, die unbedingt die reine Lehre erhalten wollten. Anderswo hatten sie vergessen das Licht auszuschalten und so gelang es den letzten aufrechten Kämpfern, ihren Verein ins Netz zu stellen und einigen zu erstaunten Ausrufen Anlass zu geben, meist von der Sorte, was, die gibt’s noch? Zu dumm auch. 89 entstand kein Machtvakuum etwa wie 1918 und so konnten die verbliebenen Gruppen die Gelegenheit nicht nutzen, wenn es je eine war.
Der Zusammenbruch der DDR, was für eine Gelegenheit, sollte man doch meinen. Doch von den K Gruppen war zu der Zeit nicht mehr genug übrig um da zu intervenieren.War auch besser so, sie hätten sich eher zur Lachnummer gemacht.
Und aktuell? Die Versuche die kommunistische Theologie im Internet wiederauferstehen zu lassen, hat eher resigniertes bis mitleidiges Desinteresse auch bei ehemals Beteiligten gefunden. Die Welt mit Marx und Lenin erklären zu wollen, scheiterte bereits an der Entkolonialisierung, als die daran Beteiligten (sie waren sogar Teil der kommunistischen Bewegung bzw. von dieser inspiriert) nicht fragten, ob nicht erst eine Arbeiterklasse geschaffen oder es nicht zuerst eine bürgerliche Revolution geben müßte. Frisch an der Macht erklärten sie ihr Land für sozialistisch und irgendwann …. nun ja, s war n Versuch wert. Hätte ja klappen können ;-)) doch von dem hat man sich mittlerweile verabschiedet und sogar die großen Hoffnungsträger wie Vietnam und China haben sich von der Ideologie weitgehend verabschiedet. Übriggeblieben sind die Parteimacht und ein bizarrer Rest in Nordkorea.
Und was fangen wir damit an? Klar, man kann dogmatische Parteien auf Basis der kommunistischen Theologie und des Vorbilds der russischen KP gründen. Nur kommst damit hier nicht weit. Man unterscheidet sich kaum noch von einer religiösen Sekte und benötigt eben diese Denkmuster und Psychowracks, um den Verein in Betrieb zu halten. Doch das ist ohnehin ein Thema für sich.
Doch nochmal zum Ansatz. Hätte man mit so einen Verein die Macht übernehmen können? Der Dogmatiker sagt nein, denn erstmalmuß eine Theorie her und dies und jenes ….. also erst brauchen wir die perfekte Parteiorganisation, von allen kleinbürgerlichen, revisionistischen,utopistischen, sponaneistischen, reformistischen und sonstigen ….istischen Elementen gereinigt. Was n Unsinn, aber genauso denken sie. Und weil dies seinerzeit versäumt wurde, brach der Ostblock zusammen. Vertreten sie allen Ernstes.
Und was sagt die Erfahrung der Geschichte? Genau das ist ja passiert und in der richtigen Situation reicht es eine Organisation zu haben, die den Winterpalast stürmt. So etwa. Da fragt niemand, ob schon die kleinbürgerlichen Elemente rausgesäubert sind. Hebt man sich für später auf, wenn s um die Verteilung der Macht geht.
Seh ich Gespenster? Hier der Gegenbeweis. Hier melden sich die letzten Aufrechten zu Wort.
50 Jahre KPD/ML – der revolutionäre Kampf geht weiter
Am 31. Dezember 1968 – genau 50 Jahre nach der Gründung der KPD – wurde in Hamburg die Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten, KPD/ML von den Genossen Ernst Aust, Klaus Schalldach, Werner Heuzeroth, Günter Ackermann, Ezra Gerhardt u. a. aus verschiedenen Regionen Deutschlands gegründet.
Diese Gründung war notwendig geworden, nachdem sich die KPD/DKP dem modernen Revisionismus Chruschtschows verschrieben hatte und eine innerparteiliche Diskussion in deren Organisationen durch die Zensur der DKP-Führung unmöglich geworden war.
Die Gründung der KPD/ML war in etwa zeitgleich mit dem Aufschwung der außerparlamentarischen Opposition (APO), auch 68er genannt.
Viele der jungen Genossen der APO, Studenten, Schüler und Lehrlinge erkannten im Laufe ihrer antiautoritären Praxis, daß um etwas zu erreichen,es eine Organisation braucht und die Wurzel aller Mißstände die Ökonomie, der Kapitalismus ist. Sie begeisterten sich an den jungen Roten Garden der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ in China und ihren Losungen „Rebellion ist berechtigt“ und „die Haupttendenz ist Revolution“.
Der KPD/ML gelang es damals viele dieser jungen Leute in der Partei, der Jugendorganisation Rote Garde und Umfeld zu organisieren.
Das hatte aber auch einige Nachteile und Schwächen, denn es kam viel Unreifes in die Organisation. viele Schwankungen und Spaltungen. Doch der Vorteil überwog. Man konnte innerhalb kurzer Zeit ein nationales Kadernetz aufbauen, ohne das viele Aktionen nicht möglich gewesen wären wie z.B. der Kieler Lehrlingsstreik, die Schlacht am Karlstor beim Antikriegstag 1972 zur Olympiade in München usw.
Auch in den Betrieben war die KPD/ML präsent. An allen größeren Betrieben wurden Betriebszeitungen herausgegeben. Streiks organisiert und Betriebszellen organisiert. Bei Betriebsratswahlen wurden viele RGO-Betriebsräte (z. B. BASF) gewählt.
Die Gründung der KPD/ML fiel jedoch nicht nur zeitgleich mit der neuen Jugendbewegung zusammen, sondern war auch die Zeit des auslaufenden „Wirtschaftswunders“. Die Arbeiterklasse erlebte in den 20 Jahren seit Gründung der BRD einen ständigen Wirtschaftsaufschwung. Die Arbeitszeiten wurden immer kürzer, der Urlaub immer länger, der Lohn immer mehr. Der Facharbeiter konnte sich ein Häuschen und ein Auto leisten. Reformen hatten damals noch einen positiven Klang und man strebte die 35-Stunden-Woche an.
Ältere werden sich erinnern. Jüngere dürfen die alten Zeitungen nachlesen. Seinerzeit klang das in der Parteipresse aber etwas anders. Da hörte es sich an, als lebten die Arbeiter nach wie vor im Elend des Manchesterkapitalismus.
Die Arbeiter erkannten die KPD/ML und andere kommunistischen Gruppen zwar als Vertretung und Opposition an, aber an Revolution dachte keiner, denn es ging ja immer nur aufwärts. Die Massenarbeitslosigkeit und die offenen Krisenzeichen entwickelten sich erst in den 80er und 90er Jahren unter Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder.
Dies frustrierte viele intellektuelle Kleinbürger in der KPD/ML und anderen ML-Organisationen, die „Haupttendenz ist Revolution“ als baldige Revolution in wenigen Jahren begriffen. Echte Revolutionäre dagegen haben einen langen Atem und rechnen mit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten.Wie viele Jahre Abstand gab es zwischen dem Bauernkrieg 1524 – 1525 und der Revolution 1948/49. der Novemberrevolution 1918 ?
Kommunisten denken in Jahrhunderten. Allerdings ist die eigene Lebenszeit etwas begrenzt um so lange auf das Paradies zu warten.
Alle diese Revolutionen kamen sprunghaft und unerwartet.
Diese ungeduldigen Kleinbürger suchten nun nach schnellem Erfolg in Ökologismus, Feminismus, Reformismus und Karrierismus. Mit der Methode des Personenkults wurde der Parteigründer Ernst Aust („Für Ernst Aust – Hoch die Faust!“) isoliert und man vereinigte sich hinterrücks mit den Trotzkisten der GIM für eine Gewerkschaftskarriere in der VSP und machte später Karriere in der PDS/Die Linke.
Die Rest-KPD/ML zerfiel weiter in größenwahnsinnigen Sektierertum einerseits und im neoliberalen „Regenbogen“-Mainstream der „bunten-weltoffenen Gesellschaft“ andererseits.
Nur wenige Genossen blieben bei der Stange.
Und die verfassen solche Erklärungen. ;-)))
Die weitere Entwicklung der kapitalistischen Welt bestätigte jedoch die Erkenntnisse des Marxisten-Leninismus. Zerfall der Nachkriegsordnung, der EU, weltweite Zunahme von Kriegen, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen selbst in den imperialistischen Monopolen, Verschuldung, Wohnungsmangel, Drogensucht, neuerdings sogar wieder Sinken der Lebenserwartung, weltweite Völkerwanderung. Zukunftsängste statt Fortschrittsglaube.
Die soziale Frage tritt wieder in den Vordergrund. Diesmal wird nicht eine Jugend- und Studentenrevolte den Ton angeben, sondern die Arbeiterklasse und vor allem die revolutionäre Arbeiterjugend werden die Hauptkraft im Klassenkampf sein und das ganze Volk gegen die bourgeoise Diktatur der Kapitalistenklasse führen. Dazu wird eine stählerne bolschewistische Partei gebraucht.
Was wär der Mensch ohne seine Träume?
Die Erfahrungen der KPD Ernst Thälmanns, der KPD/ML Ernst Austs und anderer Genossen werden in dem Wiedererstarken einer revolutionären kommunistischen Partei in Deutschland einfließen.
Doch betrachten wir die Story einmal aus der Perspektive des Aufbaus und der Organisation. Sie haben sich doch alle Mühe gegeben und nach Lenins Vorlage den Verein aufgebaut. What‘ s wrongabout, so könnte man provokativ fragen. Oder, woran sind sie denn nun gescheitert?
Der Dogmatiker kennt die Antwort. Natürlich, weil sie mit dem Maoismus von rechten Weg abwichen oder weil es in erster Linie Studentenparteien waren. Oder, so würde es ein Vertreter der echten Partei (Natürlich seiner eigenen) ausdrücken, sie scheiterten an ihren kleinbürgerlichen Widersprüchen.
Andere würden sagen (haben es schon seinerzeit) Lenins Vorlage zu kopieren war der Grundfehler. Den hatten aber die meisten Kommunistischen Parteien im Programm, nur in der dritten Welt änderten sie eigenmächtig die Dogmen, sehr zum Missfallen der Hüter der Flamme. All diese Debatten wurden geführt, doch sie geben keine Antwort, was die Kommiparteien im Westeuropa und vor allem im deutschsprachigem Raum zumeist nach 68 entstanden, nun scheitern ließ.
Lag es etwa an der falschen Typographie der Parteizeitung? Könnte man ja genauso gut fragen.
Tatsächlich waren diese Vereine in ihrer Struktur, Organisation und Ideologie mehr oder weniger gelungene Kopien der Weimarer KPD und gaben sich alle Mühe, dem Original möglichst nah zu kommen. Wollten sie ja schließlich neu aufbauen. Sie gaben sich viel Mühe und tatsächlich hätte so ein Verein durchaus erfolgreich sein können. In der richtigen Zeit eben, wenn es nicht darauf ankommt, ob irgendwelche Mängel oder Fehler nicht aufgearbeitet wurden oder ob es Theoriedefizite gibt. Darauf kommt es in einer Krisensituation nicht an, wie aus der Geschichte bekannt ist. Zum passenden Zeitpunkt eben, in einer Krisensituation, in der die Staatsmacht nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktioniert.
Freilich sind sie dann nicht die einzigen, die sich um die Macht kloppen. Doch solche Situationen sind eher selten und in den 70ern war davon weit und breit nichts zu sehen. So gab es für kommunistische Politik nur wenige Möglichkeiten, meist irgendwo zwischen Reformismus oder Sektierertum. Für letzteres entschieden sich die K-Gruppen, umso besser konnten sie der DKP Verrat vorwerfen, die aber auch nicht viel erfolgreicher war.
Immer noch wird von einigen Unentwegten und Bewahrern der reinen Lehre, das Erklärungsmuster einer mittlerweile recht verständnislos gewordenen linken Öffentlichkeit vorgestellt und als Erklärung angeboten.
Diese und jene Fehler wurden begangen, dies und jenes nicht zu Ende diskutiert. Von dieser und auch dieser Position hätte man sich trennen müssen, einschließlich und besonders ihrer kleinbürgerlichen Vertreter. Ja dann …. was? Wären die Massen nur so in die Partei geströmt? Wäre alles ganz anders gekommen? Stünde dann die Mauer noch? So Fragen bewegen die Menschen im Internet, aber wie.
Nur ein Teil der K-Gruppen, insbesondere die KPD/AO produzierte nach der Auflösung einiges an Literatur, die eher von der psychischen Ebene ausging und danach Erklärungsansätzen suchte. Eben auf Grundlage der früher so verachteten subjektiven Ebene. Soll heißen, wer schafft es wie lange und mit welchen Argumenten weiterzumachen und entgegen jeder Vernunft an das Endziel zu glauben. Wer springt wann ab und sieht die Sinnlosigkeit dieser Politikform ein? Eine Frage der Psyche und auch der Machtposition. Wer hat was zu verlieren? Und sei es nur eine selbstgeschaffene Pseudoheimat. Da waren die Resolutionen auf der Ebene der ML Ideologie nur vorgeschoben aber nicht der wirkliche Grund.
Schaut man sich rückblickend an, was seinerzeit so aus dem Boden gestampft wurde, es gab eine Organisationsstruktur, aber wie sie im Lehrbuch steht. Von oben nach unten. Es gab Ortsgruppen, Unterorganisationen, sog. Massenorganisationen (nur die Massen machten sich rar) und weitere Unterorganisationen für etliche Bereiche und jede Zielgruppe. Auch wenn nicht viel dahinter steckte. Und natürlich gab es eine Parteipresse, von der Parteizeitung bis zum Betriebsblatt. Radio und Fernsehen waren noch in der Hand des Staates und Internet, nun ja, soweit war die Technik noch nicht. Aber sonst waren sie medial durchaus präsent. Also, woran lag s?
Etwa an dem Prinzip; Begeisterung für das Projekt, Ernüchterung, Absprung der Hellen, Durchhalten der Spinner.
So könnt man s abhandeln und so geht’s nicht nur bei ML Sekten zu. Nachdem viele in diese Vereine geströmt waren, ließ der Zustrom naturgemäß irgendwann nach und diese Vereine begannen in ihrer selbstgeschaffenen Struktur zu erstarren. So wird man endgültig zur Sekte, wenn man es nicht schon vorher war. Und dann schaffte es der Rest der durchhielt oder eine Machtposition besaß es, diese Parteiwelt noch Jahrelang in Betrieb zu halten, bis es entweder zur Spaltung oder zur Auflösung kam oder bis die Erosion nur noch einige tragische Gestalten übrigließ, die vergessen hatten das Licht auszumachen.
In der DKP etwa, konnte man alt werden. Wurden sie auch, die unbedingt die reine Lehre erhalten wollten. Anderswo hatten sie vergessen das Licht auszuschalten und so gelang es den letzten aufrechten Kämpfern, ihren Verein ins Netz zu stellen und einigen zu erstaunten Ausrufen Anlass zu geben, meist von der Sorte, was, die gibt’s noch? Zu dumm auch. 89 entstand kein Machtvakuum etwa wie 1918 und so konnten die verbliebenen Gruppen die Gelegenheit nicht nutzen, wenn es je eine war.
Der Zusammenbruch der DDR, was für eine Gelegenheit, sollte man doch meinen. Doch von den K Gruppen war zu der Zeit nicht mehr genug übrig um da zu intervenieren.War auch besser so, sie hätten sich eher zur Lachnummer gemacht.
Und aktuell? Die Versuche die kommunistische Theologie im Internet wiederauferstehen zu lassen, hat eher resigniertes bis mitleidiges Desinteresse auch bei ehemals Beteiligten gefunden. Die Welt mit Marx und Lenin erklären zu wollen, scheiterte bereits an der Entkolonialisierung, als die daran Beteiligten (sie waren sogar Teil der kommunistischen Bewegung bzw. von dieser inspiriert) nicht fragten, ob nicht erst eine Arbeiterklasse geschaffen oder es nicht zuerst eine bürgerliche Revolution geben müßte. Frisch an der Macht erklärten sie ihr Land für sozialistisch und irgendwann …. nun ja, s war n Versuch wert. Hätte ja klappen können ;-)) doch von dem hat man sich mittlerweile verabschiedet und sogar die großen Hoffnungsträger wie Vietnam und China haben sich von der Ideologie weitgehend verabschiedet. Übriggeblieben sind die Parteimacht und ein bizarrer Rest in Nordkorea.
Und was fangen wir damit an? Klar, man kann dogmatische Parteien auf Basis der kommunistischen Theologie und des Vorbilds der russischen KP gründen. Nur kommst damit hier nicht weit. Man unterscheidet sich kaum noch von einer religiösen Sekte und benötigt eben diese Denkmuster und Psychowracks, um den Verein in Betrieb zu halten. Doch das ist ohnehin ein Thema für sich.
Doch nochmal zum Ansatz. Hätte man mit so einen Verein die Macht übernehmen können? Der Dogmatiker sagt nein, denn erstmalmuß eine Theorie her und dies und jenes ….. also erst brauchen wir die perfekte Parteiorganisation, von allen kleinbürgerlichen, revisionistischen,utopistischen, sponaneistischen, reformistischen und sonstigen ….istischen Elementen gereinigt. Was n Unsinn, aber genauso denken sie. Und weil dies seinerzeit versäumt wurde, brach der Ostblock zusammen. Vertreten sie allen Ernstes.
Und was sagt die Erfahrung der Geschichte? Genau das ist ja passiert und in der richtigen Situation reicht es eine Organisation zu haben, die den Winterpalast stürmt. So etwa. Da fragt niemand, ob schon die kleinbürgerlichen Elemente rausgesäubert sind. Hebt man sich für später auf, wenn s um die Verteilung der Macht geht.
Seh ich Gespenster? Hier der Gegenbeweis. Hier melden sich die letzten Aufrechten zu Wort.
50 Jahre KPD/ML – der revolutionäre Kampf geht weiter
Am 31. Dezember 1968 – genau 50 Jahre nach der Gründung der KPD – wurde in Hamburg die Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten, KPD/ML von den Genossen Ernst Aust, Klaus Schalldach, Werner Heuzeroth, Günter Ackermann, Ezra Gerhardt u. a. aus verschiedenen Regionen Deutschlands gegründet.
Diese Gründung war notwendig geworden, nachdem sich die KPD/DKP dem modernen Revisionismus Chruschtschows verschrieben hatte und eine innerparteiliche Diskussion in deren Organisationen durch die Zensur der DKP-Führung unmöglich geworden war.
Die Gründung der KPD/ML war in etwa zeitgleich mit dem Aufschwung der außerparlamentarischen Opposition (APO), auch 68er genannt.
Viele der jungen Genossen der APO, Studenten, Schüler und Lehrlinge erkannten im Laufe ihrer antiautoritären Praxis, daß um etwas zu erreichen,es eine Organisation braucht und die Wurzel aller Mißstände die Ökonomie, der Kapitalismus ist. Sie begeisterten sich an den jungen Roten Garden der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ in China und ihren Losungen „Rebellion ist berechtigt“ und „die Haupttendenz ist Revolution“.
Der KPD/ML gelang es damals viele dieser jungen Leute in der Partei, der Jugendorganisation Rote Garde und Umfeld zu organisieren.
Das hatte aber auch einige Nachteile und Schwächen, denn es kam viel Unreifes in die Organisation. viele Schwankungen und Spaltungen. Doch der Vorteil überwog. Man konnte innerhalb kurzer Zeit ein nationales Kadernetz aufbauen, ohne das viele Aktionen nicht möglich gewesen wären wie z.B. der Kieler Lehrlingsstreik, die Schlacht am Karlstor beim Antikriegstag 1972 zur Olympiade in München usw.
Auch in den Betrieben war die KPD/ML präsent. An allen größeren Betrieben wurden Betriebszeitungen herausgegeben. Streiks organisiert und Betriebszellen organisiert. Bei Betriebsratswahlen wurden viele RGO-Betriebsräte (z. B. BASF) gewählt.
Die Gründung der KPD/ML fiel jedoch nicht nur zeitgleich mit der neuen Jugendbewegung zusammen, sondern war auch die Zeit des auslaufenden „Wirtschaftswunders“. Die Arbeiterklasse erlebte in den 20 Jahren seit Gründung der BRD einen ständigen Wirtschaftsaufschwung. Die Arbeitszeiten wurden immer kürzer, der Urlaub immer länger, der Lohn immer mehr. Der Facharbeiter konnte sich ein Häuschen und ein Auto leisten. Reformen hatten damals noch einen positiven Klang und man strebte die 35-Stunden-Woche an.
Ältere werden sich erinnern. Jüngere dürfen die alten Zeitungen nachlesen. Seinerzeit klang das in der Parteipresse aber etwas anders. Da hörte es sich an, als lebten die Arbeiter nach wie vor im Elend des Manchesterkapitalismus.
Die Arbeiter erkannten die KPD/ML und andere kommunistischen Gruppen zwar als Vertretung und Opposition an, aber an Revolution dachte keiner, denn es ging ja immer nur aufwärts. Die Massenarbeitslosigkeit und die offenen Krisenzeichen entwickelten sich erst in den 80er und 90er Jahren unter Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder.
Dies frustrierte viele intellektuelle Kleinbürger in der KPD/ML und anderen ML-Organisationen, die „Haupttendenz ist Revolution“ als baldige Revolution in wenigen Jahren begriffen. Echte Revolutionäre dagegen haben einen langen Atem und rechnen mit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten.Wie viele Jahre Abstand gab es zwischen dem Bauernkrieg 1524 – 1525 und der Revolution 1948/49. der Novemberrevolution 1918 ?
Kommunisten denken in Jahrhunderten. Allerdings ist die eigene Lebenszeit etwas begrenzt um so lange auf das Paradies zu warten.
Alle diese Revolutionen kamen sprunghaft und unerwartet.
Diese ungeduldigen Kleinbürger suchten nun nach schnellem Erfolg in Ökologismus, Feminismus, Reformismus und Karrierismus. Mit der Methode des Personenkults wurde der Parteigründer Ernst Aust („Für Ernst Aust – Hoch die Faust!“) isoliert und man vereinigte sich hinterrücks mit den Trotzkisten der GIM für eine Gewerkschaftskarriere in der VSP und machte später Karriere in der PDS/Die Linke.
Die Rest-KPD/ML zerfiel weiter in größenwahnsinnigen Sektierertum einerseits und im neoliberalen „Regenbogen“-Mainstream der „bunten-weltoffenen Gesellschaft“ andererseits.
Nur wenige Genossen blieben bei der Stange.
Und die verfassen solche Erklärungen. ;-)))
Die weitere Entwicklung der kapitalistischen Welt bestätigte jedoch die Erkenntnisse des Marxisten-Leninismus. Zerfall der Nachkriegsordnung, der EU, weltweite Zunahme von Kriegen, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen selbst in den imperialistischen Monopolen, Verschuldung, Wohnungsmangel, Drogensucht, neuerdings sogar wieder Sinken der Lebenserwartung, weltweite Völkerwanderung. Zukunftsängste statt Fortschrittsglaube.
Die soziale Frage tritt wieder in den Vordergrund. Diesmal wird nicht eine Jugend- und Studentenrevolte den Ton angeben, sondern die Arbeiterklasse und vor allem die revolutionäre Arbeiterjugend werden die Hauptkraft im Klassenkampf sein und das ganze Volk gegen die bourgeoise Diktatur der Kapitalistenklasse führen. Dazu wird eine stählerne bolschewistische Partei gebraucht.
Was wär der Mensch ohne seine Träume?
Die Erfahrungen der KPD Ernst Thälmanns, der KPD/ML Ernst Austs und anderer Genossen werden in dem Wiedererstarken einer revolutionären kommunistischen Partei in Deutschland einfließen.
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Montag, 23. Dezember 2019
MLPD sucht neue Mitstreiter
Die Klimaproteste werden von Jugendlichen getragen und viele davon haben noch keine lange Erfahrung mit politischer Arbeit und es ist neu für sie. Und stets tauchen bei solchen Bewegungen diejenigen auf, die genau wissen, bei Älteren ist für sie nichts zu holen außer Spott und Hohn. Da freilich hoffen sie einige unerfahrene und naive Kids für ihren Verein abrippen zu können. Ist doch immer wieder das gleiche Spiel.
12.12.2019 Jungle World
Die stalinistische MLPD versucht, »Fridays for Future« zu vereinnahmen
Stalinisten beim Klimaprotest
Anhänger von »Fridays for Future« beklagen Konflikte mit der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands. Diese versucht vielerorts, Demonstrationen für sich zu vereinnahmen.
Von
Tobias Kaluza
Immer wieder tritt die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), eine stalinistische Kleinpartei, bei Demonstrationen von »Fridays for Future« (FFF) auf. Die Klimaschützer schließen zwar grundsätzlich niemanden aus, bitten teilnehmende Parteimitglieder aber darum, auf das Tragen von Parteiflaggen zu verzichten. Die MLPD ignoriert diese Bitte konsequent, verteilt regelmäßig Flugblätter und gibt sich als Teil der Klimabewegung aus.
In den vergangenen Monaten berichteten Anhänger von FFF vermehrt von Zwischenfällen mit der MLPD. Einem Bericht des Internet-Portals »Ruhr 24« zufolge sollen Parteimitglieder am 20. September beim Klimastreik in Dortmund ein Banner mit der Aufschrift »Gegen jeden Antisemitismus« heruntergerissen haben. Nach einer Demonstration in Erfurt am 27. September berichtete Tassilo Timm, der Landesvorsitzende der MLPD Thüringen, »einige antikommunistische Spalter« seien dort »Amok« gelaufen. »Nach Störaktionen gegen die MLPD riefen sie sogar die Einsatzleitung der Polizei, die doch tatsächlich alle Fahnenträger von MLPD und Rebell (der Jugendorganisation der Partei, Anm. d. Red.) zur Personenkontrolle abführte«, ließ sich Timm auf der Website der Partei zitieren.
Auch in Düsseldorf gab es bereits häufiger Probleme mit der Partei. »Beim Klimastreik am 29. November haben die uns den ganzen dritten Demoblock verjagt«, sagte Lukas Mielczarek von FFF Düsseldorf im Gespräch mit der Jungle World. »In diesem hinteren Teil waren vor allem verschiedene linke Gruppen unterwegs. Vor dem Block lief die MLPD mit eigenem Megaphon und einem riesigen Banner, so dass es aussah, als gehörte der gesamte Block zu denen.« Die Demonstrierenden dahinter hätten die MLPD aufgefordert, das Banner einzupacken. »Das haben sie nicht gemacht und daraufhin sind viele gegangen«, so Mielczarek.
»Die Polizei übernimmt, was die MLPD sagt, stellt das als Tatsache dar und ist uns gegenüber dann weniger kooperativ.« Lukas Mielczarek, Fridays for Future Düsseldorf
Im Verlauf der Demonstration habe die MLPD auch einen Ordner von FFF angezeigt. Die Partei habe behauptet, dieser habe eine Demonstrantin verletzt. »Das stimmt nicht. Unser Ordner hat eine MLPD-Anhängerin minimal mit ihrem eigenen Fahnenstock gestreift. Da ist aber nichts passiert«, sagt Mielczarek. Die Anzeige hatte Folgen. »Bei einem späteren Kooperationsgespräch hat die Polizei uns gesagt, es gehe nicht, dass unsere Ordner Demonstranten verletzten. Die Polizei übernimmt, was die MLPD sagt, stellt das als Tatsache dar und ist uns gegenüber dann weniger kooperativ«, so Mielczarek. Diese Taktik der MLPD schade FFF. Eine andere Strategie der MLPD sei es, die Fahnen zu wechseln. Mielczarek sagt: »Wenn auf der Demo gesagt wird, dass die MLPD nicht erwünscht sei, dann stehen die kurz darauf mit den Fahnen ihrer Jugendorganisation Rebell da.«
Im Laufe des Jahres sei es regelmäßig zu Zwischenfällen gekommen. Bei einer Demonstration habe sich ein MLPD-Anhänger mit eigener Ordnerbinde als offizieller Ordner ausgegeben. Ein anderes Mal hätten Parteimitglieder nicht nur die Parteizeitung Rote Fahne verteilt, sondern auch das Parteiprogramm.
Die MLPD versucht, die Klimaschützer einzuschüchtern. »Mich haben sie mit Klarnamen in der Roten Fahne genannt und als ›grünen Parteifunktionär‹ bezeichnet«, sagt Mielczarek. Zudem sei die Telefonnummer eines Mitglieds der »Parents for Future« veröffentlicht worden.
Gabi Fechtner, die Bundesvorsitzende der MLPD, bezeichnete FFF-Anhänger, die MLPD-Mitgliedern das Tragen von Parteifahnen untersagen wollten, in einer Mitte September veröffentlichten Pressemitteilung der Partei als »Spalter« und »Liquidatoren«, die »ihr antikommunistischer Fanatismus« blind gemacht habe. In einem Mittwoch voriger Woche veröffentlichten Bericht der Roten Fahne heißt es, am 29. November habe es beim Klima-streik in Dortmund eine »Pogromstimmung« gegen die MLPD gegeben.
Auch Geschichtsklitterung und Verschwörungstheorien finden sich in der Parteizeitung. Im März wurde dort der angeblich erfolgreiche Umweltschutz unter Stalin und Mao Zedong angepriesen. Am Mittwoch voriger Woche wurde anlässlich des Welt-Aids-Tags am vorvergangenen Sonntag behauptet, HIV sei eine »vom US-Imperialismus konstruierte missglückte Biowaffe«.
»Anfangs konnten wir uns noch durchsetzen«, berichtet Mielczarek. Da habe die Polizei die MLPD noch von der Demonstration ausgeschlossen. Doch die Partei habe dagegen geklagt und recht bekommen. »Die haben jedes Mal ihren eigenen Anwalt dabei.
Jetzt sind uns die Hände gebunden, auch weil die Polizei nichts mehr machen kann. Denn die sagt, sie könne nur etwas machen, wenn die MLPD ein Sicherheitsrisiko darstelle«, so Mielczarek. Genau dies sei die MLPD, denn es werde immer zu Konflikten mit der Partei kommen. Weil sie beanspruchten, überparteilich zu sein, wollten viele FFF-Anhänger niemanden ausschließen. »Wir wollen denen ja nicht das Demonstrieren verbieten«, betont Mielczarek. »Aber sie sollen uns nicht schaden. Deswegen ist es wichtig, den Leuten zu sagen, dass die MLPD nicht zu uns gehört.«
Auch Leonie Bremer, die Sprecherin von FFF Deutschland, kritisiert die Partei. »Die MLPD versucht immer wieder, sich aufzudrängen, und gibt sich als Teil von Fridays for Future aus, was sie aber nicht ist. Sie verteilt ihre Flyer und schreibt da ›Fridays for Future‹ drauf«, sagte Bremer im Gespräch mit der Jungle World. So sei es auch beim Sommerkongress der Bewegung gewesen, der vom 31. Juli bis 4. August in Dortmund stattfand. »Da die MLPD nicht auf das Gelände durfte, haben die Mitglieder am Eingang ihre Flyer verteilt«, so Bremer. »Sie treten auch unseren offenen Whatsapp-Gruppen bei und geben sich als Aktivisten aus. Allerdings werden sie recht schnell erkannt und dann rausgeworfen.«
FFF Dortmund distanzierte sich Anfang Oktober in einer Erklärung deutlich von der MLPD. Die Ideologie der Partei sei mit den Zielen der Bewegung unvereinbar, hieß es dort. Sie verbreite auf ihrer Website antisemitische Verschwörungstheorien und unterstütze die antisemitische BDS-Kampagne.
Und so liest es sich bei der Partei für den echten Sozialismus
Wie versucht wird, FFF zu instrumentalisieren und zu zerstören
Mittwoch, 18.09.2019, 22:50 Uhr
Vor einem Jahr hat die mutige Greta Thunberg mit Fridays for Future (FFF) begonnen. Seitdem ist eine bisher einzigartige weltweite Jugendbewegung von Millionen Teilnehmern entstanden. Massenhaft ist ein Umweltbewusstsein erwacht.
Den Umweltverbrechern dieser Welt ist das ein Dorn im Auge. Denn konsequenter Umweltschutz ist mit dem Kapitalismus heute nicht mehr vereinbar.
Die bürgerlichen Parteien im Bundestag – CDU und FDP, aber auch SPD und Grüne – sind schon lange willige Dienstleister für die Konzerne. Sie spielen ein schmutziges Spiel mit FFF, wollen FFF auf systemkonforme Bahnen trimmen und Kapitalismuskritik aus der Bewegung säubern. Dafür machen sie sich sogenannte „Nichtregierungsorganisationen“ und auch junge Vertreter der bürgerlichen Parteien zunutze. Mit undemokratischen, repressiven und intriganten liquidatorischen, also zerstörerischen, Methoden soll der Bewegung ihre Radikalität genommen werden. Gegen Revolutionäre und Sozialisten, kapitalismuskritische Kräfte, vor allem von der MLPD und dem Jugendverband REBELL, wird eine miese antikommunistische Hetze entfaltet unter der scheinheiligen Losung „keine Flaggen, keine Parteien“.
Von wem kommt diese üble Hetze? Schon in den letzten Jahren, wie in der Bewegung gegen die Polizeigesetze, hatte sie ihren Ausgangspunkt bei Geheimdiensten, Polizei und ultrareaktionären Medien wie der BILD. Diese forderte schon am 15. Juni 2019, die MLPD auszuschließen. Verfassungsschützer Torsten Voß forderte am 7. Juli 2019, dass FFF sich von „Linksradikalen“ abgrenzen solle1. FFF soll also brav, systemkonform und antikommunistisch werden? Von solchen Leuten kann sich die Jugendbewegung nicht gängeln lassen!
Das neue Flugblatt zu Fridays-for-Future
Im neuen Flugblatt vom Rebell heißt es:
„Für die Rettung der Umwelt müssen wir kämpfen! Diese Erkenntnis bricht sich Bahn. Seit Monaten halten die Fridays for future Proteste in hunderten Städten Deutschlands, in Europa und weltweit an. Kreativ, mit viel Einsatz und mit Fach- und Detailwissen rebellieren hunderttausende Jugendliche an einer Zukunftsfrage der Menschheit.
Trotz aller geheuchelten Einsicht halten die Herrschenden an ihrer Politik im Dienste der kapitalistischen Profitwirtschaft fest und riskieren dabei mutwillig die Zerstörung unser aller Lebensgrundlagen. Regionale Wetterextreme, ein alarmierendes Artensterben, Abtauen der Permafrostböden – immer mehr Faktoren des Umschlags in die globale Umweltkatastrophe werden sichtbar. Verachtung von Mensch und Natur zieht sich durch die gesamte Politik der Regierung. Dazu zählt auch die Verschärfung der reaktionären und menschenverachtenden Asyl- und Flüchtlingspolitik. Der faschistische Mord am CDU-Politiker Lübcke lässt nur erahnen, dass der NSU-Skandal mitnichten aufgearbeitet ist. Dazu zählen die explodierenden Mieten für die Profite von Bau- und Wohnungskonzernen, die wachsende Rüstung und Kriegsgefahr usw.
Die Frage nach der gesellschaftlichen Perspektive rückt ins Zentrum. Der technische Fortschritt und gesellschaftliche Reichtum wird im Kapitalismus in sein dekadentes Gegenteil verkehrt. Eine Gesellschaftsordnung in Einheit von Mensch und Natur ist möglich, wenn nicht mehr der Profit diktiert. Dafür muss der Kapitalismus gestürzt und der echte Sozialismus aufgebaut werden.
Umwelt und Arbeiterbewegung – Hand in Hand!
Die globale Umweltkatastrophe ist kein unabwendbares Schicksal – wenn wir die häufig noch relativ spontanen Proteste höherentwickeln zu organisierter Rebellion und sich Jugend-, Umwelt- und Arbeiterbewegung zum aktiven Widerstand eng verbinden. Wir haben den gleichen Gegner und gemeinsam sind wir stark!
Wie in einem Brennglas kann man im Ruhrgebiet sehen, wie die Politik der Monopole und die Interessen der Massen und der Umwelt sich gegenüber stehen. Die RAG (Ruhrkohle AG) will mit dem Ende des Steinkohlebergbaus verbrannte Erde hinterlassen. 200 Bergleute haben Anfang Juni ihre Kündigung erhalten. Ein Tabubruch! Jahrzehnte wurde behauptet „keiner fällt ins Bergfreie“. Um Geld zu sparen lässt die RAG das Grubenwasser ansteigen. Damit droht eine regionale Trinkwasserkatastrophe, denn in den Schächten hat sie Profit damit gemacht, 1,6 Millionen Tonnen Giftmüll einzulagern. Hinzu kommt der Rentenklau mit der Streichung des sogenannten Deputats – was 124.000 Menschen betrifft. Die RAG Stiftung steckt auch hinter Wohnungskonzernen wie Vonovia und ViVaWest die die Mieten explodieren lassen. Dagegen regt sich Widerstand. Am 11. Juni protestierten 250 Bergleute gegen ihre Kündigung. Am 15. Juni kam bei einer Demo in Bottrop all die verschiedenen Anliegen zusammen unter dem Motto: „Damit darf die RAG nicht durchkommen!“
Was hat das mit FFF zu tun?
Wenn wir es ernst meinen diese Gesellschaft zu verändern brauchen wir die richtigen Verbündeten. Viele haben aus Umweltgründen die Grünen gewählt. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Grünen in der Regierung aus „Sachzwang“ noch jede Schweinerei mitgemacht haben. Sie waren an der Genehmigung der Einlagerung des Giftmülls unter Tage in NRW beteiligt, haben der Rodung des Hambacher Waldes zugestimmt usw. Sie sind nicht „grün“ – sie sind zu einer staatstragenden Monopolpartei geworden. Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Unternehmerverbänden und Konzernchefs ist bei ihnen Standard, Revolutionäre und Marxisten-Leninisten werden von ihrem Spitzenpersonal dagegen bekämpft. Versuche der antikommunistischen Spaltung der Umweltbewegung gehen gerade von den Grünen aus. Der Hype um die Grünen landet so bei purer Verteidigung des Kapitalismus und Greenwashing um jeden Preis. Machen wir uns von Denkverboten frei und entwickeln den Umweltkampf höher zum gesellschaftsverändernden Kampf.
1997 haben im Ruhrgebiet und Saarland 130.000 Bergleute gestreikt. Sie haben Autobahnen besetzt und sind in die Bannmeile in Bonn demonstriert. Dieser Kampf leutete das Ende der Regierung von Helmut Kohl ein. Ausgelöst wurde der Streik durch die Betriebsgruppen der MLPD und die Bergarbeiterzeitung Vortrieb. Die Bergleute und Arbeiter müssen die führende Kraft auch in der Umweltbewegung werden, die MLPD und der REBELL als revolutionäre Kräfte müssen gestärkt werden, damit wir für unsere Ziele die notwendige Durchschlagskraft bekommen.
Dafür müssen wir auch jede Spaltung überwinden. Das Ende des sicheren Steinkohlebergbaus in Deutschland führt ja nicht zu Umweltschutz. Jetzt wird nur statt heimischer die Blutkohle aus Kolumbien verbrannt. Auch im Braunkohlerevier müssen wir fordern, dass die Arbeitsplätze für die noch auf Jahrzehnte notwendigen Renaturierungsarbeiten erhalten bleiben. Die Kohleverbrennung muss sofort gestoppt werden. Kohle bleibt ein wertvoller Rohstoff für viele andere Prozesse.
Wir laden alle Umweltkämpfer zum Sommercamp des REBELL ein. Dort werden wir eine Revue einstudieren die den Streik der Bergleute mit Originalzitaten der Kumpel wieder lebendig werden lässt.
Der richtige Platz für die konsequentesten Umweltkämpfer ist in der revolutionären Arbeiterpartei MLPD und ihrem Jugendverband REBELL. Wir stehen für eine starke überparteiliche Bewegung und dafür, Partei zu ergreifen, um über die gesellschaftliche Alternative des echten Sozialismus zu diskutieren und für sie organisiert zu kämpfen!“
DUISBURG
Fridays for Future: Erklärung zu Ausgrenzungsversuch gegen MLPD und REBELL
Zum Versuch, MLPD und REBELL bei Fridays for Future in Duisburg auszugrenzen, schreibt der Kreisverband Duisburg-Niederrhein-Oberhausen der MLPD:
Wir begrüßen es sehr, dass die Fridays-for-Future-Bewegung seit dem 22. Februar auch Duisburg erreicht hat. Diese Bewegung beweist eindrücklich, dass „die Jugend“ weder politikverdrossen noch eine „Spaßgeneration“ ist – sondern Verantwortung für ihre Zukunft und die unseres Planeten übernimmt.
Die Bewegung, die eben im Entstehen ist, muss wachsen, an Breite und Stärke gewinnen. Sie legt sich schließlich mit mächtigen Gegnern an – dem internationalen Finanzkapital und seinen Interessenvertretern in den Regierungen.
In völligem Widerspruch dazu steht, wie am Freitag, 1. März, versucht wurde, Teilnehmer der MLPD und des Jugendverbands REBELL undemokratisch von der Demonstration auszugrenzen. Versammlungsleiter Yannick Redweik verstieg sich dazu, einen Polizeieinsatz gegen die MLPD zu fordern – was diese in Kenntnis der Rechtslage verweigerte. Er garnierte dies mit wütender antikommunistischer Hetze, die MLPD sei „linksradikal“ und forderte die Demoteilnehmer auf, keine Flugblätter von MLPD und REBELL zu nehmen; die Bewegung würde sich von den Zielen der MLPD distanzieren. Am 7. März wurde dieses Ansinnen als Leserbrief in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) veröffentlicht.
Tatsächlich ist die MLPD radikal im besten Wortsinn. Radikal – dem Übel an die Wurzel gehen! Nicht umsonst ist eine zentrale Losung gerade der Jugend in der Umweltbewegung: „system change, not climate change“! Die MLPD steht für die Rettung des Planeten vor der kapitalistischen Profitwirtschaft, für eine sozialistische Gesellschaft.
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Dienstag, 10. September 2019
Trotzkistenwelt
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Um was es geht? Um einen Trotzkistenführer in England, der mittlerweile auch nicht mehr lebt. Nun einer seiner Henchman hat sich auf Indymedia gemeldet und über eine Begegnung erzählt. Etwa so. Dieser Trotzkistenvorsitzende äußert sich in einer Zusammenkunft dahingehend, daß es kein Wunder sei, daß die deutschen Genossen so verzagt sind und verwies auf die Kampferfolge der ortseigenen Sekte. Da könnten sie sehen, wie es geht. So etwa.
Muß man nicht weiter ernstnehmen. Auch in England sind die Trotzkisten nur eine unbedeutende Randerscheinung, zumal sie wie üblich in mehreren Kleingruppen gespalten sind. Von manchen weiß man eh nicht, ob es sie überhaupt noch gibt. Es ist nicht leicht da die Übersicht zu behalten und sei es nur um die Wikieintäge zu aktualisieren.
Doch darum geht es hier nicht. Wenn dieser Verein in England nur marginale Bedeutung hat, dann in Deutschland noch weniger. Als eigenständige Gruppen blieben sie nur Strohfeuer die wieder verschwanden, nachdem ihre Neuzugänge die Ausbildung fertig hatten und älter wurden.
Um was es geht, ist diese kleine Mitteilung über den altgedienten Vorsitzenden. Wenn die deutschen Genossen so verzagt sind. Es geht doch vorwärts, uns gehört die Zukunft oder so. Für diese interne Mitteilung darf man dem Schreiber danken. Was er damit unbeabsichtigt verraten hat, diese Sektenführer leben in ihrer eigenen Welt und setzen sich schon lange nicht mehr den Widrigkeiten aus, denen die kleinen Mitglieder gegenüberstehen. Die Gruppen vor Ort wissen ja am besten, wie frustrierend es ist, für den Verein zu werben, und wie es real abläuft.
Das bleibt für einige nur noch der Entrismus, über den freilich weder Sozialdemokraten noch Gewerkschaften sehr erbaut sind.
Was hier betont werden soll, auch wenn dieser Vorsitzende mittlerweile nicht mehr lebt, es fehlt nicht an Ersatz und die leben ebenso abgehoben in ihrer selbstgeschaffenen Welt.
Wann haben die zuletzt mit ihrer Zeitung auf der Straße gestanden und Hunderte an sich vorbeilaufen sehen? Wann standen sie am Rand einer Kundgebung und selbst da fanden sie keine Beachtung. Ihnen ist die Welt ihrer Henchman unbekannt, die genau dafür da sind. Die sich den Arsch abarbeiten, ausnahmsweise sogar mal Erfolg haben, aber erleben dürfen, wie die anfangs interessierten Kids beizeiten aus der Tretmühle flüchten, nachdem sie gesehen haben wie es da zugeht und dann bleiben nur die sozial angeschlagen, die Schiß haben ihre Heimat zu verlieren.
Zieht sich durch die Geschichte (auch) des Trotzkismus seit 68. Oder seit zwanzig Jahren, seit das Internet ihnen einen begrenzten Aufschwung verschaffte.
Darüber sollte man sich im Klaren sein. Solche Sektenführer leben abgeschirmt von der Realität und fühlen sich wie kleine Fürsten die was zu melden haben.
Gerd Koenen hat so einen aus seinen Verein beschrieben. Sitzt in seinen Büro in der Parteizentrale, aufgeputscht von Kaffee und Nikotin und entwirft da seine Fantasywelten, bzw. seine strategischen Sandkastenspiele.
Und die einfachen Mitglieder sollen das umsetzen und scheitern bereits daran, daß niemand auch nur für ihre Flugblätter Interesse zeigt.
Es ist typisch für solche Sekten, ob politisch, religiös oder wirtschaftlich. Im Zentrum sitzt einer und hält pseudooptimistische Vorträge und verspricht goldene Berge oder das Blaue vom Himmel herunter. Die Deppen an der Basis sollen das umsetzen. Nur wie?
Bei den Sekten aus den USA ist es klar ersichtlich. Die Führung befielt ihren Schafen, zieht aus und bekehrt die Ungläubigen zu unseren Verein. Raus in den Felddienst, wie es die Zeugen Jehovas nennen. Ja und da stehen sie bei Wind und Wetter und halten den gleichgültig vorbeihastenden Leuten ihr Blatt vor die Nase. Kaum jemand beachtet sie, doch damit können sie bei ihrer Führung nicht ankommen. Da bekommen sie bestenfalls was von den Erfolgen dieses und jenes Trupps zu hören und daran sollten sie sich …. was sonst?
So etwa geht’s auch in Verkaufsfirmen mit hoher Fluktuationsrate zu. Auch da wird den Opfern der Kopf zugeschissen. Mit irgendwelchen Erfolgsstorys, wahr oder nicht, ist ohnehin nicht nachprüfbar. Und das können sie auch, sie müssen nur ihre Kunden so und so bearbeiten.
Der Unterschied zur politischen und religiösen Sekte besteht darin, ihre Führung setzt sich selbst der Erfahrung an der Basis nicht aus, weiß aber genau wie es da zugeht. Deswegen brauchen sie auch stets neue Deppen, die sie auf Zwangsversammlungen des Arbeitsamts suchen. Schon erlebt.
In solchen Firmen geht’s vielfach zu wie in einer Sekte. Der Unterschied besteht darin, daß niemand daran glaubt, aber jeder tut so als würde er es.
In religiösen Sekten verschwimmt der Unterschied. Jeder tut so als würde er dran glauben, muß ja. Nur weiß man selbst nicht mehr, wer noch tatsächlich an den Unfug glaubt.
In politischen Sekten, gleich welche Größe sie erreicht haben, muß jeder so tun als würde er dran glauben, denn Zweifel bedrohen die Existenz des Vereins, der ja darauf aufbaut, daß alle an die Dogmen glauben. Und daher wird ab und an auch mal mit Gewalt nachgeholfen, wenn sich einige als weniger fest im Glauben erweisen sollten. Nannte man in einen Fall auch ‚Große Säuberung.‘ Wo sie weniger Macht hatten, wurde halt nur ausgeschlossen. Bei noch weniger Macht gibt’s eben ne Spaltung.
Doch auch im politischen Bereich ist oft unersichtlich, ob die Führung noch dran glaubt, oder nur so tut und längst zynisch geworden ist.
Aktuell kann man es in China beobachten. Die Ideologie wird noch als Fassade gebraucht, aber niemand glaubt mehr daran. Nur zum Ausdruck bringen darf man es nicht. Man soll eben so tun als wenn.
Oder so ausgedrückt. Ich weiß sehr gut, was ich den Leuten für einen Scheiß erzähle, aber ich bin ja Chef, Vorsitzender oder Oberhirte und im Zentrum der Macht zu sitzen ist ja auch was. War nicht einfach da hinzukommen und sowas gibt man doch nicht einfach wieder her. Und deswegen muß ich den Deppen diesen Scheiß erzählen und wenigstens so tun, als würde ich dran glauben.
Daran sollten alle denken, wenn wieder mal jemand versucht sie für ihren Verein zu ködern. Nur so als unverbindlicher Tipp.
Siehe auch:
Opium und Speed
Montag, 10. Juni 2019
Jugendwiderstand
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| Der Vereinsblog bei Google |
Was neu ist, einige von ihnen haben sprühen gelernt und nutzen Writing für ihre Propaganda. Hat auch lange genug gedauert, bis die Linke an sich den Writerstyle entdeckte. Writerstyle und Kommunismus? Passt das zusammen? Was im Realsozialismus mit Writer passiert wäre? Nun die gab es im Osten erst nach dem Ende des Warschauer Pakts, vorher gab es da keine Dosen. Aber gut, was soll man sich drüber aufregen? Sie sind eben im Jahr 2016 angekommen, aber ihre Politik ist original aus den 70ern. Die Plakatgestaltung folgt original der Propagandagraphik aus China.
Dafür sind sie auch elektronisch angekommen. Sie sind natürlich auch bei Facebook und haben einen Blog, auf dem die aktuellen revolutionären Heldentaten der Netzwelt vorgestellt werden. Und zu einen Wikipediaeintrag hat es auch gereicht. Mit eingebetteten Video oder auf Foto auf dem die Gesichter verpixelt sind. Man weiß schließlich, was sich gehört und dies unterstreicht das Konspirative des Vereins. So kann man sich als sehr gefährlich und wichtig darstellen.
Ideologisch wird der Maoismus in die Neuzeit hinübergerettet, in einer Form, die selbst in China allenfalls eher der Traditionspflege dient. Selbst haben sie das Kopfbanner als Transpi in die Neuzeit hinübergerettet. Ein Demoauftritt, man fragt sich, ist das Cosplay oder ernst gemeint. Sind sie nicht allein mit. Man sieht ja, daß etliches aus der Vergangenheit wieder ausgegraben wird. Freilich kann man hier nicht von einer ML Bewegung wie damals reden. Es sind nur einige wenige Verirrte die sich dafür umso mehr für eine Elite halten dürften. Man konnt es sogar lesen, wenn sich einer in etwa dahingehend äußerte, was willst Alter? Wir sind jung und du bist eh bald weg. So etwa sinngemäß. In dem Alter darf man sich einbilden, man hat die Zeit auf seiner Seite und die Zukunft gehört mir. Auf Indymedia versuchten sie natürlich auch zu werben, nur wurden sie da nicht ganz so freudig empfangen. Vor allem ihre Sprüche von Ehre und so Zeug stießen auf Widerspruch. Was sie auch zu Exoten in der Politik macht, ist die Mischung von Maoismus und migrantischer Unterschichtjugendkultur. Die sexistische Wortwahl und der Körperkult entsprechen der Haltung dieser Männerwelt. Nichts gelernt, die Sprache im typischen Migrantenakzent, nie wirklich in Deutschland angekommen und fühlen sich nicht ernstgenommen. Also setzen sie auf Respekt durch Bizeps. Und die holen sie sich u.a. mit kleinen Hilfsmitteln. Hat sich herumgesprochen. Jugendwiderstand ersetzt Überzeugung in der politischen Debatte durch notorischen Verweis auf ihre Kampfkraft. Wer keine Argumente hat, braucht eben Testosteron.
PS: Mittlerweile wurde ihre Seite bei Facebook gelöscht und dazu schreiben sie.
Facebook hat unsere Seite zunächst mal wieder für 30 Tage gesperrt - diesmal angeblich wegen Solidarität mit der philippinischen Revolution gegen das US-Duterte-Regime - und nun endgültig gelöscht. "Abweichende Meinungen" auf der Seite der Unterdrückten und gegen die Herrschenden werden auf diesem Medium immer stärker zensiert, unterdrückt und unsichtbar gemacht.
Das verwundert uns nicht weiter. Facebook ist ein Großkonzern im Imperialismus und somit fest in den Händen des Feindes. Trotzdem ist es für einen gewissen Zeitraum auch ein für die Verbreitung unserer Positionen äußerst nützliches Medium. Wir lassen uns nicht den Mund verbieten und uns auch nicht in unseren Inhalten einschränken. Solange wir dieses Medium nutzen können um rote Propaganda auch virtuell unter die Leute zu bringen, werden wir das tun.
Oder hatte es was mit der Wandschrift, 9 Millimeter für Zionisten zu tun? Man steckt ja nicht drin. Möglicherweise hat es sie nur erwischt, weil Facebook unter Druck steht und ein wenig ausmisten wollte? Doch zu Wort melden dürfen sie sich nach wie vor und das ausgerechnet auf Google. Da können sie munter schreiben. Ausgerechnet die Googlekapitalisten garantieren die Meinungsfreiheit? Think about it. ;-))
PS: Auf Facebook sind sie mittlerweile wieder vertreten und können nach neuen Deppen suchen.
Zumeist erscheinen sie zwar als Karikatur ihrer selbst. Doch dummerweise, ganz so harmlos sind sie nicht. Altlinke werden sich an die TLD erinnern. Eine Trotzkistensekte, die ihre fehlende Überzeugungskraft mit provozierter Gewalt nachhelfen wollte. Und so etwa kann man es bei ihnen selbst nachlesen.
So lesen wir also:
Zu der Hetze gegen unsere Genossen in Flensburg
Die Art und Weise wie diese vermeintlichen „Linken“ gegen uns arbeiten, ist in Deutschland kein Einzelfall. Wenn wir uns die Geschichte der antiimperialistischen Gruppen in Deutschland ab 2008 so ansehen, dann gibt es zahlreiche solcher „Stellungnahmen“ und Isolationsversuche, irgendwelcher „diverser“, „libertärer“ und oftmals antideutscher Leute, die in ihrer gemütlichen Szene nicht mit den „Schmuddelkindern“ spielen wollen.
Problematisch und konterrevolutionär wird das Ganze, wenn in diesen Stellungnahmen dann auch noch Zuarbeit für die Bullen und Geheimdienste geleistet wird, zum Beispiel durch das Nennen von Zahlen, Namen, etc. oder, wie in dem, auch im Text zitierten, Paradebeispiel für Denunziation und Feindarbeit „Wider die Bande der rechten Liquidatoren…“ von der Website demvolkedienen, mitunter ganze Profiler arbeit geleistet wird.
Das angesichts der Feindverortung im eigenen Lager auf solche Mindeststandards der Geheimhaltung und Klandestinität geschissen wird, macht nur noch einmal deutlich, das diesen Leuten ihr identitärer Szenesumpf wichtiger ist, als der Kampf gegen den Staat.
Ich hab den Artikel mal verlinkt, wer s unbedingt im Original lesen will. Dem Volke Dienen ist eigentlich die gleiche Richtung nur etwas moderater. Der Name sagt es schon. In dem Fall könnte man es als Insiderstreit betrachten. Muß man auch nicht zu ernst nehmen. Das beweist der Schlußsatz.
Ihr Untergang ist unausweichlich, die Perspektiven unserer Klasse und unserer Partei, der zu rekontituierenden, glorreichen Kommunistischen Partei Deutschlands, als eine marxistisch-leninistisch-maoistisch, Gonzalodenken militarisierte Partei, hingegen sind glänzend.
Noch etwas bekloppter als seinerzeit die KPD/ML. Eben auch so eine Maosekte.
Das Jugendwiderstand auf Paranoia macht, kann man an den stets verpixelten Faces sehen. Diese Geheimniskrämerei kennt man bereits von früheren ML Sekten. Ein extremer Fall war bekanntlich die KPD/ML. Das wäre noch nicht so das Problem. Das schon eher.
Kein „allgemeiner Konsens gegen innerlinke Gewalt“ schützt Individuen, die politisch keine Praxis außer Drogenkonsum in ihren versifften AZs betreiben vor unserem konsequenten Schutz unserer Propaganda und Politik. Würden wir das anders handhaben könnten die Menschen für die wir revolutionäre Politik machen uns nicht ernst nehmen und wir uns wahrscheinlich selbst nicht. Schreibt euch das hinter die Ohren und überlegt euch zwei mal welche Graffitys ihr übermalt, welche Sticker ihr abreißt und wen ihr in der Stadt denunziert.
.......wie in dem Text versucht wird, aus dem Kleben von unseren Aufklebern auf linke Zentren eine Bedrohung herbeizuphantasieren. Aber wir wollen das gar nicht. Vielmehr wollen wir hier eine Drohung aussprechen: Wir verteidigen unsere Politik.
Eine unmißverständliche Drohung. Wir dürfen überall unsere Propaganda hinkacken und wer diese beseitigt ist unser Feind und muß damit rechnen ..... Das erinnert schon eher an faschistoiden Gruppen. Auch die Wortwahl wie versifften AZs. Wer zwingt sie da reinzugehen? Schon deswegen sollte man sich klar sein, mit wem man es zu tun hat. Mit einer kleinen bedeutungslosen Sekte, die mit ihrer Ideologie aus finstern Zeiten niemand wirklich überzeugen kann, der noch alle Tassen im Schrank hat, und daher ihren Mangel an Argumente mit Gewaltdrohung ersetzt. Da sollte man sich nicht von einschüchtern lassen. Doch wir sind noch nicht fertig.
Unser Feminismus ist kein Verhaltenskodex oder eine Erweiterung des Dudens. ........... Wir gendern nicht und wir brechen zu Leuten nicht den Kontakt ab, weil sie mal „Fotze“ gesagt haben. Dafür kämpfen wir für die Befreiung der Frau von der doppelten Unterdrückung des Patriarchats und des Imperialismus.......
Na schau an. Da prallen unterschiedliche Welten aufeinander? Nein, sie müssen nicht gendern. Tu ich auch nicht. Das sie nicht jeden Szeneunfug mitmachen, dagegen ist ja nichts einzuwenden, nur gegen ihre Alternative, den proletarischen Feminismus den sie original aus dem Roten Morgen der 70er abgeschrieben haben könnten. Doch das ist ihr Problem. Deswegen kann man bei ihnen die Frauen an den Fingern abzählen.
Zu behaupten der Maoismus sei tot, kann einem nur in den Sinn kommen, wenn man sich für die Völker der dritten Welt einen Scheiß interessiert.
Der ist auch noch gut. Diesen Helden scheint entgangen zu sein, das im Kernland des Maoismus dieser nur noch Tradition ist. In China haben sie sich von Mao gründlich verabschiedet und in der dritten Welt sind es nur noch wenige die auf Mao setzen. Ach ja, die Völker der Dritten Welt. Die alte linke Projektionsfläche. Sorry, da haben sich die einstmals beteiligten nach und nach von ihren romantischen Illusionen verabschieden müssen. Aber es gibt eben stets einige Rotznasen, die Papis Parteiprogramm im Keller gefunden haben und nun glauben, diesen Unfug nachspielen zu müssen. Die Cosplayszene hat s ja nicht so mit Politik. Jugendwiderstand umso mehr und was die treiben erinnert manchen an die Rote Garde der KPD/ML, deren Vertreter mittlerweile in Rente sind und sich hier an ihre wilde Jugend erinnert fühlen könnten.
Übrigens, von er erwähnten TLD hört man schon lange nichts mehr. Und irgendwann ist auch Jugendwiderstand vergessen. So als Kuriosum aus der linken Welt. Immerhin sorgt derzeit Google dafür, das uns ihre Sammlung revolutionärer Graffitipices erhalten bleibt. :-)
Und dazu könnte ich noch anmerken. Wem verdanken sie eigentlich ihre revolutionären Pices? Ganz einfach dem kapitalistischen Markt. Denn der hat auf die Nachfrage reagiert und die Dosen und Caps so konstruiert, das sich damit leichter sprühen lässt. Warum gab es früher nur selten Pieces aus der linken Szene? Sprühdosen wurden als Mittel zur Reparatur von Lackschäden hergestellt. Grafitipieces waren nie vorgesehen und ganau das war die Kunst, mit den Dosen ein ansehnliches Pice hinzukriegen. Ältere Writer werden sich erinnern. Auch an das abziehen von Caps. Das ist der Grund, warum Dosen von Linken nur für einfache Losungen benutzt wurden.Natürlich werden die Spinner vom Jugendwiderstand nicht weiter drüber nachdenken. Sie können nicht denken, sonst würden sie sich ein anderes Hobby suchen.
Den ersten Mai haben sie wie angekündigt auf ihren Blog abgefeiert und tun so, als würde ihnen die Straße gehören. Und was noch bemerkenswert erscheint.
Im Vorfeld des 1. Mai lief von der bürgerlichen Presse und diversen Reaktionären ............ eine intensive Hetzkampagne gegen uns – ähnlich wie im Vorjahr, jedoch wesentlich umfassender und allgemeiner. Artikel in Epoch Times, Huffington Post, Jungle World, Berliner Zeitung, Berliner Kurier, BZ, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, FAZ, Neues Deutschland, Haolam, Junge Freiheit sowie in diversen rechten und antideutschen Blogs, widmeten sich unserer Organisation.
Sie verfolgen aufmerksam die Reaktionen in der Öffentlichkeit. Soll heißen, was schreiben unsere Gegner über uns und wer schreibt kritisch. Sowas kennt man bereits von den Nazis vor 33. Zuletzt durfte man derartige Feindanalysen von den Salafisten erleben. Schon bemerkenswert, wie sich hier die Unterschiede verwischen. Nun ja, die Rote Garde der KPD/ML aus den frühen 70ern erinnerte in ihren fanatischen Auftreten auch nicht wenige an finstere Zeiten. Nur, die pinselten noch an der Mauer.
Bei dem Text zur Sekte gegen Sekte sind bemerkenswerte Zeilen beim Jugendwiderstand zu lesen. Da geht es um die Allahu Akbar Rufe beim Ersten Mai und wie die Sekte sie in ihre Ideologie meint integrieren zu können.
…….erfolgreiche Mobilisierung arabischer und muslimischer Massen zur 13-Uhr-Demonstration am 1. Mai 2017 an, die als eigenen Ausdruck neben anderen Parolen auch „Allahu akbar“ riefen. Erstens, das waren die Volksmassen, nicht der Jugendwiderstand. Zweitens ist der Islam in der BRD eine unterdrückte Religion und die Muslime haben das Recht sich zu wehren und zu kämpfen. Drittens taten sie das unter Führung proletarischer Revolutionäre mit Hammer und Sichel, die eben die Freiheit zu glauben und die Freiheit nicht zu glauben verteidigen. ……
…….. Während der Demo schickte die Hamburger Sekte ernsthaft ein knappes Dutzend Quatschköpfe zu uns nach hinten, um ein paar geistreiche Parolen gegen uns zu rufen und schnell wieder nach vorne in den Frontblock zu laufen – „Jugendwiderstand – das kennen wir schon – Allahu Akbar statt Revolution“
…….berücksichtigen wir in der Massenarbeit auch die religiösen Gefühle der Massen. Also geben wir für die muslimischen Verbündeten unserer Sache die Parole gerne mit einer kleinen Änderung zurück: „Jugendwiderstand das kennen wir schon – Allahu akbar unter der Führung der Revolution!“.
Schau an, nun der Jugendwiderstand ist noch nicht ganz so drauf, das waren nur die ‚Volksmassen‘ die Gott ist groß riefen? Nun einige Jugendliche die wegen ihrer gesellschaftlichen Isolation in Deutschland eine Ersatzheimat im Islam suchen, sind noch nicht die ‚Volksmassen. ‘ Das der Jugendwiderstand mit solcher Unterstützung wenig Probleme hat, ist schon anderen bitter aufgestoßen. Doch wie zu lesen, ist der Islam hier eine unterdrückte Religion. Schön wär’s ja. Mancher würde sich wünschen, die Mehrheitsgesellschaft würde diesen Fundamentalisten offener klarmachen, daß die Scharia hier nichts zu suchen hat.
Aber wenn sie unter der richtigen Fahne ihren pubertären Samenstau als Gott ist groß in die Straßen brüllen, dann ist das schon ok, weil sie stehen ja auf der richtigen Seite.
Wenn sich Linke mit Moslemfundamentalisten gemein machen, das hat bereits im Iran böse geendet. Na bekanntlich lernt der Mensch aus der Geschichte, daß er nichts aus ihr lernt.
Doch wie zu lesen, berücksichtigt der Jugendwiderstand die religiösen Gefühle der Massen. Und ja, mit ihren Sprüchen von Ehre plus Märtyrerkult, sind sie gar nicht so weit vom Islamfundamentalismus entfernt. Zugegeben, es gibt auch viele Linke die in ihrer Dummheit die religiösen Gefühle der Massen berücksichtigen. Nur nennen sie das Toleranz und Antirassismus. Ob Ehrenmorde oder Kopftuch, fremde Kulturen müssen respektiert werden. In einen Gottesstaat würden sich Jugendwiderstand und Allestolerierer wieder begegnen. Hoch über dem Boden am Ausleger eines Baukrans hängend. Wollt nur mal freundlich drauf hingewiesen haben. Nur damit hinterher niemand sagt, das hat doch niemand wissen können.
Was ihre Konkurrenz angeht, welche die Seite Dem Volke Dienen betreibt, da ist auch seltsames Zeug zu lesen. Nicht das es mir darum geht, diese Klopperei Zeile für Zeile zu analysieren. So ernst nehmen muß ich das nicht. Aber schauen wir uns mal das an.
………Der hauptsächlich Grund dafür ist, dass unsere Zeitung als klandestine Zeitung erscheint und als solche entwickelt wird, was uns ermöglicht wirklich alles zu schreiben, was für die revolutionäre Bewegung notwendig ist, eben auch dieses Dokument. An dieser Stelle sei auf ein anderes bekanntes Zeitungsprojekt verwiesen, welches ebenfalls den Anspruch der Klandestinität hatte, jedoch über die online Veröffentlichungen schwerere Rückschläge einstecken musste – die „radikal“.
Die unbedingte Notwendigkeit der Klandestinität zeigt sich auch an der Arbeit eines Jugendzirkel, wie es „SOL“ war, und den Reaktionen darauf. Gegen diese Arbeit entwickelte die Reaktion eine Kampagne, die auf verschiedenen Ebenen konkretisiert wurde.
Es geht also mal wieder darum, einen auf Geheimbund und Paranoia zu machen und dazu wird ausgerechnet auf die Radikal verwiesen. Bekanntlich wich sie wegen ständiger Kriminalisierung nach Amsterdam aus. Von dort aus wurden einige Exemplare an die BRD Kundschaft verkauft. Doch zum einen war ihre Zeit vorbei und als Bewegungsblatt ohne Bewegung war sie nicht sehr erfolgreich. Konnte sie nicht. Was ihren Ausflug ins Internet anging, so wie der Webauftritt aussah, der war zum wegklicken. Das konnte ja nur schiefgehen. Nun meinen diese Pfeifen, wegen der Onlineveröffentlichung mußte die Radikal Rückschläge einstecken? Was n Unsinn. Wer den Webauftritt gesehen hat, wußt gleich, das geht nicht gut. Typisch Linke die ihre Bleiwüsten online stellen wollten, sozusagen als elektronische Ausgabe ihres Graupapiers. Es gab viele Linke, die das Netz nicht verstanden haben und eben in dieser Form ins Netz einfielen. Nun auf ihren Seiten gab man sich nicht gerade die Klinke in die Hand.
Bei der kleinen Schlammschlacht gegen SOL, die sie als Hamburger Sekte bezeichnen, kommen echt Sachen zum Vorschein, man meint im Keller einer ML Sekte gestrandet zu sein wo die mittlerweile etwas vergessenen Texte verstauben. Der ist auch gut.
Der führende Kern der Struktur entstammt dem Kleinbürgertum oder der Arbeiteraristokratie und ausnahmslos alle waren mal Uni-Studenten. Es mag sein, dass einige von ihnen in ihrem Leben mehr Bücher gelesen haben als wir und sie mitunter in der Lage sind, aus den Klassikern mit Seitenzahlen zu zitieren. Doch wir bringen etwas Gewichtigeres mit. Jedes unserer Mitglieder ist ein Teil der Arbeiterklasse und der absolute Großteil hat einen familiären Hintergrund in ihr. Wir haben eine Verbindung zu diesem Kampf, den sie für sich beanspruchen wollen. Einige von uns kommen aus scheiß Gegenden und haben Eltern, die keine Arbeit finden und / oder jeden Cent umdrehen müssen. Andere sind in Asylunterkünften oder Flüchtlingscamps im Nahen Osten aufgewachsen und haben ihr Heimatland bloß als Tourist betreten dürfen. Wir haben einen Antrieb die Revolution zu machen, der ehrlich, konsequent und aufrecht ist. Diese Leute haben ein Hobby und eine Obsession mit einer Klasse, die nicht ihre ist. Sie sind Schauspieler.
Kleinbürgertum. Ah ja, natürlich. Was sonst? Einen familiären Hintergrund haben sie auch.Na fein, das war ja mal sehr wichtig, die proletarische Herkunft. Die Altlinken werden sich noch schaudernd erinnern. Einige kommen aus Scheißgegenden? Ey, kein Kiezbashing. ;-))) Oder wie darf man sich die Scheißgegend vorstellen? Und einige sind in Flüchtlingscamps aufgewachsen? In Nahen Osten? Nun da ist die Arbeiterklasse nach Marx ja eher weniger vorhanden. Demnach kommen die gar nicht aus der Arbeiterklasse, denn die gibt es im Nahen Osten ja so nicht. Es sei denn man definiert Arbeiterklasse als Wanderarbeiter aus Pakistan, Indonesien, die den Saudis den Arsch nachtragen. Nun gut, ein Thema für sich. Aber nur zur Frage, ob die Herkunft aus der Arbeiterklasse bereits ein gewichtiges Argument ist. War es in der DDR sicher, aber die war ja revisionistisch. ;-)))
Anstatt ihren alten Klassenstandpunkt zu überwinden, schaffen sie sich in ihrer politischen Betätigung bloß neue Räume für ihr bürgerliches Verhalten und ihre Machtspielchen. Wenn das Proletariat Führer erschafft, dann sind diese selbstlose und disziplinierte Diener des Volkes. Wenn die Bourgeoisie oder andere Klassen Führer erschaffen, dann sind diese oft Karrieristen, Selbstdarsteller und Tyrannen.
Der ist auch gut. Wenn das Proletariat Führer erschafft ….. etwa Mao, Stalin, Ulbricht, Chautchesscu, Kim il Sung und und und. So selbstlos wie Mao, dessen selbstlose Kulturrevolution 3 Millionen Opfer forderte. Diese geforderte Selbstlosigkeit erinnert ohnehin irgendwie an christliche Mönchsorden. Zufall?
Man meint nen Comic zu lesen. Oder man hat es mit Volltrotteln zu tun, an denen jede politische Entwicklung der letzten Jahrzehnte spurlos vorübergegangen ist. Das kann man hier lesen. Überhaupt scheint der ganze Blog eine Fundgrube für Freunde des politischen Irrsinns zu sein.
Wir müssen der militanten Arbeit der Kommunisten weltweit in den Städten besondere Aufmerksamkeit widmen, die Geschichte der Stadtguerillabewegung in Europa konkret analysieren und von ihrem Erfahrungsschatz lernen. Verstehen, welche Klassenkämpfe das Proletariat und das Volk in imperialistischen Ländern im Allgemeinen zu führen hat und aus den Erfahrungen des internationalen Proletariats und dem Maoismus als Waffe eine Linie zu schmieden, die alle Kämpfe des Volkes zu Transmissionsriemen des Kampfes um die Macht verwandelt. Und nicht zuletzt eben die Geschichte der KPD und der deutschen Kommunisten vollständig zu studieren um auf ihrem Weg weiter voranzugehen.
Die Stadtguerillabewegung analysieren? Da habt ihr Glück. Horst Mahler lebt noch und hilft euch sicher gerne dabei, von ihren Erfahrungsschatz zu lernen. Alternativ könnt ihr auch Frau Röhl besuchen. Möglicherweise hat sie grade ein Nudelholz zur Hand. Sollte sie es euch über die Birne ziehen, in dem Fall hätte sie mein volles Verständnis.
Und vor allem die Geschichte der deutschen Kommunisten vollständig zu studieren. Vor allem das freudige Wiedersehen mit den Sozialdemokraten im KZ. Daraus kann man lernen. Oder von den KPD Ortsgruppen, die geschlossen zu den Nazis übertraten und sagten, die KPD hat sie verraten. Da gibt es vieles was man lernen kann. Vorausgesetzt, man benutzt die aktuelle Forschung und nicht die alten Propagandatexte.
Was ihre Gegner, die auf der Seite dem Volke dienen, einen langen Schrieb verfaßt haben, angeht. Am Aufschlußreichsten ist deren Schlußtext.
Sie existieren in einem Sumpf und sie fühlen sich dort wohl. Sie verbreiten ekelerregenden Chauvinismus und eine patriarchale Lumpen-Attitüde. Sie versuchen innerhalb der revolutionären Bewegung Verwirrung zu stiften, haben jedoch längst ihren Abschied davon genommen. Ihre Phrasen, die sie über ihr „Aufbaukomitee“ in die Welt posaunen, können nicht darüber hinweg täuschen, dass sie niemals in der Lage sein werden den Volkskrieg in diesem Land einzuleiten und ihn zu entwickeln. Oder wie ist es erklärlich, dass sie zwar davon schwatzen, dass ihre „Organisation (...) eine illegal und klandestin arbeitende“ sei, ihre Leute jedoch in schlechten Hip-Hop-Videos öffentlich macht.
Die eisernen Legionen der proletarischen Revolution werden unweigerlich über die Köpfe dieser feigen Renegaten hinweg marschieren. Ewig werden sie nicht davon laufen können. Ihr Untergang ist unausweichlich, die Perspektiven unserer Klasse und unserer Partei, der zu rekontituierenden, glorreichen Kommunistischen Partei Deutschlands, als eine marxistisch-leninistisch-maoistisch, Gonzalodenken militarisierte Partei, hingegen sind glänzend.
Kommentar überflüssig. Könnte man fast meinen. Was soll man zu dieser comichaften Gewaltsprache noch sagen? Was es mit der Gonzalodenken militarisierte Partei auf sich hat, dazu kann man sich über die jüngere Gewaltstory der Maoisten Perus schlau machen. Global eine der letzten Überreste des Maoismus, den niemand mehr ernst nimmt. Wenn so die Erben der maoistischen Bewegung aussehen, dann kann man etliche ihrer Vorsitzenden beglückwünschen, daß sie bereits tot sind und das nicht mehr miterleben müssen.
PS: Was ich noch anfügen könnte. Ich bin echt kein Fan von Verschwörungsparanoia und was so im Netz an Storys rumgeistert. Allerdings bei dieser Sekte gegen Sekte Story kommt mir das irgendwie inszeniert vor. Hat jemand beim Verfassungschutz Langeweile oder soll das eine ABM Maßnahme für unterbeschäftigte Mitarbeiter sein? Wär ja nicht das erste Mal. Siehe dazu Marxistisch-Leninistische Partij Nederland
Jugendwiderstand aufgelöst
Das war s also mit dem Jugendwiderstand. Zumindest was diesen organisatorischen Zusammenhang betrifft. Im Blog wurde die Auflösung bekanntgegeben. Die Erklärung mutet etwas wirr an, man wird nicht so recht schlau daraus. Man erfährt nicht so recht den Grund sondern bekommt eher wirres Geschimpfe zu lesen und in gewohnter Propagandasprache wird das erfolgreiche Projekt gelobt, mit dem man den bisher eher altbacken erschienen Marxismus Leninismus wieder unter der Jugend verbreitet und populär gemacht habe. Der Jugendwiderstand hat seine Aufgaben erfüllt, heißt es. Welche wohl, könnte man sich fragen.
So beschreibt es der Blog ‚Ruhrbarone‘.
„Sie haben proisraelische Demonstranten angegriffen, versucht, Antideutsche einzuschüchtern und waren bei fast alle großen antisemitischen Aufmärschen der vergangenen Jahre dabei. Damit ist wohl erst einmal Schluss: Die maoistische Schlägerbande „Jugendwiderstand“, vor allem in Berlin-Neukölln aktiv, hat heute Nachmittag auf Facebook ihre Auflösung bekannt gegeben.“
Seltsam war es schon, diese Mischung aus Rap, migrantischer Subkultur und gemopsten Hip Hop und Writerstyle. Dazu noch was von Volk und Ehre.
Dazu eine unkritische von jeder historischen Forschung unbelastete ML und Maopropaganda, die ihre Blogtexte auszeichnete. Kommunismus auf Comicniveau. Oder Propaganda für Halbgebildete.
Nun in ihrer Auflösungserklärung lesen wir.
„Heute gibt es wieder eine rote Jugend die klar sagt, dass sie das Volk, die Heimat und ihre Leute, die Jungs und Mädels aus den Vierteln, liebt…“
Großteils besteht der Verein aus sog. Einwandererkinder, die, auch wenn hier geboren, irgendwie stets fremd geblieben sind. Von welchem Volk ist also die Rede? Doch nicht etwa das deutsche Volk? Oder doch das türkische Volk? Das aber auch aus Kurden besteht. ;-) Ist Deutschland ihre Heimat? Eher der Kiez Neukölln. Und was die Mädels betrifft, von denen sah man auf den Poserpics selten mehr als zwei. Ein Männerverein. Und das erklärt auch einiges. Dieser Haufen verhielt sich wie junge Männer mit Triebstau, denen die Freundin fehlt. Und daß es zu ihrer ‚Kultur‘ gehörte, politische Gegner, wenn sie weiblich waren, in frauenverachtender Weise als Schlampen und einiges mehr zu bezeichnen, wie das in gewissen Kreisen junger Männer migrantischer Herkunft üblich ist, dürfte für die Partnersuche nicht unbedingt förderlich sein. Oder wenn sie von Andersdenkenden sagten, die haben keine Ehre. Kennt man von migrantischen Jugendlichen die sich, weil hier nicht anerkannt, in den Moslemfundamentalismus flüchten bzw. diese Verhaltensweisen aus ihrer ‚Kultur‘ übernommen haben. Genau, deutsche Frauen die unverschleiert auf die Straße gehen, haben für sie keine Ehre.
Aber lassen wir sie noch einmal selbst zu Wort kommen.
„ …. gibt es wieder Ansätze von roter Straßendominanz. Dort ist es der roten Jugend gelungen, dass sie von Teilen der Massen bereits als ihre Vorhut, als ehrliche Kämpfer für ihre Interessen begriffen werden, und nicht mehr als Fremdkörper mit Identitätsproblemen.“
Ja, das kennt man. Nicht wenige Jugendliche die nie so recht in Deutschland Fuß gefasst haben, meinten in dogmatischen Gruppen eine Heimat und Identität gefunden zu haben. Was auffällt, ob bei den Grünen, Linken oder diversen neuerdings über das www entstandene Gruppen, sie bestehen vorwiegend aus Deutschen. Hier geborene mit ausländischen Wurzeln, stellen da nur eine Minderheit dar. Nun sie sagen es ja selbst. Sie fühlen sich als Fremdkörper und haben sich eine Scheinidentität zugelegt. Genau so wird es oft von außen empfunden. Rap und Hip Hop ist zwar noch ok, da sagt keiner was. Aber sich als Erben der Weimarer KPD auszugeben, das erscheint vielen doch als künstliche Identität und Cosplay.
Sogar der DKP waren diese seltsamen Gestalten nicht geheuer. Die fühlten sich an Röhm erinnert.
Bei Demos zeichneten sie sich durch einen diszipliniert auftretenden Block aus, der manchen Altgedienten an die Rote Garde der KPD/ML erinnerte.
Selbst wer kein Freund von Verschwörungsstorys ist, es erinnert an die Auflösung der MG die seinerzeit ebenfalls eine recht konfuse Erklärung ablieferte.
Was nicht aus dem Text hervorgeht, wer hat die Auflösung beschlossen, gab es eine Abstimmung? Wie es scheint war es eine interne Entscheidung und wie dies bei so hierarchisch strukturierten Gruppen läuft, das Fußvolk wird nicht erst gefragt.
Doch seltsam ist das schon. Auch wer von Verschwörungszeug im Netz eher angewidert ist, stellt sich schon die Frage, ob der Verfassungsschutz das Projekt grad mal abgeschaltet hat, bevor noch was passiert und einige ernsthaft in Erklärungsnot geraten. Verschwörungsparanoia gibt es seit Lenin und ist Bestandteil kommunistischer Politik. Daher halte ich die Frage für legitim.
Nein, ich hab keine Beweise. Doch was auffällt, die Texte. Traut man den Gestalten wie sie auf den konspirativen Pouserpics vorgestellt wurden gar nicht zu. Die im Fittnesstudio aufgebauten Bizepsgestalten, die, wenn sie grad nicht den Kommunismus aufbauen können, dann eben ihre Bizeps. Denen traut man keine langen Texte zu oder das sie Lenins gesammelte Werke im Regal stehen haben. Ja, ich weiß, hört sich an wie ein verbreitetes Vorurteil. Man traut ihnen eher genau das zu, wofür sie bekannt waren. Linke bedrohen und draufhauen. Nun wie Geistesmenschen sehen die nicht grad aus. Muß nichts zu bedeuten haben, ist nur so eine Überlegung.
Wenn es um Gewalt ging, liest sich das in einen Interview in der Jungen Welt wie folgt.
„Wir reden hier von zwei, drei Auseinandersetzungen auf dem Niveau von Pausenhofschubsereien, ein paar Backpfeifen, alles andere ist völlig aufgebauscht.“
Na hör dir sie an. Wir sind frei von jeder Schuld. Oder so. Wir haben doch nichts gemacht. Echt nicht.
Dafür wird innerhalb der Linken davor gewarnt, sich erleichtert zurückzulehnen. Man weiß nicht, ob sie wieder auftauchen werden. Doch allgemein ist man über diese Nachricht erfreut und auch die Betroffenheit wegen einer Durchsuchung hält sich in Grenzen. Nur der Jugendverein der MLPD, der Rebell solidarisiert sich. Es sieht aber nicht danach aus, als wollte die MLPD ihnen eine neue Heimat anbieten. Sonst würden sie sich doch die Hände reiben, aus der Konkursmasse noch was abrippen zu können.
Nun könnte es ja sein, daß die Wände Neuköllns wieder den Writern überlassen bleiben und ihr JW Gesprühe alles ist, was irgendwann mal an diesen seltsamen Verein erinnern wird. Was sich aber schon jetzt positiv sagen lässt. Diese Sekte hat eines deutlich bewiesen. Der Maoismus ist sowas von letztes Jahrhundert, das man Drohungen, Gewalt und Bizeps braucht, weil sich niemand von dem Zeug beeindrucken lässt. Als sie mit Maoismus auf Deppenfang gingen, waren sie offensichtlich derart erfolglos, daß sie, wie bei Sekten so üblich, Feindbilder wie Trotzkisten oder Antideutsche brauchten, zwecks inneren Zusammenhalts.
Nicht zu vergessen, ihre notorische Beteiligung an Demos gegen Israel. Antisemitismusvorwürfe haben sie stets zurückgewiesen. Was sonst? Wer käme auch auf solche böswilligen Unterstellungen, auf ‚Israel Kindermörder‘ Demos, Antisemiten zu vermuten?
Ihr Blog soll erhalten bleiben und damit auch die nette Bildersammlung des für Propaganda mißbrauchten Writerstyles. Wenn man das seinerzeit den New Yorker Teenies erzählt hätte, was die mit ihrem Style machen, die hätten sicher fassungslos geantwortet, it’s hard to believe this can be true.
Ob s uns fehlen wird? Ihre Propagandafotos auf denen sie ihre Heldentaten auf ihren Blog dokumentierten. Schnell und unauffällig zum Thälmanndenkmal. Alle in Positur davor und Transpi raus. So ungefähr entstanden meist ihre Fotos. Anschließend mußten die Leut noch unkenntlich gemacht werden. Womit sie den Eindruck erzeugen wollten, wie bedrohlich sie für das System sind.
akopol Wordpressblog mir einigen Links zum Thema.
PS: Funny waren sie ja, ok, für die Betroffenen ihrer Attacken weniger. Was hab ich solchen jungen Mattbirnen eigentlich noch zu sagen? Macht was ihr wollt. Es ist euer Leben, nicht meins. Wenn ihr es euch unbedingt mit verstaubten Ideologien versauen wollt, bitte sehr. Diese Komiker sind wir zwar los, aber es werden nicht die letzten gewesen sein.
Jugendwiderstand aufgelöst
Das war s also mit dem Jugendwiderstand. Zumindest was diesen organisatorischen Zusammenhang betrifft. Im Blog wurde die Auflösung bekanntgegeben. Die Erklärung mutet etwas wirr an, man wird nicht so recht schlau daraus. Man erfährt nicht so recht den Grund sondern bekommt eher wirres Geschimpfe zu lesen und in gewohnter Propagandasprache wird das erfolgreiche Projekt gelobt, mit dem man den bisher eher altbacken erschienen Marxismus Leninismus wieder unter der Jugend verbreitet und populär gemacht habe. Der Jugendwiderstand hat seine Aufgaben erfüllt, heißt es. Welche wohl, könnte man sich fragen.
So beschreibt es der Blog ‚Ruhrbarone‘.
„Sie haben proisraelische Demonstranten angegriffen, versucht, Antideutsche einzuschüchtern und waren bei fast alle großen antisemitischen Aufmärschen der vergangenen Jahre dabei. Damit ist wohl erst einmal Schluss: Die maoistische Schlägerbande „Jugendwiderstand“, vor allem in Berlin-Neukölln aktiv, hat heute Nachmittag auf Facebook ihre Auflösung bekannt gegeben.“
Seltsam war es schon, diese Mischung aus Rap, migrantischer Subkultur und gemopsten Hip Hop und Writerstyle. Dazu noch was von Volk und Ehre.
Dazu eine unkritische von jeder historischen Forschung unbelastete ML und Maopropaganda, die ihre Blogtexte auszeichnete. Kommunismus auf Comicniveau. Oder Propaganda für Halbgebildete.
Nun in ihrer Auflösungserklärung lesen wir.
„Heute gibt es wieder eine rote Jugend die klar sagt, dass sie das Volk, die Heimat und ihre Leute, die Jungs und Mädels aus den Vierteln, liebt…“
Großteils besteht der Verein aus sog. Einwandererkinder, die, auch wenn hier geboren, irgendwie stets fremd geblieben sind. Von welchem Volk ist also die Rede? Doch nicht etwa das deutsche Volk? Oder doch das türkische Volk? Das aber auch aus Kurden besteht. ;-) Ist Deutschland ihre Heimat? Eher der Kiez Neukölln. Und was die Mädels betrifft, von denen sah man auf den Poserpics selten mehr als zwei. Ein Männerverein. Und das erklärt auch einiges. Dieser Haufen verhielt sich wie junge Männer mit Triebstau, denen die Freundin fehlt. Und daß es zu ihrer ‚Kultur‘ gehörte, politische Gegner, wenn sie weiblich waren, in frauenverachtender Weise als Schlampen und einiges mehr zu bezeichnen, wie das in gewissen Kreisen junger Männer migrantischer Herkunft üblich ist, dürfte für die Partnersuche nicht unbedingt förderlich sein. Oder wenn sie von Andersdenkenden sagten, die haben keine Ehre. Kennt man von migrantischen Jugendlichen die sich, weil hier nicht anerkannt, in den Moslemfundamentalismus flüchten bzw. diese Verhaltensweisen aus ihrer ‚Kultur‘ übernommen haben. Genau, deutsche Frauen die unverschleiert auf die Straße gehen, haben für sie keine Ehre.
Aber lassen wir sie noch einmal selbst zu Wort kommen.
„ …. gibt es wieder Ansätze von roter Straßendominanz. Dort ist es der roten Jugend gelungen, dass sie von Teilen der Massen bereits als ihre Vorhut, als ehrliche Kämpfer für ihre Interessen begriffen werden, und nicht mehr als Fremdkörper mit Identitätsproblemen.“
Ja, das kennt man. Nicht wenige Jugendliche die nie so recht in Deutschland Fuß gefasst haben, meinten in dogmatischen Gruppen eine Heimat und Identität gefunden zu haben. Was auffällt, ob bei den Grünen, Linken oder diversen neuerdings über das www entstandene Gruppen, sie bestehen vorwiegend aus Deutschen. Hier geborene mit ausländischen Wurzeln, stellen da nur eine Minderheit dar. Nun sie sagen es ja selbst. Sie fühlen sich als Fremdkörper und haben sich eine Scheinidentität zugelegt. Genau so wird es oft von außen empfunden. Rap und Hip Hop ist zwar noch ok, da sagt keiner was. Aber sich als Erben der Weimarer KPD auszugeben, das erscheint vielen doch als künstliche Identität und Cosplay.
Sogar der DKP waren diese seltsamen Gestalten nicht geheuer. Die fühlten sich an Röhm erinnert.
Bei Demos zeichneten sie sich durch einen diszipliniert auftretenden Block aus, der manchen Altgedienten an die Rote Garde der KPD/ML erinnerte.
Selbst wer kein Freund von Verschwörungsstorys ist, es erinnert an die Auflösung der MG die seinerzeit ebenfalls eine recht konfuse Erklärung ablieferte.
Was nicht aus dem Text hervorgeht, wer hat die Auflösung beschlossen, gab es eine Abstimmung? Wie es scheint war es eine interne Entscheidung und wie dies bei so hierarchisch strukturierten Gruppen läuft, das Fußvolk wird nicht erst gefragt.
Doch seltsam ist das schon. Auch wer von Verschwörungszeug im Netz eher angewidert ist, stellt sich schon die Frage, ob der Verfassungsschutz das Projekt grad mal abgeschaltet hat, bevor noch was passiert und einige ernsthaft in Erklärungsnot geraten. Verschwörungsparanoia gibt es seit Lenin und ist Bestandteil kommunistischer Politik. Daher halte ich die Frage für legitim.
Nein, ich hab keine Beweise. Doch was auffällt, die Texte. Traut man den Gestalten wie sie auf den konspirativen Pouserpics vorgestellt wurden gar nicht zu. Die im Fittnesstudio aufgebauten Bizepsgestalten, die, wenn sie grad nicht den Kommunismus aufbauen können, dann eben ihre Bizeps. Denen traut man keine langen Texte zu oder das sie Lenins gesammelte Werke im Regal stehen haben. Ja, ich weiß, hört sich an wie ein verbreitetes Vorurteil. Man traut ihnen eher genau das zu, wofür sie bekannt waren. Linke bedrohen und draufhauen. Nun wie Geistesmenschen sehen die nicht grad aus. Muß nichts zu bedeuten haben, ist nur so eine Überlegung.
Wenn es um Gewalt ging, liest sich das in einen Interview in der Jungen Welt wie folgt.
„Wir reden hier von zwei, drei Auseinandersetzungen auf dem Niveau von Pausenhofschubsereien, ein paar Backpfeifen, alles andere ist völlig aufgebauscht.“
Na hör dir sie an. Wir sind frei von jeder Schuld. Oder so. Wir haben doch nichts gemacht. Echt nicht.
Dafür wird innerhalb der Linken davor gewarnt, sich erleichtert zurückzulehnen. Man weiß nicht, ob sie wieder auftauchen werden. Doch allgemein ist man über diese Nachricht erfreut und auch die Betroffenheit wegen einer Durchsuchung hält sich in Grenzen. Nur der Jugendverein der MLPD, der Rebell solidarisiert sich. Es sieht aber nicht danach aus, als wollte die MLPD ihnen eine neue Heimat anbieten. Sonst würden sie sich doch die Hände reiben, aus der Konkursmasse noch was abrippen zu können.
Nun könnte es ja sein, daß die Wände Neuköllns wieder den Writern überlassen bleiben und ihr JW Gesprühe alles ist, was irgendwann mal an diesen seltsamen Verein erinnern wird. Was sich aber schon jetzt positiv sagen lässt. Diese Sekte hat eines deutlich bewiesen. Der Maoismus ist sowas von letztes Jahrhundert, das man Drohungen, Gewalt und Bizeps braucht, weil sich niemand von dem Zeug beeindrucken lässt. Als sie mit Maoismus auf Deppenfang gingen, waren sie offensichtlich derart erfolglos, daß sie, wie bei Sekten so üblich, Feindbilder wie Trotzkisten oder Antideutsche brauchten, zwecks inneren Zusammenhalts.
Nicht zu vergessen, ihre notorische Beteiligung an Demos gegen Israel. Antisemitismusvorwürfe haben sie stets zurückgewiesen. Was sonst? Wer käme auch auf solche böswilligen Unterstellungen, auf ‚Israel Kindermörder‘ Demos, Antisemiten zu vermuten?
Ihr Blog soll erhalten bleiben und damit auch die nette Bildersammlung des für Propaganda mißbrauchten Writerstyles. Wenn man das seinerzeit den New Yorker Teenies erzählt hätte, was die mit ihrem Style machen, die hätten sicher fassungslos geantwortet, it’s hard to believe this can be true.
Ob s uns fehlen wird? Ihre Propagandafotos auf denen sie ihre Heldentaten auf ihren Blog dokumentierten. Schnell und unauffällig zum Thälmanndenkmal. Alle in Positur davor und Transpi raus. So ungefähr entstanden meist ihre Fotos. Anschließend mußten die Leut noch unkenntlich gemacht werden. Womit sie den Eindruck erzeugen wollten, wie bedrohlich sie für das System sind.
akopol Wordpressblog mir einigen Links zum Thema.
PS: Funny waren sie ja, ok, für die Betroffenen ihrer Attacken weniger. Was hab ich solchen jungen Mattbirnen eigentlich noch zu sagen? Macht was ihr wollt. Es ist euer Leben, nicht meins. Wenn ihr es euch unbedingt mit verstaubten Ideologien versauen wollt, bitte sehr. Diese Komiker sind wir zwar los, aber es werden nicht die letzten gewesen sein.
Aktualisiert Juni 2019
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