Samstag, 23. Januar 2016

Dem Volke dienen

Screenshot der Webseite.
Der alte Maospruch, den eh niemand mehr 
ernst nimmt, in China schon gar nicht. 
Hier wird er der Netzwelt wieder als 
Richtungsweisend verkauft.
Eine weitere Kleinsekte mit einer etwas seltsamen maoistischen Ideologie, die dafür aktuell die frühere Einstellung von Haupt- und Nebenwiderspruch zum Thema macht. Soll heißen, das zur Sprache bringen von derartigen Vorgängen, dient nur dem Gegner. Also dem Kapital und ist daher Verrat. Es war die erste Zielgruppe der Linken, die Arbeiterklasse, die seinerzeit unter Schutz gestellt wurde und damit war jede Form der Kritik am Verhalten wie Gewalt in der Ehe, gegen Kinder und was noch alles, untersagt. Das Proletariat durfte nicht hinterfragt  werden. Das galt als Klassenverrat. Da hieß es schnell, du verhöhnst die Arbeiterklasse. Oder du schadest unserem Kampf.

Heute hat die Linke eine neue Zielgruppe die sie unter ihrem Schutz gestellt hat und damit ist (von Kritik wollen wir nicht erst anfangen) jede auch nur ansatzweise reale Darstellung ihrer Eigenarten untersagt und gilt als Rassismus. Ob Islam, Salafisten oder ihr kultureller Hintergrund. Alles kein Thema. Darüber wird Schweigen verordnet, solange, bis es Ärger gibt. Und dann überlässt man die Auseinandersetzung den Rechten. Doch hier hat sich eine Maosekte zu Wort gemeldet. Auf ihre Weise. Und damit stellt sie der Netzwelt im Jahr 2016 diese verstaubte Haltung aus den 70ern vor. Fast hätte man sie vergessen, doch sie ist in abgewandelter Form durchaus aktuell. Und diese wird nicht von Kleinsekten, sondern von weiten Kreisen der Linken geteilt.

Lassen wir uns nicht spalten! Bekämpfen wir das Patriarchat und den imperialistischen Chauvinismus!

Wenn Frauen angegriffen werden, muss das denunziert und bekämpft werden, aber wir werden nicht erlauben, dass die Ereignisse in Köln, mithilfe des bürgerlichen Feminismus dazu genutzt werden, die Spaltung zwischen Flüchtlingen und Migranten, bzw. ausländischen Arbeitern, und deutschen Arbeitern zu verschärfen ……..

Was ist da passiert?

Laut den Berichten der bürgerlichen Medien waren schon im Vorfeld am Kölner Hauptbahnhof verstärkt Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz, trotzdem wurde nicht verhindert, dass Frauen massenhaft belästigt wurden……………

Wir können nicht davon ausgehen, dass Flüchtlinge im Allgemeinen unschuldige Opfer der sind, mit Sicherheit gibt es unter ihnen Kriminelle und Lumpen. Genauso kann man nicht davon ausgehen, dass unter den Europäern, die nach Amerika ausgewandert sind, ebenfalls keine Kriminellen waren.

Na schau an, nicht alle Flüchtlingen sind Heilige. Bemerkenswerte Erkenntnis. Das ist eine Aussage, die auf manchen Szeneportalen die Grenze der Meinungsfreiheit überschreitet.

Dazu kommt, dass in den halbfeudalen und halbkolonialen Ländern, in denen sich ein bürokratischer Kapitalismus

Aha, der bürokratische Kapitalismus ist die Ursache? Wohl eher ein feudales Geschlechterbild des Islams. Doch das ist für Sektierer kein Thema, das schadet nur dem Kampf. Oder sollte man besser sagen, der Propaganda. Der Fundamentalismus als Gewaltideologie, die sich derzeit da breitmacht überfordert das traditionelle antiimperialistische Weltbild. Es ist da nicht vorgesehen.

entwickelt, das Patriarchat, die Unterdrückung der Frau einen viel offeneren Ausdruck findet. Das führt dazu, dass die Erziehung, die Kultur ein Bild der Frau schafft, das besagt, dass sie eine Prostituierte ist, wenn sie unverschleiert oder freizügig gekleidet ist.

So läuft nur ne Nutte rum. Das hörst nicht selten. Allerdings schreiben darf man das auf linken Seiten nicht, das ist Rassismus. Was passiert dann, wenn Männer, die aus solchen Ländern kommen, auf Frauen treffen, die von ihrer gesellschaftlichen Erziehung gelernt haben, je knapper du bekleidet bist, desto höher ist dein Wert auf dem Markt, deine Konkurrenzfähigkeit im Sinne sexy zu sein?

Das kann nur zu einem Zusammenprall führen.

Da kommen sogar Maoisten zu bemerkenswerten Ansichten. Wenn Männer aus der Kultur auf Frauen in Europa treffen, dann kann das nur zu einem Zusammenprall führen? Schau an, auf Szeneseiten wäre das bereits Rassismus und würde sofort zensiert.

Ach ja, und diese Frauenbilder sind nur Ausdruck des Patriarchats? Ja, da loben wir doch das geschlechtsneutrale Erscheinungsbild der ukrainischen Traktoristin. Von jeder Erotik und Geschlechtsmerkmal befreit.

„ je knapper du bekleidet bist, desto höher ist dein Wert auf dem Markt…“

Diese Frauenbilder, so unterschiedlich sie auch sind, sind beides Ausdrücke des Patriarchats.

Kommies eben. Noch heute reduzieren sie alles auf den Haupt- und Nebenwiderspruch  und sexy kann ja nur Ausdruck der kapitalistischen Ideologie sein. Das knapp bekleidete Frauen bereits auf den Wänden ägyptischer Gräber zu finden sind, scheint Maoisten etwas zu überfordern. Linke Sauertöpfe eben, jede Erotik ist denen verdächtig und dient nur der Ablenkung vom Klassenkampf

Was uns viel mehr interessiert ist die Rolle, die der Staat und das Patriarchat dabei spielen. Der Staat schaut tatenlos zu bis die Situation eskaliert ist und nutzt sie im Nachhinein, um alle Flüchtlinge als Kriminelle und Vergewaltiger darzustellen

Da ist der Verdacht einer hinterhältigen Verschwörung nicht mehr weit. Irgendwer muß ja schuld sein. Auf so ne Idee könnten auch rechte Verschwörerfans kommen.

Als Proletarische Feministinnen können wir nicht erlauben, daß diese Vorkommnisse genutzt werden, um mithilfe des bürgerlichen Feminismus uns Frauen und unsere Klasse zu spalten.

Von welchen Proletarischen Feministinnen hier die Rede ist? Maosekten sind in der Regel Männervereine und Frauen haben da wenig zu melden.

Genau, deswegen muß das Thema schnell beendet werden damit wir und wieder den wirklich wichtigen Bereichen der antimperialistischen Kampfes widmen können. Das bedeutet, daß sich die Parteipropaganda nicht mit lästigen Meldungen wie mittelalterliches Frauenbild von Einwanderern aus dem arabischen Raum und den Folgen,  belästigt werden will, eben so wenig wie die Szenelinke. Wir haben weitaus wichtigeres zu tun und da stört uns die Realität nur.


Samstag, 2. Januar 2016

Realsatire zum Jahreswechsel

Grußadresse der

KOMINTERN (SH)

an die deutsche Sektion der Komintern (SH)

Liebe GenossInnen !


Die Komintern (SH) sendet der deutschen Sektion weltrevolutionäre Grüße zum 47. Jahrestag der Gründung der KPD/ML des Genossen Ernst Aust und zum 40. Jahrestag der Gründung der Sektion DDR.
Wir sind der deutschen Sektion unendlich dankbar dafür, dass sie das große ruhmreiche Erbe der KPD/ML verteidigt und bis heute lebendig gehalten hat.
Die KPD/ML ist die einzige marxistisch-leninistische Partei der hoxhaistischen Weltbewegung, die heute ihren stolzen 47. Jahrestag feiert. Alle anderen Parteien der marxistisch-leninistischen Weltbewegung mit dem Genossen Enver Hoxha an der Spitze sind längst im Sumpf des Opportunismus versunken und haben das Banner von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha in den Dreck gezogen.
Es war die KPD/ML, die der PAA und dem Genossen Enver Hoxha seit ihrer Gründung bis auf den heutigen Tag stets treu geblieben ist.

Es war die KPD/ML, die die Initiative zur Gründung der Komintern (SH) ergriffen hat. Und so haben wir es vor Allem den GenossInnen der KPD/ML zu verdanken, dass wir heute unseren 15. Jahrestag der Komintern (SH) feiern können.

Wir feiern am heutigen Tag auch den 40. Jahrestag der ruhmvollen Sektion DDR der KPD/ML. Die in tiefster Illegalität heldenhaft kämpfende Sektion DDR wurde von der sozialfaschistischen DDR zum "Staatsfeind Nr.1" erklärt und vom Stasi zerschlagen, weil sie für den revolutionären Sturz der modernen Revisionisten an der Macht und für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland kämpfte.
Die KPD/ML war die einzige Partei der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha, die sowohl unter den Bedingungen des Kapitalismus als auch unter den Bedingungen des Revisionismus an der Macht gekämpft hat.
Das ist nicht nur ein großes historisches Verdienst, sondern auch ein wertvolles Lehrbeispiel zum Sturz der kapitalistisch-revisionistischen Welt.

Es lebe der 47. Jahrestag der KPD/ML !

Es lebe der 40. Jahrestag der Sektion DDR !

Es lebe die deutsche Sektion der Komintern (SH) !

Es lebe das sozialistische Deutschland in einer sozialistischen Welt !

Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

Es lebe die Diktatur des Weltproletariats !

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus !

Es leben die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus

Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha !


Komintern (SH)
31. 12. 2015

Montag, 23. November 2015

Plakate aus Nord Korea

Was wäre das Leben doch grau und düster ohne die bunten Propagandaposter aus Nordkorea. Plakatmaler in Nordkorea müßt man sein. Zumindest hätte man stets genug Farbe und Papier. Ob man von anderen auch genug hätte steht hier nicht zur Debatte und auch nicht, ob man als Plakatmaler nicht etwas ungesund lebt. Für den Fall das dir mal der Pinsel in Richtung Sarkasmus abrutscht oder jemand etwas falsch versteht. Nun ja, man kann eben nicht alles haben wollen. Gut, wollen möglicherweise schon, aber kriegen tut man s eher doch nicht.
Doch das soll hier nicht weiter stören, erfreuen wir uns an den farbenfrohen Werken der Plakatkunst die uns freundlicherweise auf der offiziellen Webseite zur Erbauung vorgestellt werden. Wo sonst geht es noch so heroisch zu, wo sonst wird der Alltag derart heldenhaft gemeistert? Und wo werden noch auf altbewährter Art die Frontstrategien auf der Landkarte eingezeichnet und bereits die Einheitsfeier graphisch dargestellt?
In einer Zeit der Posterproduktion aus dem Rechner mit Bildbearbeitung, stellt diese Plakatkunst noch solide Handwerk dar. Man muß schon Fan sein.
PS: Natürlich unterliegen auch Propagandaposter dem Copyright, im Falle einer Rezension ist eine Doku erlaubt.




Korea Posterwoche in Ponyville

Donnerstag, 2. Juli 2015

MLPD

Der versammelte Verein der MLPD bei der Blockade am 20.6. Das sie dann noch versuchten den Blockierern, die vom Alter her ihre Kinder (mindestens) sein könnten, ihre "Jugendzeitung" Rebell zu verticken, war echte Realsatire. Nur wofür steht MLPD? Könnt ja auch my little Pony Desaster heißen. Na da ist doch eine kleines Humorpic angemessen.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Roter Aufbau

Rote Szene Hamburg
Für einen roten Aufbau.

So die Überschrift für eine Erklärung eines Vereins aus Hamburg, der sich umbenannt hat und dies der Netzwelt verkündet und großspurig verkündet.
Dies soll nicht nur ein Schlusstrich sein, sondern gleichzeitig ein Neuanfang, denn wir starten einen neuen Angriff auf Staat und Kapital!
Nichts weiter als ein neuer Versuch mit einer hierarchisch autoritären Parteisekte Politik zu machen und auf Deppenfang zu gehen. Nichts was man ernstnehmen oder überbewerten müßte. Dafür haben sie aber einen Schrieb zusammengetippt, der alle Fehler und Dummheiten der Vergangenheit reproduziert, als hätte es seitdem keine neuen Einsichten gegeben.

Eine Zeit lang drohten wir durch falschen Einfluss in Dogmatismus und Sektenwesen abzurutschen.

Na schau an, wer hätte das gedacht?

Wir wollten raus aus der linken Szene, haben aber unsere eigene geschaffen.

So hat s doch schon mal angefangen. Raus aus dem antiautoritären Sumpf der Studenten, 68er und Hippies. Den revolutionären Parteiaufbau vorantreiben. 45 Jahre ist das nun her. Nicht zu fassen.

Hervorzuheben ist, dass wir kein abgeschlossenes Weltbild haben……..

Wer das glaubt, wird im folgenden Text doch sehr ernüchternde Zeilen finden. Hier hab ich mal die Highlights vorgestellt.

Normalerweise müsste die revolutionäre Linke in Deutschland großen Zulauf haben, doch durch eigene Fehler hat sie sich an den Rand der Bedeutungslosigkeit manövriert.
Die verschiedenen kommunistischen Gruppen spielen sich als Hüter der wahren Linie auf und degradieren den wissenschaftlichen Sozialismus auf Phrasendrescherei und Dogmatismus. Hinzu kommt eine gewaltige Priese Sektierertum, was sogar die Zusammenarbeit von Kleinstgruppen verhindert. So wird vielleicht die gruppeninterne Linie in ihrer Reinheit gewahrt, doch es entsteht keine wirkliche Bewegung…..

Das kann man auf ihren Webseiten bestaunen, die recht museal wirken. Freilich haben wir hier den Fall, das eine Sektengruppe die anderen als Sekten kritisiert. Ist auch nicht neu und war in den 70ern der Normalfall. Hier geht’s bereits mit dem Begriff wissenschaftlicher Sozialismus los. Wer das ernst nimmt, dem scheinen die Diskussionen um die Frage entgangen zu sein, ob die Soziologie zu den exakten Wissenschaften zu rechnen ist. Oder wie kann ein politisches Programm, das erst noch realisiert werden muß, was mit Wissenschaft zu tun haben? Bekanntlich wollte Marx den Arbeitern was in die Hand geben und im 19. Jahrhundert glaubte man eben an die Wissenschaft als Allheilmittel. Nur die Dogmatiker können sich bis heute nicht von diesem Begriff trennen.

Unsere Aufgabe muss aber gerade darin bestehen, diese Bewegung aufzubauen – jedenfalls wenn wir mehr sein wollen als ein nostalgischer RentnerInnenverein oder eine StudentInnengruppe.

So verstaubt sie daherkommen, dogmatische Gruppen glauben durch das BinnneI heute szenegerecht rüberzukommen und versuchen sich anzubiedern. Es wirkt eher lachhaft.

Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktivkräfte entwickelt sind…..

Hier zitieren sie Marx und übersehen dabei, daß die sozialistische Revolution in den meisten Ländern erfolgreich war, in denen die Produktivkräfte entweder unterentwickelt oder kaum vorhanden waren. Marx lesen und Hirn abschalten, so funktioniert Dogmatismus.

So werden in manchen Regionen dieser Welt islamistische Terrorgruppen wie in Syrien aufgebaut; anderen Ortes werden faschistische Gruppen wie in der Ukraine gefördert, um Länder in ein Bürgerkrieg zu verwickeln, wenn es bestimmten imperialistischen Interessen dient.

Schön wenn man wie gehabt, die üblichen Verdächtigen für verantwortlich machen kann. Alles eine große Verschwörung der Imperialisten. Alles von denen gesteuert? Damit enthebt man die Beteiligten jeder Eigenverantwortung und unterstellt ihnen, sie wüßten nicht was sie tun oder seien unfähig zur Eigenentscheidung. Folglich kann man sie auch für nichts haftbar machen.  Das Weltbild von Leuten, die sich Politik nur als zentral gesteuerte Aktion vorstellen können. Witzigerweise wurden Kommunisten genau so von ihren Gegnern bezeichnet, als vom Osten gesteuert und völlig falsch war es ja nicht. Die APO wurde genauso diffamiert, denn die Rechten konnten sich das nicht anders denn als gesteuerte Geschichte vorstellen. Ein Weltbild das sie mit den dogmatischen Kommies teilen.

Im Kapitalismus haben sich verschiedene Industrien herausgebildet, die Menschen von den realen Verhältnissen ablenken und sie betäuben. Die Kulturindustrie, aber auch die Medien und die Werbung sind Mittel, um das objektiv notwendige und zugleich falsche Bewusstsein, also Ideologie, zu produzieren. In diesem System ist es notwendig, die Menschen von den realen Ausbeutungsverhältnissen abzulenken…..

Diese Kritikform ist auch nicht gerade neu. Kann man bereits bei den K Gruppen der 70er Jahre nachlesen und dies in ziemlich genauer Wortwahl. Witzigerweise benötigte sogar die DDR einige Exemplare an Ablenkung von der drögen Parteipolitik und bis heute gelten sie als legendäre Produkte in der Zone. Eulenspiegel, Das Magazin u.a. Genießen noch heute Kultstatus, auch wenn die aktuellen Ausgaben schon langen nichts Außergewöhnliches mehr darstellen.  Sogar im Realsozialismus wurden Produkte geduldet (gezwungenermaßen) welche die Menschen von ihren realen Verhältnissen (im Sozialismus!) ablenkten.
Tia, die Kommunisten. Zeitungen die den Lesern den ganzen Tag einhämmern, der Kapitalismus ist schlecht, verkaufen sich eben nicht so gut. Das erkannte schon Münzenberg und produzierte die Arbeiterillustrierte. Zum Dank wurde er später aus der bereits verbotenen KPD ausgeschlossen.

Faschismus ist die autoritärste Form der Diktatur des Kapitals. Der Faschismus setzt dabei jedoch nicht bloß auf nackte Gewalt, sondern auch auf eine Massenbewegung innerhalb der Bevölkerung.

Wieder mal Dimitrovs Faschismustheorie. Aber woher kommt dann die Massenbewegung? Alles Kleinbürger, wie es uns die Kommunisten bis heute verkaufen wollen? Dazu lesen wir auf Wikipedia:
Von Kritikern wie dem deutschen Historiker Gerd Koenen und dem amerikanischen Politologen Daniel Pipes wird die Agententheorie aufgrund ihrer monokausalen, personalisierenden und moralisierenden Erklärung eines komplexen Geschehens als Verschwörungstheorie bezeichnet.

Der deutsche Faschismus war wohl bisher der aggressivste seiner Art. Nicht nur, dass er die Welt in den bisher blutigsten Krieg stürzte. Auch hat er mit seinem Vernichtungsantisemitismus den industrialisierten Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden begangen und somit den absoluten Tiefpunkt menschlicher Zivilisation erreicht. Mit nur rationalen Argumenten ist er historisch nicht mehr fassbar, denn die antisemitische Vernichtungsideologie hat u.a. wichtige Kriegslogistik für den Holocaust genutzt, obwohl sie an der Front benötigt wurde.

Na  sowas. Sogar Kommunisten lesen Webseiten? Ist es sogar bei denen angekommen, daß sich der Nationalsozialismus nicht einfach rational als Weg zur Gewinnmaximierung erklären lässt? Na fein, wenn die historischen Forschungsergebnisse doch nicht völlig spurlos an euch vorbeigegangen sind.

„Ihr könnt keinen Kapitalismus ohne Rassismus haben“
…….Für den Kapitalismus ist dieser Umstand äußerst nützlich. Der Rassismus als eine Form der vermehrten Konkurrenz innerhalb der Arbeiterklasse vergrößert dessen Spaltung…….

Die alte Story, weil die Kapitalisten von Rassismus profitieren, sind sie auch dessen Urheber. Dies verkürzt ein komplexes Phänomen auf einen Schuldigen, der für alles Übel verantwortlich ist. Wie bekannt, in der DDR gab es keinen Rassismus, weil es diesen nicht geben durfte.  Umso offener brach er nach der Wende hervor, nicht nur da, auch in anderen Ländern Osteuropas. Das Rassismus für den Kapitalismus sogar störend sein kann, zeigte sich daran, das sich große Firmen gegen Fremdenhass positionierten, da in ihrem Hause viele Volksgruppen zusammenarbeiten müssen. Da ist Fremdenfeindlichkeit eher ein Störfaktor. Auch das gibt es, ganz so einfach ist die Welt auch nicht.

Demnach muss eine emanzipatorische und revolutionäre Bewegung sich immer noch in der Arbeiterklasse verankern. Nicht irgendwelche KleinkünstlerInnen oder SoziologInnen sind die Motoren der Veränderung im Kapitalismus. Sie können an Bewegungen teilnehmen, aber Bewegungen können nur Erfolg haben, wenn sie die Produktion erheblich sabotieren oder still legen können.

Wär auch etwas viel verlangt. Hat das überhaupt jemand behauptet? Mit Kleinkunst schafft man den Kapitalismus sicher nicht ab, aber auch nicht, wenn man versucht sich in der Arbeiterklasse zu verankern ohne zu wissen, wer das überhaupt ist, was sie will und ob sie überhaupt als Ankerplatz für irgendwelche emanzipatorische Bewegungen fungieren will. Sind wir etwa der Hafen für jeden dahergeschwommenen Seelenverkäufer?
Schon diese Pfeife Sartre sagte, der Intellektuelle muß seinen Platz im Volk einnehmen, den Platz der ihn dort erwartet.  Darauf folgte die Antwort etwa so. Aber in den USA hat das Volk Nixon und den Vietnamkrieg gewählt, sie hasst alles was links und intellektuell ist und ihre Sprache und Einstellung reflektieren diese Haltung.

Uns ist aber auch klar, dass die Werktätigen nicht alleine solch eine Bewegung aufbauen können, sie benötigen auch andere Klassen und Schichten als Verbündete. So müssen KommunistInnen auch auf jegliche sozialen, politischen und kulturellen Bewegungen Einfluss nehmen, die Interessen der Werktätigen vertreten und sie schließlich zu einer revolutionären Bewegung bündeln. Auch wenn die kommunistische Bewegung aktuell eher aus AkademikerInnen und Wohlstandslinken besteht…..

Wohlstandslinke!!! Der war gut. Geht das wieder los? Die Intellektuellen als Studenten und damit Privilegierte werden von der Partei in die Pflicht genommen dem Volke zu dienen. Na das hatten wir doch schon mal. Was habt ihr mit den Wohlstandslinken vor? Auf den Rübenacker wie in China? Damit sie das gesunde Landleben kennenlernen? Oder wieder ab in die Fischmehlfabrik? Gibt’s die in Cuxhafen noch oder ist sie längst pleite und ein Lost Place? Axo, die sollen nur zu einer revolutionären Bewegung gebündelt werden. Und daher muß man auf die Bewegungen Einfluß nehmen und den Standpunkt der Arbeiterklasse vertreten? Ich glaub fast ich les gerade die KVZ. Schon seltsam, das den Leuten auch nichts Neues mehr einfällt.

….so können wir unsere Aufgaben nur erfüllen, wenn wir Einfluss auf die Arbeiterklasse und Unterschichten entwickeln. Jenseits von Arbeiterfetisch und romantischen Vorstellungen von der Arbeiterklasse….

Wie Einfluß auf die Unterschichten nehmen? Dazu könnte man sich ja die Assis bei RTL reinpfeifen, einschließlich ihrer Ausdrucksweise, um die Assos da abzuholen, wo sie stehen. Nein, das war kein ernstgemeinter Vorschlag. Nicht das ihr das wirklich macht und ich war s gewesen.
Na schau an, aber die Arbeit auf s Podest stellen, etwa Arbeit adelt oder ehrliche Arbeit und die ganze Heroisierung der Maloche? Auch bei euch angekommen, daß dies auch nur Ideologie ist die markanter Weise vom Faschismus mißbraucht wurde und der man schon deswegen misstrauen sollte? Und was die romantischen Vorstellungen von der Arbeiterklasse angeht, das nannte man in den 70er den Proletenkult der K Gruppen. Doch nicht alles vergessen? Na wunderbar, dann besteht ja noch Hoffnung.

Der nächste Schritt ist die Erlangung der Hegemonie in Kultur, Wissenschaft, Betrieb und auf der Straße. Dies klingt etwas größenwahnsinnig, aber wenn wir erst mal anfangen kontinuierlich Stück für Stück mehr Relevanz in der Gesellschaft zu entwickeln, dann ist dies gerade der Kampf um Hegemonie. Erst wenn unsere Gruppe eine relevante Arbeit in Hamburg entwickelt hat, kann man sich über eine bundesweite Vernetzung mit anderen revolutionären Gruppen zusammen setzen…


Hamburg zieh dich warm an, der rote Aufbau will die Hegemonie erlangen. Na halb so wild. Die Praxis wird wieder mal darin bestehen, auf diversen Demos die eigenen Transpis vorzuweisen und diese dann propagandagerecht im Blog damit anzugeben. Wir bestimmen das Erscheinungsbild, wir sind die Avantgarde, wir haben ergebnisorientierte Jugendliche. Die werden auch älter. Das hatten wir alles schon mal, nur ohne Internet.

PS: Bibliographie zur Linkssxtremismusforschung hat diesen Beitrag verlinkt. Kann ich mir nicht aussuchen und politisch hab ich nichts mit denen zu tun. Das ich mit diesem Blog ab und an Beifall von der falschen Seite bekomme, kann schon mal vorkommen, ist aber noch lange kein Nachweis, das ich deswegen falsch liege. Früher sahen Dogmatiker und Primitivlinke das als Beweis an, das man nur dem Feind nützt. Weil man nicht länger bereit ist, eigene Mißstände im Interesse der Sache zu verschweigen. Die Zeit sollte vorbei sein, das sich Kritiker so leicht zum Schweigen bringen lassen.

Siehe auch: 
Sozialistische Linke
Die Tageszeitung
Wir wollen keine Polit-Sekte sein.

Dienstag, 26. Mai 2015

Kommunistische Initiative

Screenshot zweier Plakate der Kommunistischen Initiative, von der man auch nicht mehr sehr viel hört. jedenfalls weniger als das große Getöse am Anfang. Die Poster jedenfalls dürften unter Realsatire fallen. Noch karikaturhafter lässt sich der Antiimperialismus in seiner naiven Form kaum darstellen. Wenn sich für den Antiimperialistischen Kampf keine besseren Kandidaten mehr finden, na dann kann man den Antiimperialismus nur noch unter Skurriles abhandeln. Jedenfalls den Antiimperialismus, dem es egal ist, wen er ins Boot holt. Hauptsache gegen den Hauptfeind der Menschheit und das sind nach wie vor die USA und Israel. Dieser Antiimperialismus, der nicht mehr hinschaut, wer das eigentlich ist, dem die Unterdrückung in dem entsprechenden Land so gleichgültig ist, das er sie nicht mal mehr thematisiert, den kennt man noch aus den Zeiten der ML Sekten.

In Form der Kommunistischen Initiative hat er die Netzzeit erreicht. Wobei man sich gelegentlich fragt, ob dieser Verein nicht ein Fake darstellt. So hohl wie deren Propaganda auftritt, man könnt den Verdacht äußern. Oder doch nicht? Dummheit macht bekanntlich auch links nicht halt. Und was zeigen die Poster? Zwei Staaten, die eines gemeinsam haben. Eine totalitäre Ideologie. Dazu noch einiges mehr, aber wen interessiert's. Wenn so der Antiimperialistische Kampf aussieht, na dann viel Spaß, aber nicht mit mir. Es ist die Form der Politik, welche die Beteiligten auf Schachfiguren reduziert und der die realen Menschen völlig gleichgültig sind. Das ist die normale zynische Politik wie sie stattfindet. Aber was hat das bitte mit Kommunismus oder mit dem Kampf für eine bessere Welt zu tun?

Montag, 1. September 2014

Genderquatsch

Gender ist lästig, normalerweise. Ab und an aber auch nervig. Wann aber wird dieses Sektiererzeug echt gemein? Hier etwa. Auf Indymedia wird über eine Demo berichtet, hier ging es um den Gazakrieg und hier lebende Juden hatten sich mit weiteren Linke auf dem Opernplatz versammelt. Soweit erstmal nichts was aus dem Rahmen fällt. Doch in der Beschreibung heißt es gewohnheitsgemäß (für Szenelinke) Es ging um die antisemitischen Angriffe, gegen Jüdinnen und Juden.
Es waren auch Antideutsche beteiligt, wie zu lesen. Doch Antideutsche reicht offenbar, es heißt hier nicht Antideutsche und Antideutschinnen, warum eigentlich nicht? Von "Autonominnen" ist auch nicht die Rede, wär auch eher erheiternd. Worin aber besteht das spezifische Problem bei Juden? Nun, das Juden aufgespalten werden. Das Juden erneut „selektiert“ werden. Genau, diesen Begriff habe ich mit Bedacht gewählt. Schon einmal wurden Juden aufgeteilt, allerdings nur zu dem Zweck, die arbeitsfähigen Juden vorerst übrig zu lassen. Was die Vernichtung an sich anging, da wurde nicht nach Geschlecht unterschieden und Antisemitismus unterscheidet ohnehin nicht nach Geschlecht, Juden sind Juden und die Raketen der Hamas unterscheiden auch nicht zwischen Juden und Jüdinnen. Nur Szenelinke tun das. Warum? Weil sie in den Wahn leben, alles gendern zu müssen? Weil sie dabei nicht mehr nachdenken, ob das noch Sinn ergibt oder langsam lachhaft wird? Weil auch in der Szenelinke ne ganze Menge an Sektierertum steckt, ohne daß sie es bemerken und Gender gehört zu einer ihrer Dogmen, über die weder nachgedacht noch debattiert wird. Das BinnenI ist unsere Religion und die absolut richtige und einzig denkbare Schreibweise, davon müssen wir nur noch den Rest der Welt überzeugen und bis dahin müssen wir mit vorbildhaften Verhalten unseren Verstand von allen sexistischen Versuchungen reinhalten. Nun das soll deren Problem sein, für Juden ist es schon etwas seltsam sich noch heute geschlechtlich aufteilen zu lassen, reicht einmal nicht? Offensichtlich nicht.
Es dürfte nicht weiter überraschen, wenn solche Überlegungen auf Indymedia unerwünscht sind und gar nicht erst zugelassen werden. Es wird kommentarlos gelöscht. Die Löschtaste ersetzt fehlende Argumente. 


PS: Mir fällt auf, das die Rechtspopulisten mir die Begriffe klauen. Genderquatsch ist auch bei denen auf einmal zu lesen. Kann ich nichts für und nur weil sich Rechte waschen, müssen Linke verdreckt rumlaufen? Das wäre dann die altbekannte Argumentation. Nur weil Rechtspopulisten den Mist mit dem BinnenI aufgreifen, muß ich als Linker das BinnenI gegen meine Überzeugung verteidigen? Das kann es ja nicht sein.