Samstag, 30. März 2013

Stalinistenstress

Da hat sich ein Mitglied der MLPD auf Wikipedia offenbar danebenbenommen, oder anders ausgedrückt, er betätigte sich als linker Geschichtsrevisionist. Stalin reinzuwaschen ist eine bekannte Übung der Stalinisten mit langer Tradition, einschließlich der Leugnung bzw. Verharmlosung Stalins Terrorpolitik. Auf den parteieigenen Seiten kann dieser nette Mensch schreiben was er will. Die Leugnung der Hungersnot in der Ukraine ist in der BRD nicht strafbar, in der Ukraine dagegen schon. Siehe: Jungle World. Aber da hat die MLPD ja keine Ortsgruppe. Jedenfalls beklagt sich der gesperrte User bitter über den bei Wiki grassierenden Antikommunismus. Die Stalingläubigen lassen eben nichts auf ihr Vorbild kommen, was für ein Jammer, das die MLPD nicht einfach zensieren kann, wie seinerzeit die SED.



 


Wegen Anti-Antikommunismus bei "Wikipedia" gesperrt

26.03.13 - Ein "Wikipedia"-Autor wurde am 26. März 2013 wegen der Veröffentlichung von zwei "Rote Fahne"-Artikeln gesperrt. Der Vorwurf lautet auf "Rechtfertigung stalinistischer Verbrechen" und "Rechtfertigung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Dafür wurde "Partisan1917" für die Bearbeitung und Erstellung von "Wikipedia"-Einträgen unbeschränkt gesperrt ist

Der Nutzer hatte den "Rote Fahne"-Artikel "Wie funktioniert eigentlich 'Anti-Stalinismus'?" (Teil 1 und Teil 2) auf einer Seite in seinem "Benutzernamensraum" auf "Wikipedia" veröffentlicht. Ein Bereich, der den Autoren weitgehend zur freien Verfügung steht.

Kritische, fortschrittliche Kräfte bieten im Internet zunehmend Alternativen zu den von internationalen Medienmonopolen kontrollierten Angeboten an. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Online-Lexikon "Wikipedia", das in internationaler Zusammenarbeit entwickelt wurden.

Dieses Konzept stellt der die Sperrung beantragende "Wikipedia"-Autor unter dem Pseudonym "Atomiccocktail" in Frage, der Faschismus und Sozialismus gleichsetzt und einen arroganten Antikommunismus vertritt. Der gesperrte Autor hat Beiträge zu "Wikipedia" geleistet, verschiedene Artikel selbst erstellt und dazu beigetragen, diese und weitere zu bebildern. Schon 2011 hatte "Atomiccocktail" versucht, ihn aus "Wikipedia" zu mobben. Dank des Engagements einiger kritischer Autorinnen und Autoren kam die Benutzersperrung damals nicht durch.

In der Kritik stehen allerdings auch solche Betreiber von "Wikipedia", die einer solchen antikommunistischen Hexenjagd willfährig folgen.


Bitte den User sperren.

Corpus Delicti

Es handelt sich um eine schwere Projektstörung.

Rechtfertigung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Konkret wird die Entkulakisierung gerechtfertigt, ebenso der Große Terror. Beiden systematischen Massenverbrechen sind Hunderttausende von Menschen zum Opfer gefallen.Im Zuge des Großen Terrors sind in Zuge von rund einem Dutzend Kampagnen der ethnischen Säuberung gezielt Angehörige bestimmter Volksgruppen verfolgt und ermordet worden. Die Rechtfertigung solcher Kampagnen ist strafrechtlich relevant.
Es wird behauptet, Stalin habe Verbrechen der Sicherheitsorgane (GPU/NKWD) aufgedeckt und bekämpft. In Wirklichkeit waren Stalin und seine Getreuen Auftraggeber dieser Massenmordkampagnen.
(Das Kopieren dieser Texte aus einem Organ der stalinistischen MLPD ist überdies eine URV.)

Die Rechtfertigung nationalsozialistischer Verbrechen in Wikipedia zu rechtfertigen führt richtigerweise zur dauerhaften Sperrung des entsprechenden Kontos. Die Rechtfertigung stalinistischer Verbrechen sollte nicht anders behandelt werden. --Atomiccocktail (Diskussion) 08:42, 26. Mär. 2013 (CET)

Montag, 25. März 2013

Maiaufruf

Mal wieder ein Kleinplakat als Sticker und wieder mal die Kommis der MLKP. Die gute alte Ästhetik des Klassenkampfs und der demonstrierenden Massen mit geballter Faust. Sieht man doch immer wieder gerne, erinnert doch einige an alte Zeiten. Es geht auf den 1. Mai zu und alles was Fahne und Transpi im Keller lagert, bereitet sich schon für den jährlichen Auftritt auf den Römer vor.

Samstag, 16. März 2013

Kameramann Arschloch

Wer hat dieses Foto geschossen und warum ist der Mensch rechts nicht verpixelt?
Das ist die Sorte von Bilder, die es gar nicht geben sollte, wenn es nach der 
Kameramann Arschloch  Fraktion ginge. Darf man über die linke Szene lachen? 
Sagen wir s mal so, es fällt schwer über sie keine Witze zu machen.
Siehe auch: Demofotos

Die KP Middletons geht mit guten Beispiel voran.


Konsequente Ausführung





Montag, 11. März 2013

Wiederwahl der großen Vorsitzenden KP!

Da der Text im Startbild länger ist und mehr Lesezeit 
benötigt, ist das Startbild auch länger zu sehen.
Mit Paint Shop  wo es ein Unterprogramm für 
Gif Animation (Animation Shop) gibt, 
ist das gut machbar.

Middleton hat eine KP? Aber sicher doch, es ist die 
Ortsgruppe Middletons der KP Tri-Citys. Deren 
Vorsitzende ist Shego und den Rest kann man sich
lebhaft vorstellen. Wenn das mal gutgeht und Kimmi nicht 
wegen Revisionismus, Versönlertum und Liquidatorentum
Selbstkritik leisten muß oder gleich nach Lowerton 
strafversetzt wird. Na wir werden sehn.

Einzelgraphik als Vorlage

Die KP Middletons hat gewählt.

Wenn der Abstand vom Original groß genug ist, das 
eine neue Graphik und Bildaussage entstanden ist, liegt 
keine Coyrightsverletzung vor. 
Sieht das jemand anders? 
,,I,

Dienstag, 5. März 2013

Demofotos

Gegen die Unterbelichtung der linken Bewegung

Umbruch meldet sich auf Indymedia und Indymedia Linksunten wieder zu Wort und es geht mal wieder um das leidige Thema Fotos von Demonstranten. Die Polizeiaktion gegen Fotographen der M31 Demo hat offensichtlich Folgen. Der Ton gegenüber Szenefotographen wie Umbruch, wird rauer. Man könnt meinen, die Kamera Arschloch Story kehrt wieder. Da fühlen sich einige in ihrer Arbeit bedroht. Wieder mal. Neue Argumente sind nicht zu erwarten und worum gehts da? Darum etwa.
"Eindrucksvolle Bilder können ein Teil der Mobilisierung für die nächste Blockade sein – oder eben dröge Transparentdokumentation für den eigenen Bauchnabel, wenn man auch dort verpixelt, wo es eigentlich nicht notwendig ist."
Sag ich doch seit Jahr und Tag. Alte Erfahrung, in der Massenpresse landen die Äktionfotos, linke Medien bringen langweiligen Bildmüll, wenn überhaupt.
"Wir handeln offensiv und möglichst sichtbar für die fotografierten Menschen, schiessen nicht aus der Hüfte und auch nicht mit dem Super-Tele. "
Na das ist ja äußerst nett von euch, nur sieht auf der Demo das niemand und es ist den Fotoparanoiden auch Wurst. War schon früher so, das man selbst auf bedenkliches Material verzichtet, das juckt eh nicht, andere fotografieren ohne Bedenken und das siehst dann in der Bild. Und was Super Tele angeht, genau damit schossen die Profis die Äktionbilder seinerzeit auf der Gipfeldemo und so konnt man sie online und auf Papier bewundern.
"Im übrigen sei erwähnt, das es bei den Durchsuchungen besagter Fotografen vermutlich nicht nur um die „offiziell“ gesuchten Fotos ging, sondern – zumindest auch mit darum, Demonstrant_innen ebenso wie Fotograf_innen zu verunsichern und letztendlich zu entsolidarisieren. Diesen Spaß sollten wir ihnen nicht gönnen."
Na schau an, um auf diese Idee zu kommen muß man nicht studiert haben, dazu reicht gesunder Menschanverstand. Ist ja auch nicht der erste Fall.

Aus der Kommentarsammlung
"Was könnte demnach ein netter Effekt für die Polizei sein, wenn sie komplette Workstations von Fotografen beschlagnahmt? Möglicherweise, dass die entsprechenden Fotografen an der Ausübung ihrer Arbeit behindert werden bzw diese für die Fotografen unmöglich wird. Dazu kommt noch das sich so mancher Fotograf überlegt ob ihm die Fotos einer Kundgebung ein entsprechendes Risiko wert sind."
Nett gedacht, nur etwas irreal. In der Tat, da wird sich mancher Fotograph überlegen, ob lausige harmlose Bilder das Risiko wert sind, wenn er diese ohnehin nicht verkaufen kann. Die bedenklichen Äktschenbilder dagegen sind es schon wert (im Wortsinn), denn das Honorar ersetzt notfalls die beschlagnahmte oder defekte Kamera. Die Profis ließen sich durch Szenestress noch nie abschrecken, notfalls fotografieren sie hinter der Polizeilinie und verschwinden beizeiten, bevor sie mit irgendwem Stress bekommen. Es traf bislang nur die "eigenen" Leute.

"Willkommen in der technischen Neuzeit
jedes neuere Handy schafft bereits problemlos Videoaufnahmen mit denen eine Identifizierung von Personen auf Einzelbildern möglich ist. Mit etwas Übung kann ein Mensch damit so filmen das es aussieht als ob der telefoniert oder eine SMS verschickt. Kompaktkameras im etwas teureren Segment schaffen bereits 50fach optischen Zoom (1200er Objektiv) - womit man aus relativ großer Entfernung problem Fotos machen kann. Und dies sind nur die Geräte die für den Normalverbraucher zu haben sind. Geräte mit denen es selbst Nazis nicht schwer fällt eine Demo unauffällig abzufotografieren. Das bereits gute Gesichtserkennungssoftware für den Normalverbraucher zu haben ist muss wohl nicht im Detail erklärt werden - über welche technischen Möglichkeiten die Polizei verfügen dürfte kann man sich wohl denken
Das Ziel der Durchsuchungen dürften nicht irgendwelche Fotos gewesen sein - sondern einfach nur Unsicherheit und Paranoia zu verbreiten. Womit die Polizei anscheinend auch vollen Erfolg gehabt hat."

Dieser Kommentar sagt genau aus, das es Zeit wird, die Bilddebatte den aktuellen Verhältnissen anzupassen. Und folgender Comment ist ebenfalls bemerkenswert.
"......Kraftvolle Demonstrationen, Emotionen, Menschen die für etwas einstehen, Gesicht zeigen, Proteste, die etwas bewegen. Was wollt Ihr, was sind Eure Ziele, was wollt Ihr Proteste erreichen und wen? Erst wenn es darüber Klarheit gibt, können wir Fotografen auch unterstützen. Ihr wollt Fahnen ohne Menschen, verpixelte Gesichter, Geisterbilder? Emotionslosigkeit? Nein, das ist nicht mein Verständnis von guten Demoaufnahmen. Vielleicht reichen sie Euch, das mag sein, es mobilisiert aber nicht. Vielleicht aber ist Mobilisierung auch nicht das Ziel und Ihr wollt unter Euch bleiben?"
Na auf die Idee bin ich schon vor Jahren gekommen und es ist ja auch offensichtlich. Ein Vergleich zwischen Fotos in Szeneveröffentlichungen und der Mainstreampresse zeigt mehr als deutlich, wo die dynamischen Bilder landen. Oder die aussagekräftigen Fotos und ich rede noch nicht mal von bedenklichen Material. So wie etliche linke Fotographen abgelichtet haben, hätten sie es auch lassen können. Dafür lohnt der Stress nicht.
".......Denkt darüber nach, was Ihr erreichen wollt und welche Aufgabe ein öffentlicher Protest haben soll. Ironischerweise haben die "Bewegungsfotograf_innen" die Freiheit, sich von dem ganzen Spuk fern zu halten, wenn sie neben den Bullen und Nazis auch noch von den eigenen Leuten bedroht werden. Diejenigen, die sich nicht fern halten können und auf die Ihr immer zählen könnt, sind jene die mit der Fotografie ihr Geld verdienen. Aber genau die wollt Ihr auch nicht. Ironie."

Das ist nicht ganz richtig, sogar die Profis haben die Freiheit, sich fernzuhalten. Jedenfalls dann, wenn das Risiko für die Ausrüstung zu hoch wird und die Versicherung auch nicht mehr für aufkommt. Dann wird die Aktion eben nicht mehr wahrgenommen. Keine Bilder, keine Zeilen. Es gab schon Zeiten, da wurden Demos einfach nicht mehr beachtet. Die erschienen nur noch in Szeneblättern, die eh von niemand außerhalb des Umfelds groß beachtet werden. Erinnern kann man an die Sonntagsdemos an der Startbahn, die irgendwann keinen Marktwert mehr hatten und die nicht mal der TAZ noch ein paar Zeilen wert waren. Von Fotos nicht erst zu reden. Nicht nur fotographisch gesehen ist die Bewegung der späten 80iger unterbelichtet. Sie ist verhältnismäßig schlecht dokumentiert und aufgrund fehlender Öffentlichkeit blieb sie auch unter sich und war allenfalls für junge Nachzügler interessant, die auch mal das probieren wollten, was sie vorher nur in der Glotze gesehen hatten. Es geht nie um lausige Bilder, es geht darum ob eine Aktion überhaupt zur Kenntniss genommen wird. Ob sie wahrgenommen wird. Hab ich schon mehrfach gehört und konnt es auch selbst bestätigen. Mir liefen schon Demos über den Weg, nach zehn Minuten hat ich sie vergessen und wußte nicht mal, worum es ging. Wie wirkt das dann erst auf die Normalbevölkerung? Oder so, selbst nach der M31 Demo konnt man in der Kneipe sein Bier trinken und bekam man was von der Demo zu hören? War kein Thema, interessierte auch niemand. Wer mitten drin ist, meint das was gerade gelaufen ist, müßte doch allgemein von Interesse sein, wenigstens, wenn nicht das Ereignis des Tages. Da wird man schon mal etwas betriebsblind und übersieht, für die Mehrheit ist das allenfalls ein Medienereignis und zudem eines, das sie fix wieder vergessen haben. Und ohne Medien hat selbst eine Demo wie M31 für 95 % der Frankfurter schlicht und ergreifend nicht stattgefunden bzw. genausogut in einer fernen Galaxis oder in einer Parallelwelt.
Doch es geht auch noch um konkrete Bedrohung, worauf im folgenden Comment aufmerksam gemacht wird.
"Das Gejammer "linker Medienmacher" nervt echt. Einige haben sich dafür entschieden, mit Bildern von linken Aktionen auch ihr Geld zu verdienen, ihre Bilder landen dann bei den bürgerlichen Medien. Für diese Berufswahl das Verständnis von Leuten einzufordern, deren Widerstand nicht nur aus Finger am Auslöser bzw. an der Tastatur besteht, ist schon anmassend. Es geht IMMER um viele Jahre Knast für jene, die einem Bullen eine verpassen, Barris bauen oder Scheiben einschlagen."
Genau, es geht um Fotos die dann entstehen, wenn es knallt. Und wenn in dem Chaos niemand auf Fotographen achtet. Alte Erfahrung, genau dann entstanden zumeist die Bilder, die unerwünschte Beweise lieferten. Nebenbei bemerkt, diese Fotos sind es dann, die auch von linken Medien benutzt werden. Da wird auch nicht die Frage gestellt, das es dieses Material gar nicht geben dürfte. Das Argument hatten wir auch schon, wie gesagt, die Argumentation dreht sich im Kreis.
Im Notfall hilft eben, sich die richtigen Demos für Fotos auszusuchen und von Problemdemos die Kamera zu lassen und sie sich selbst zu überlassen. Überlass Fotostress notfalls denen, die damit Geld verdienen. Why? Es lohnt kaum sich für lausige Bilder zu prügeln.
Was an dieser Debatte falsch läuft, es geht nicht einfach um Beweisfotos. Es geht um die strafrechtliche Verfolgung illegaler Aktionen, die umso leichter geht, wenn es außer der Szene keinen interessiert. Es gab Zeiten, da standen mehr dahinter und in Gerichtsprozessen ging es am wenigsten um Fotos. Es ging um das Recht auf Widerstand, das die Betroffenen auch im Gericht einforderten. 

Der Konflikt ist uralt, schon in den 80igern meinten "Szenenfotografen" direkt in aktionistische Blöcke rein fotografieren zu müssen, nur eine klare "Ansage" und die Androhung von körperlicher Gewalt hat diese Verhalten beendet.  
Das ist nicht ganz richtig. Einigen wurde der Stress zuviel und die ließen es, sollten sie sich etwa mit den "eigenen" Leuten deswegen prügeln? Die Profis waren damit nicht zu beeindrucken. Notfalls fotografierten sie hinter der Polizeilinie und man kam an die nicht ran. In der Presse erschienen nach wie vor die entsprechenden Pics. Wenn sie dann doch wegblieben, dann lag es am fehlenden Marktwert der Demos. Gab so ne Phase, da interessierten sich die Medien nicht für Demopics. War langweilig geworden und sogar die Sonntagsdemos an der Startbahn hatten Null Marktwert. Sogar die TAZ schrieb nichts mehr. Internet gab es nicht und so fanden diese Aktionen für die Mehrheit (auch der Linken, die nicht dabei waren) praktisch nicht statt. Wer las schon die grauen Szeneblätter und Photos gab es eh selten da drin, wenn dann waren sie aus den Mainstreammedien geklaut.
 
Was dann doch verwundert, aus dem Ausland bekommt man Bildmaterial auch auf linken Portalen zu sehen, da wird nichts verpixelt und man fragt sich, haben die keine Bedenken? Hätten die nicht mehr Grund die Bilder unkenntlich zu machen als hier?
PS: Etwas Geduld, die Technik wirds schon richten. Haben wir erst Kameras die man wie eine Uhr tragen kann oder eine Kamera auf der Sonnenbrille in unauffälliger Größe, dann ist s vorbei mit der Bildparanoia. Oder wollt ihr vor der Demo Personenkontrollen aufbauen? Rein kommt nur noch, wer alle elektronischen Geräte abgibt?


Siehe: 
Demofotos 
Demofotos 
Demofotos 
Demofotos

TAZ 
Selbstbilder linken Widerstands
Nachtrag:

Zur Demo in Hamburg

Für diesen "Bericht" plus Propagandapics muß man echt dankbar sein. Indymedia, Indymedia Linksunten Hier haben wir ein Fallbeispiel, wie linke Propaganda aussieht, wenn dogmatische Veranstalter Bild und Text in die Hand nehmen. Dies würde dann die einzige verbreitets Wahrheit sein, wenn unabhängige Beobachter nicht ablichten können und es nur die Pics der Parteifotographen gibt. Genau so sieht dann auch die dokumentierte Zeitgeschichte in autoritären Staaten aus, aktuell wäre Nord Korea als finsteres Beispiel zu nennen. Jedenfalls haben diese Genossen ein Bild abgeliefert, man könnt meinen es stammt aus den besten Jahren der KPD/AO von der ihr kürzlich verstorbener Vorsitzender Semler sagte, wenn die Arbeiter nicht ins Theater gehen, muß das Theater zu ihnen kommen. Kommunistische Demo als Theateraufführung, so lief das bei der KPD/AO oder der KPD/ML und so kann man es jedes Jahr bei der LL Demo in Berlin bewundern.


Wir wollen doch nicht, das Fanny Ärger bekommt.
 

Montag, 25. Februar 2013

Sektglas und Sichel

Streetart würdigt den Kommunismus? Man könnts meinen. Muß ja nicht alles selber machen. Was wollte uns der (wenn s ne Streetarterin war, dann sorry, aber gendern versaut jeden Text) selbsternannte Streetarter (na da is mir n Begriff eingefallen ;-)))) damit sagen? Die Vorstellung des Kommunismus mit Sektglas und Sichel? Möglicherweise ein Hinweis auf den Gulaschkommunismus? Wie an der Seite zu erkennen, es wird dann Sprühdosen und Bananen für alle geben. Das Design ist dem Sowjetwappen nachempfunden, da sind es nur Weizenähren. Na das sind doch Aussichten. Dafür lohnen sich Kampf und Randale. Der Kommunismus wird nicht an den Bananen scheitern, allenfalls an den Schalen, auf denen die halbe Demo dann ausrutscht. Tia, hätte es in der DDR Bananen für alle gegeben, die Mauer stünde heute noch. Aber sicher doch. Ok, beim nächsten Mal wird alles besser, versprochen.

Übrigends, die Unterschrift lautet: "EVERY DAY LIKE SUNDAY." Ok, um das zu lesen muß man nicht erst Russisch lernen, dafür etwas genauer hinsehen.

Siehe auch: Graffwelt

Freitag, 15. Februar 2013

KP

Funny nich? KP und Ron als Arbeiter und Kolchosbäuerin
Macht sich doch recht nett. Vor allem für Linke mit Humor. 
Ok, davon gibt es nicht so viele. Das Standbild etwas zu 
verunstalten ist nicht neu. Hatt mer schon bei Seyfried in  
Das Schwarze Imperium, mein ich doch, oder war es 
Flucht aus Berlin? Hier malt Shelton das Standbild erst nach 
sozialistischen Realismus, dann nach Genuß eines Joints in
sehr freier Gestaltung und nach dem Wiedersehen in Sibirien 
zeigt er das Foto dem Tuschezar. Sie haben es mir als 
Urteilsbegründung gegeben

Mittwoch, 13. Februar 2013

Christian Semler gestorben.

Die KPD verliert nun endgültig ihre Führung. Ok. die Partei selbst existiert seit 33 Jahren nicht mehr. Nach Horlemann nun auch noch Semler. Tia, eigentlich mein alter Parteivorsitzender, wenn man so will. Nicht ganz, ich war ja nie in der KPD. Die nahm ja nicht jeden der angeschissen kam. Fürs Fußvolk gab s die Umfeldorganisationen wie etwa Liga gegen den Imperialismus
Eigentlich war die Geschichte längst abgehakt und vergessen, zumindest bevor sie im Internet wieder hochkam. Semler bei der TAZ erinnerte eben stets daran. Sicher auch einige, die sich nicht erinnern wollten. Woran? An die ML Sekten, an den Maoismus und so jemand landet dann bei der TAZ? Es gab schon erstaunlichere  Lebenswege.
Was bleibt sonst? Wenn es sowas wie ein Vermächtnis gibt, dann die Tatsache, das Menschen sich ändern können. Das der Kopf rund ist, damit das Denken die Richtung ändern kann. Oder auch, das es kein Gesetz gibt, einmal Stalinist, immer Stalinist. Das könnte man als sein Erbe betrachten.
Es gibt freilich auch eine Richtung die das etwas anders sieht. Ausgestorben sind die Dogmatiker und Betonköpfe ja nicht, wie im Netz zu besichtigen. Für die ist der Fall klar. Semler bei der TAZ? Klar, diese Kleinbürger, diese Verräter. Das mußte ja so kommen. Diesen Lumpen kann man nicht trauen. Semler kannte sich da bestens aus, schließlich vertrat er lange Zeit genau diesen Dogmatismus mit dem die frischgegründeten K Gruppen einen Nachweis der proletarischen Herkunft verlangten, andernfalls hatten Beitrittswillige mit Arbeit im Betrieb ihre Parteinahme für das Proletariat unter Beweis zu stellen. Zeiten waren das. Das sollte die Partei die Linke mal versuchen. Würde ihr nicht im Traum einfallen (so groß ist der Andrang auch wieder nicht), zudem ließe sich das auch schwer ausführen. Einfach so in einen Betrieb arbeiten? Als Hilfsarbeiter? Die Zeiten sind lange vorbei. Wenn überhaupt, dann als Leiharbeiter. Ok, das war ein witziger Einschub.
Also gut, man muß nicht alte Feindschaften wieder ausgraben. Und was Kritik angeht, die alten Parteiführer wurden mit der Zeit selber zu ihren schärfsten Kritikern.
Aber ja doch. Die schärfsten Kritiker der Elche - waren früher selber welche. Und? Immerhin konnten sie über ihre Irrtümer schreiben, zum Glück hatten sie nie die Macht, den Irrsinn zu praktizieren. Also zu beweisen, das der Parteidogmatismus nur zu Säuberungen und Schauprozessen führen kann. Die wurden nur im verkleinerten Parteirahmen veranstaltet, aber nicht weniger ernsthaft abgehandelt als die historischen Vorbilder. 

Was Semler selbst betraf, welche Wege standen ihm 80 nach Parteiauflösung noch offen? Zu den Grünen? Als Ex Parteivorsitzender? Etwas daneben. Bei den Autonomen in X Berg wär er schon altersmäßig aufgefallen und hätte etwas fehl am Platz gewirkt. Mit 40 + ein Haus besetzen? War grad in, die Frage wäre mit wem denn? Wer jünger war, dem standen nach Parteiauflösung einige Wege offen, mit zunehmenden Alter wird sowas schwerer. Altlinke wissen wovon ich rede. Tia, warum nicht zur TAZ? Nicht die schlechteste Lösung.
Nun warten wir noch auf die Reaktionen unter den verbliebenen Kommisekten. Sie werden sicher entsprechend ausfallen, wenn sie sich überhaupt äußern. Na wir werden sehen.

Links:
Für Christian Semler

Zum Tod von Christian Semler
Radikalität, Sensibilität, Nüchternheit
 
Ein Wossi im besten Sinne

 
Wenn wir einmal alt sind …
… ja, was dann? Über diese Frage schrieb Christian Semler im März 2006. Jetzt ist er gestorben. Zur Erinnerung an ihn hier noch einmal seine Antwort.von Christian Semler


Abschied von Christian Semler

Die Welt
Christian Semler, Sprachrohr der APO, ist tot

Tagesspiegel 
Und wenn die Revolution ausbleibt? 

Rezension Das Rote Jahrzehnt - Gerd Koenen
Es war die Verheißung

Zumindest in den Kommentarspalten gibt es Reaktionen. Auf Spiegel Online etwa.

Wer sich an die KPD der Herren Semler und Horlemann erinnert, weiß vielleicht auch noch um die Radikalität gerade dieser "Partei"gänger. Ich selbst war damals Mitglied der DKP und hatte nicht selten sogar böse Auseinandersetzungen mit KPD- Menschen,
Verständlich, so was vergisst man nicht so einfach. dafür hat die DKP auch Unvergessliches an Dummheiten zu bieten. Nun ja, es gibt Wunden die auch die Zeit nicht heilen kann. *fg*
Damals schon hatten nicht wenige wie ich den Verdacht, hinter diesem Projekt könnte auch in Spaltungsabsicht der Verfassungsschutz stehen. Mag es sein, wie es will. Aber diesem Kleinbürger Semler, der letztlich doch wieder da landete, wo er wohl von Anfang an hingehörte, im mittelständischen Niveau der heutigen Grünen, solche Lobarien zu singen, klingt dann in meinen Ohren doch zu schrill.
Danke für die Bestätigung meiner Befürchtungen. Wußt es doch, die Sache mit den Kleinbürger. Der landete wo er hingehörte? Bei der TAZ? Offenbar eben doch nicht wie andere in der Wirtschaft, was man den 68ern oft vorwarf.

Ich habe aus meiner westberliner Politzeit und einigen Begegnungen mit ihm in den 70er Jahren sehr unangenehme Erinnerungen. Als Gründer und großer Vorsitzender (?) der KPD/AO (oder auch KPD A- Null) Kommunistische Partei Deutschlands (Aufbauorganisation)  gefiel er sich sehr in der Rolle des deutschen Mao-Tse-Tung und Stalin-Apologeten. Er schreckte auch keineswegs davor zurück, andere, konkurrierende linke Gruppen mit den stalinistischen Schlägertruppen seiner "Partei", v.a. "Liga gegen den Imperialismus", zu bedrohen und unliebsame Versammlungen, in denen Kritik an China und dem großen Vorsitzenden geübt wurden, gewaltsam auflösen zu lassen.
Schon richtig, das war eben die Zeit in der viele nicht nur links, sondern dies auch fanatisch vertraten. Es gab Auseinandersetzungen, auch mit Fäusten, etwa gegen Trotzkisten. Wenn sie die chinesische Politik zur Sprache brachten, die man nur mit Denkverboten noch vertreten konnte. War eben eine andere Zeit und Semler gehörte ja zu denen, die genau diesen Irrsinn aufarbeiteten. Das er sich nicht für jeden Hieb entschuldigte, nun ja, die KPD waren nicht die einzigen Fanatiker.

Leserkommentar im Tagesspiegel
Teure Irrwege im doppelten Sinn 
Vielleicht sollten unsere "Bildungspolitiker" nicht nur darüber nachdenken, sondern auch entsprechende Massnahmen ergreifen, damit solche haarsträubenden Fehlentwicklungen für Land und Leute vermieden werden. Jeder fleissige Strassenfeger leistet an einem Tag mehr Positives, als diese auf unseren Hochschulen gepäppelten in ihrem ganzen Leben.

Der ist zwar aktuell, hätte als Leserbrief aber auch schon vor 40 Jahren erscheinen können. Es ist erstaunlich, wie wenig sich die Argumente ändern. Oder auch deren Vertreter. Die lernen nichts dazu, wozu auch? Rechte haben immer recht, der Name sagt es. Witzigerweise wird der Straßenfeger zitiert und das ausgerechnet bei jemanden, der früher genau diese Ideologie von der körperlichen Arbeit vertrat. Eben die Ideologie aus China, bzw. aus der SU, von der Heroisierung einfacher Arbeit und der Abschiebung von Schülern und Studenten aufs Land. Propagandistisch aufbereitet war dies nicht nur im Ostblock der Fall, bemerkenswerterweise übernahmen auch faschistische Regime diese Heroisierung des Alltags in die Propaganda. Wer hat da bei wem geklaut? 
Aber nochmal zum fleißigen Straßenfeger. Der fegt von mir aus die Straßen, ok will nix gegen gesagt haben, aber ob er in seinen Leben auch nur einen Gedanken hinterlässt, der andere zum Nachdenken bringt? Dahinter steht die Ideologie vom parasitären Intelektuellen, die auch im Ostblock vertreten wurde und von den K - Gruppen dahingehend übernommen wurde, das Studenten in die Betriebe geschickt wurden. Da sollten sie lernen was Arbeit ist und den Kontakt zur Arbeiterklasse bekommen. Wer das mitmachte, lernte was Arbeit ist - scheiße und schlecht bezahlt und Kontakt bekam er auch. Zu einzelnen Malochern, die Bild lasen und über Fußball quatschten und Linken empfahlen, rüber zu gehen. Das waren die Arbeiter, die Arbeiterklasse blieb nur ein abstaktes Konstrukt.


Todesanzeige aus der Süddeutschen Zeitung. Mit dem Insider 
vertrauten Namen.
Doku Screenshot. 

Samstag, 9. Februar 2013

Umerziehung

Neulich in der Middelton High.
Etwas Hintergrund über KP ist schon notwendig um den Witz 
zu kapieren. Kann eben nicht auf alles Rücksicht nehmen.

30 Jahre DDR

30 Jahre DDR müssen begossen werden.