Freitag, 27. April 2018

Jugendwiderstand

Der Vereinsblog bei Google
Man nehme eine  maoistische ML Sekte aus den 70gern mit aktionistischen Jugendlichen und Drang zur kollektiven Nestwärme einer klar strukturierten Gruppe in der man gesagt bekommt, wo s langgeht und verfrachte sie in die heutige Zeit. Was kommt dabei raus? Jugendwiderstand nennt sich dieser Haufen und besteht mehrheitlich aus jungen Männern, wenig Frauen und könnte nicht wenige Linke, an die eigene Jugend erinnern. Schwerpunktmäßig scheinen sie in Hamburg und Berlin vertreten zu sein und wie bei einer begrenzten Anzahl zu erwarten, man sieht sie allenfalls bei Aktionen wie der LL Demo, dem 1. Mai und da pflegen sie die Demokultur einer lauten Gruppe die sich durch laute Propaganda bemerkbar macht.
Was neu ist, einige von ihnen haben sprühen gelernt und nutzen Writing für ihre Propaganda. Hat auch lange genug gedauert, bis die Linke an sich den Writerstyle entdeckte. Writerstyle und Kommunismus? Passt das zusammen? Was im Realsozialismus mit Writer passiert wäre? Nun die gab es im Osten erst nach dem Ende des Warschauer Pakts, vorher gab es da keine Dosen. Aber gut, was soll man sich drüber aufregen? Sie sind eben im Jahr 2016 angekommen, aber ihre Politik ist original aus den 70ern. Die Plakatgestaltung  folgt original der Propagandagraphik aus China.
Dafür sind sie auch elektronisch angekommen. Sie waren bei Facebook und haben einen Blog, auf dem die aktuellen revolutionären Heldentaten der Netzwelt vorgestellt werden. Mit eingebetteten Video oder auf Foto auf dem die Gesichter verpixelt sind. Man weiß schließlich, was sich gehört und dies unterstreicht das Konspirative des Vereins. So kann man sich als sehr gefährlich und wichtig darstellen.
Ideologisch wird der Maoismus in die Neuzeit hinübergerettet, in einer Form, die selbst in China allenfalls eher der Traditionspflege dient. Selbst haben sie das Kopfbanner als Transpi in die Neuzeit hinübergerettet. Ein Demoauftritt, man fragt sich, ist das Cosplay oder ernst gemeint. Sind sie nicht allein mit. Man sieht ja, daß etliches aus der Vergangenheit wieder ausgegraben wird. Freilich kann man hier nicht von einer ML Bewegung wie damals reden. Es sind nur einige wenige Verirrte die sich dafür umso mehr für eine Elite halten dürften. Man konnt es sogar lesen, wenn sich einer in etwa dahingehend äußerte, was willst Alter? Wir sind jung und du bist eh bald weg. So etwa sinngemäß. In dem Alter darf man sich einbilden, man hat die Zeit auf seiner Seite und die Zukunft gehört mir. Auf Indymedia versuchten sie natürlich auch zu werben, nur wurden sie da nicht ganz so freudig empfangen. Vor allem ihre Sprüche von Ehre und so Zeug stießen auf Widerspruch. Was sie auch zu Exoten in der Politik macht, ist die Mischung von Maoismus und migrantischer Unterschichtjugendkultur. Die sexistische Wortwahl und der Körperkult entsprechen der Haltung dieser Männerwelt. Nichts gelernt, die Sprache im typischen Migrantenakzent, nie in Deutschland angekommen und fühlen sich nicht ernstgenommen. Also setzen sie auf Respekt durch Bizeps. Und die holen sie sich u.a. mit kleinen Hilfsmitteln. Hat sich herumgesprochen. Jugendwiderstand ersetzt Überzeugung in der politischen Debatte durch notorischen Verweis auf ihre Kampfkraft. Wer keine Argumente hat, braucht eben Testosteron.


PS: Mittlerweile wurde ihre Seite bei Facebook gelöscht und dazu schreiben sie.

Facebook hat unsere Seite zunächst mal wieder für 30 Tage gesperrt - diesmal angeblich wegen Solidarität mit der philippinischen Revolution gegen das US-Duterte-Regime - und nun endgültig gelöscht. "Abweichende Meinungen" auf der Seite der Unterdrückten und gegen die Herrschenden werden auf diesem Medium immer stärker zensiert, unterdrückt und unsichtbar gemacht. 
Das verwundert uns nicht weiter. Facebook ist ein Großkonzern im Imperialismus und somit fest in den Händen des Feindes. Trotzdem ist es für einen gewissen Zeitraum auch ein für die Verbreitung unserer Positionen äußerst nützliches Medium. Wir lassen uns nicht den Mund verbieten und uns auch nicht in unseren Inhalten einschränken. Solange wir dieses Medium nutzen können um rote Propaganda auch virtuell unter die Leute zu bringen, werden wir das tun.
Oder hatte es was mit der Wandschrift, 9 Millimeter für Zionisten zu tun? Man steckt ja nicht drin. Möglicherweise hat es sie nur erwischt, weil Facebook unter Druck steht und ein wenig ausmisten wollte? Doch zu Wort melden dürfen sie sich nach wie vor und das ausgerechnet auf Google. Da können sie munter schreiben. Ausgerechnet die Googlekapitalisten garantieren die Meinungsfreiheit? Think about it. ;-))


Zumeist erscheinen sie zwar als Karikatur ihrer selbst. Doch dummerweise, ganz so harmlos sind sie nicht. Altlinke werden sich an die TLD erinnern. Eine Trotzkistensekte, die ihre fehlende Überzeugungskraft mit provozierter Gewalt nachhelfen wollte. Und so etwa kann man es bei ihnen selbst nachlesen.
So lesen wir also:

Zu der Hetze gegen unsere Genossen in Flensburg

Die Art und Weise wie diese vermeintlichen „Linken“ gegen uns arbeiten, ist in Deutschland kein Einzelfall. Wenn wir uns die Geschichte der antiimperialistischen Gruppen in Deutschland ab 2008 so ansehen, dann gibt es zahlreiche solcher „Stellungnahmen“ und Isolationsversuche, irgendwelcher „diverser“, „libertärer“ und oftmals antideutscher Leute, die in ihrer gemütlichen Szene nicht mit den „Schmuddelkindern“ spielen wollen.

Problematisch und konterrevolutionär wird das Ganze, wenn in diesen Stellungnahmen dann auch noch Zuarbeit für die Bullen und Geheimdienste geleistet wird, zum Beispiel durch das Nennen von Zahlen, Namen, etc. oder, wie in dem, auch im Text zitierten, Paradebeispiel für Denunziation und Feindarbeit „Wider die Bande der rechten Liquidatoren…“ von der Website demvolkedienen, mitunter ganze Profiler arbeit geleistet wird.
Das angesichts der Feindverortung im eigenen Lager auf solche Mindeststandards der Geheimhaltung und Klandestinität geschissen wird, macht nur noch einmal deutlich, das diesen Leuten ihr identitärer Szenesumpf wichtiger ist, als der Kampf gegen den Staat.

Ich hab den Artikel mal verlinkt, wer s unbedingt im Original lesen will. Dem Volke Dienen ist eigentlich die gleiche Richtung nur etwas moderater. Der Name sagt es schon. In dem Fall könnte man es als Insiderstreit betrachten. Muß man auch nicht zu ernst nehmen. Das beweist der Schlußsatz.
Ihr Untergang ist unausweichlich, die Perspektiven unserer Klasse und unserer Partei, der zu rekontituierenden, glorreichen Kommunistischen Partei Deutschlands, als eine marxistisch-leninistisch-maoistisch, Gonzalodenken militarisierte Partei, hingegen sind glänzend.
Noch etwas bekloppter als seinerzeit die KPD/ML. Eben auch so eine Maosekte.

Das Jugendwiderstand auf Paranoia macht, kann man an den stets verpixelten Faces sehen. Diese Geheimniskrämerei kennt man bereits von früheren ML Sekten. Ein extremer Fall war bekanntlich die KPD/ML. Das wäre noch nicht so das Problem. Das schon eher.

Kein „allgemeiner Konsens gegen innerlinke Gewalt“ schützt Individuen, die politisch keine Praxis außer Drogenkonsum in ihren versifften AZs betreiben vor unserem konsequenten Schutz unserer Propaganda und Politik. Würden wir das anders handhaben könnten die Menschen für die wir revolutionäre Politik machen uns nicht ernst nehmen und wir uns wahrscheinlich selbst nicht. Schreibt euch das hinter die Ohren und überlegt euch zwei mal welche Graffitys ihr übermalt, welche Sticker ihr abreißt und wen ihr in der Stadt denunziert.

.......wie in dem Text versucht wird, aus dem Kleben von unseren Aufklebern auf linke Zentren eine Bedrohung herbeizuphantasieren. Aber wir wollen das gar nicht. Vielmehr wollen wir hier eine Drohung aussprechen: Wir verteidigen unsere Politik.

Eine unmißverständliche Drohung. Wir dürfen überall unsere Propaganda hinkacken und wer diese beseitigt ist unser Feind und muß damit rechnen ..... Das erinnert schon eher an faschistoiden Gruppen. Auch die Wortwahl wie versifften AZs. Wer zwingt sie da reinzugehen? Schon deswegen sollte man sich klar sein, mit wem man es zu tun hat. Mit einer kleinen bedeutungslosen Sekte, die mit ihrer Ideologie aus finstern Zeiten niemand wirklich überzeugen kann, der noch alle Tassen im Schrank hat, und daher ihren Mangel an Argumente mit Gewaltdrohung ersetzt. Da sollte man sich nicht von einschüchtern lassen. Doch wir sind noch nicht fertig.

Unser Feminismus ist kein Verhaltenskodex oder eine Erweiterung des Dudens. ........... Wir gendern nicht und wir brechen zu Leuten nicht den Kontakt ab, weil sie mal „Fotze“ gesagt haben. Dafür kämpfen wir für die Befreiung der Frau von der doppelten Unterdrückung des Patriarchats und des Imperialismus.......

Na schau an. Da prallen unterschiedliche Welten aufeinander? Nein, sie müssen nicht gendern. Tu ich auch nicht. Das sie nicht jeden Szeneunfug mitmachen, dagegen ist ja nichts einzuwenden, nur gegen ihre Alternative, den proletarischen Feminismus den sie original aus dem Roten Morgen der 70er abgeschrieben haben könnten. Doch das ist ihr Problem. Deswegen kann man bei ihnen die Frauen an den Fingern abzählen. 

Zu behaupten der Maoismus sei tot, kann einem nur in den Sinn kommen, wenn man sich für die Völker der dritten Welt einen Scheiß interessiert.

Der ist auch noch gut. Diesen Helden scheint entgangen zu sein, das im Kernland des Maoismus dieser nur noch Tradition ist. In China haben sie sich von Mao gründlich verabschiedet und in der dritten Welt sind es nur noch wenige die auf Mao setzen. Ach ja, die Völker der Dritten Welt. Die alte linke Projektionsfläche. Sorry, da haben sich die einstmals beteiligten nach und nach von ihren romantischen Illusionen verabschieden müssen. Aber es gibt eben stets einige Rotznasen, die Papis Parteiprogramm im Keller gefunden haben und nun glauben, diesen Unfug nachspielen zu müssen. Die Cosplayszene hat s ja nicht so mit Politik. Jugendwiderstand umso mehr und was die treiben erinnert manchen an die Rote Garde der KPD/ML, deren Vertreter mittlerweile in Rente sind und sich hier an ihre wilde Jugend erinnert fühlen könnten.
Übrigens, von er erwähnten TLD hört man schon lange nichts mehr. Und irgendwann ist auch Jugendwiderstand vergessen. So als Kuriosum aus der linken Welt. Immerhin sorgt derzeit Google dafür, das uns ihre Sammlung revolutionärer Graffitipices erhalten bleibt. :-)
Und dazu könnte ich noch anmerken. Wem verdanken sie eigentlich ihre revolutionären Pices? Ganz einfach dem kapitalistischen Markt. Denn der hat auf die Nachfrage reagiert und die Dosen und Caps so konstruiert, das sich damit leichter sprühen lässt. Warum gab es früher nur selten Pieces aus der linken Szene? Sprühdosen wurden als Mittel zur Reparatur von Lackschäden hergestellt. Grafitipieces waren nie vorgesehen und ganau das war die Kunst, mit den Dosen ein ansehnliches Pice hinzukriegen. Ältere Writer werden sich erinnern. Auch an das abziehen von Caps. Das ist der Grund, warum Dosen von Linken nur für einfache Losungen benutzt wurden.Natürlich werden die Spinner vom Jugendwiderstand nicht weiter drüber nachdenken. Sie können nicht denken, sonst würden sie sich ein anderes Hobby suchen.

Den ersten Mai haben sie wie angekündigt auf ihren Blog abgefeiert und tun so, als würde ihnen die Straße gehören. Und was noch bemerkenswert erscheint.

Im Vorfeld des 1. Mai lief von der bürgerlichen Presse und diversen Reaktionären ............ eine intensive Hetzkampagne gegen uns – ähnlich wie im Vorjahr, jedoch wesentlich umfassender und allgemeiner. Artikel in Epoch Times, Huffington Post, Jungle World, Berliner Zeitung, Berliner Kurier, BZ, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, FAZ, Neues Deutschland, Haolam, Junge Freiheit sowie in diversen rechten und antideutschen Blogs, widmeten sich unserer Organisation.

Sie verfolgen aufmerksam die Reaktionen in der Öffentlichkeit. Soll heißen, was schreiben unsere Gegner über uns und wer schreibt kritisch. Sowas kennt man bereits von den Nazis vor 33. Zuletzt durfte man derartige Feindanalysen von den Salafisten erleben. Schon bemerkenswert, wie sich hier die Unterschiede verwischen. Nun ja, die Rote Gerde der KPD/ML aus den frühen 70ern erinnerte in ihren fanatischen Auftreten auch nicht wenige an finstere Zeiten. Nur, die pinselten noch an der Mauer. 

Komiker.
Helden.